Schon nach neun Runden war der GP von Malaysia für das Team von Peter Sauber beendet. Pedro de la Rosa kam nicht einmal bis zum Start, Kamui Kobayashi fiel ebenfalls mit technischem Defekt aus.
Auf der Strecke geblieben: Pedro de Rosa und Kamui Kobayashi (im Bild) kamen im GP von Malaysia nicht weit. Bild: Keystone
Das Sauber-Team galt, egal mit welchem Partner, als Vorbild an Zuverlässigkeit. Auch die Testfahrten vor der Saison waren vielversprechend. Reifenhersteller Bridgestone lobte das Team aus Hinwil gar für dessen schonender Umgang mit dem Gummi. Nach drei Rennen herrscht bei Peter Sauber und seiner Crew aber grosse Ernüchterung. Nur gerade Pedro de la Rosaerreichte in Australien überhaupt das Ziel, und der Spanier verpasste WM-Punkte, weil am Ende des Rennen die Reifen so stark abgebaut hatten.
Der GP von Malaysia war in der noch jungen Saison ein neuer Tiefpunkt für das Sauber-Team, das schon zum Auftakt in Bahrain einen Doppelausfall mit Hydraulikproblemen zu beklagen hatte. Diesmal stoppten Motorschäden die beiden Ferrari-betriebenen Sauber-Fahrzeuge. «In beiden Fällen handelte es sich um Motorschäden, die durch Probleme im Pneumatiksystem verursacht wurden», erklärt der technische Direktor Willy Rampf.
Ein Jahr Vorbereitung für Nichts
Besonders bitter war der Ausfall von Del la Rosa, der es nicht einmal in die Startaufstellung schaffte. Erst blieb der Spanier schon an der Boxenausfahrt stehen, wo die Mechaniker des Sauber zwar nochmals in Gang brachten, doch auf der Fahrt zur Startaufstellung streikte der Wagen erneut. De la Rosa musste seinen Sauber ausrollen lassen und auf der Wiese parkieren statt ihn auf den 12. Startplatz zu stellen. «Es ist natürlich sehr enttäuschend, an diesem Rennen nicht teilgenommen zu haben», erklärte der 38-Jährige. «Auf diesen Grand Prix bereitet man sich das ganze Jahr über vor, weil er körperlich so anstrengend ist, und dann will man ihn auch fahren.»
Kobayashi hatte noch im vom Regen beeinflussten Qualifying mit dem 9. Platz für ein erstes Highlight für das Sauber-Team gesorgt. Entsprechend hatte der Japaner gar mit auf die den ersten WM-Punkte spekuliert. «Ich war heute in einer guten Position, obwohl ich beim Start zwei Plätze verloren habe. Rubens Barrichello blieb vor mir stehen, als die Startampel erlosch», berichtete Kobayashi.
Im Rennen hielt sich der 23-jährige Japaner gut, musste nur den nach vorne stürmenden Lewis Hamilton passieren lassen – bis eben in der 9. Runde sein Aggregat streikte. «Der Ausfall kam völlig überraschend. Nach Kurve 1 hatte ich plötzlich keinen Vortrieb mehr», so Kobayashi. «Der Ausfall aus dem Rennen heute ist sehr schade, aber jetzt müssen wir uns auf das nächste Rennen in China konzentrieren und es dort besser machen.» Und von Rampf gab es die Durchhalteparole: «Wir müssen nun alles analysieren, um den Grund dafür herauszufinden.» Sauber tritt weiter an Ort.
Automobil F1: GP Malaysia
1.
Sebastian Vettel
Deutschland
Red Bull-Renault
1:33:48,412
2.
Mark Webber
Australien
Red Bull-Renault
4,849
3.
Nico Rosberg
Deutschland
Mercedes
13,504
4.
Robert Kubica
Polen
Renault
18,589
5.
Adrian Sutil
Deutschland
Force India-Mercedes
21,059
6.
Lewis Hamilton
Grossbritannien
McLaren-Mercedes
23,471
7.
Felipe Massa
Brasilien
Ferrari
27,068
8.
Jenson Button
Grossbritannien
McLaren-Mercedes
37,918
9.
Jaime Alguersuari
Spanien
Toro Rosso-Ferrari
1:10,602
10.
Nico Hülkenberg
Deutschland
Williams-Cosworth
1:13,399
11.
Sébastien Buemi
Schweiz
Toro Rosso-Ferrari
1:18,938
12.
Rubens Barrichello
Brasilien
Williams-Cosworth
1 Runde zurück
13.
Fernando Alonso
Spanien
Ferrari
2 Runden zurück
14.
Lucas Di Grassi
Brasilien
Virgin-Cosworth
3 Runden zurück
15.
Karun Chandhok
Indien
HRT-Cosworth
3 Runden zurück
16.
Bruno Senna
Brasilien
HRT-Cosworth
4 Runden zurück
17.
Jarno Trulli
Italien
Lotus-Cosworth
5 Runden zurück
Ausfälle: Glock (2. Runde/Kollision) - Kobayashi (8./?) - M. Schumacher (9./Radmutter) - Liuzzi (12./Gasannahme) - Petrow (32./?) - Kovalainen (46./Hydraulik).