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Vettel auf der Pole, Sauber-Pilot in Top 10

Sebastian Vettel hat in Ungarn seine vierte Pole in Serie eingefahren. Nur Mark Webber verlor weniger als eine Sekunde auf den Deutschen. Pedro de la Rosa erreichte im Sauber den dritten Teil des Qualifyings.

«Es ist erschreckend»: Vettels Dominanz schockt die Konkurrenz.

«Es ist erschreckend»: Vettels Dominanz schockt die Konkurrenz.
Bild: Keystone

Formel 1 Flash

Red Bull erteilte Ferrari auf dem Hungaroring eine eindrückliche Lektion. Sebastian Vettel hätte sogar seine zweitschnellste Runde zur Pole gereicht, er lag am Ende 0,411 Sekunden vor seinem Teamkollegen Mark Webber. Das Ferrari-Duo Fernando Alonso/Felipe Massa verlor auf den Rängen 3 und 4 schon über eine Sekunde auf Vettel.

«Es ist erschreckend, diese Dominanz zu sehen», kommentierte Mercedes-Testfahrer Nick Heidfeld das Geschehen. «Sogar für Ferrari wird es jetzt ganz schwierig, die beiden Red-Bull-Autos zu schlagen. Das Überholen sei in Ungarn alles andere als einfach, nur in den ersten beiden Kurven passiere oft sehr viel, so der frühere Sauber-Pilot. «Der Start, die erste Kurve und die erste Runde machen 60 bis 70 Prozent des Endergebnisses aus», pflichtet ihm Alonso bei.

Vettel selbst ist optimistisch, dass Red Bull die Probleme beim Start diesmal in den Griff bekommen wird. Woher die Überlegenheit seines Dienstwagens kommt, konnte oder wollte er nicht erklären. An den beweglichen Frontflügeln alleine kann es nicht liegen, auch Ferrari verwendet ein ähnliches Modell. Laut Renault-Teamchef Eric Boullier bringen die Flügel einen Zeitvorteil von etwas 0,3 Sekunden pro Runde.

Button und Schumacher weit zurück

WM-Leader Lewis Hamilton hielt den Schaden als Fünfter einigermassen im Rahmen, sein McLaren-Stallgefährte Jenson Button verpasste als Elfter die dritte Phase des Qualifyings. Dort tauchte überraschend Pedro de la Rosa auf: Der Sauber-Pilot wurde am Ende guter Neunter und war damit neun Positionen besser als der in den vergangenen Rennen deutlich stärkere Kamui Kobayashi im zweiten Hinwiler-Boliden. Kobayashi wurde sogar noch auf den 23. Startplatz strafversetzt, weil er sein Auto nicht fristgerecht zur Waage steuerte.

Zu den Verlierern gehörte einmal mehr Michael Schumacher. Der Rekord-Weltmeister musste sich mit Platz 14 begnügen. Dass mit dem Mercedes weit mehr möglich gewesen wäre, beweist der 6. Rang von Nico Rosberg. Sébastien Buemi gewann das interne Duell gegen seinen Toro-Rosso-Teamkollegen Jaime Alguersari und reihte sich als 15. direkt hinter Schumacher ein. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 31.07.2010, 15:33 Uhr

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