«Bremsen wäre noch viel gefährlicher»

Sixday-Leader Franco Marvulli verrät in der ersten Nacht im Hallenstadion, warum Bremsen am Velo für die Bahn überflüssig sind und wieso er mit weichem Sattel fährt – alles im Video.

«Das ist nicht mein Velo, das ist meine Freundin für die nächsten vier Tage.» Franco Marvulli und seine intime Beziehung zu seinem Bahnvelo. (Video: Sebastian Rieder)

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Franco Marvulli hat dem Druck der ersten Nacht standgehalten. Nach einem Rückschlag im ersten Madison gewann er mit seinem belgischen Partner Iljo Keisse anschliessend die grosse Verfolgung und führt nun am Zürcher Sixday-Nights in der Gesamtwertung nach Punkten. «Alle erwarten, dass ich hier gewinne. Ich bin sehr nervös», sagte der 32-jährige Zürcher noch vor dem Start zu seinem Heimrennen.

Überschattet wurde der Sixday-Auftakt im Hallenstadion von einem Sturz bei den Amateuren. Der US-Amerikaner Chandler Knop touchierte seinen Partner und kam in der Kurve zu Fall. Der Verdacht auf Hirnerschütterung und Schlüsselbeinbruch hat sich nun bestätigt. Für Marvulli gehören die Stürze leider zum Spektakel dazu. «Aber ich gehe auch nicht mehr jedes Risiko ein wie früher. Das Wichtigste ist, an einem Rennen gesund ins Ziel zu kommen», sagt Marvulli während er für Tagesanzeiger.ch/Newsnet sein Velo vorstellt.

Ärztliches Startverbot

Den Sieg stellte Marvulli am Mittwoch im zweiten Madison im Schlussspurt gegen Silvan Dillier sicher. Obwohl der Aargauer auf seinen Partner Claudio Imhof verzichten musste, überzeugte er gegen Marvulli mit heftiger Gegenwehr. Der Thurgauer Imhof hatte wegen einer Erkrankung ein ärztliches Startverbot erhalten. Mit dem Ex-Juniorenweltmeister Glenn O'Shea (Au) erhielt Dillier einen gleichwertigen Partner zugeteilt. Dillier/O'Shea wiesen nach der ersten grossen Madison ebenso wenig eine Verlustrunde auf wie Danilo Hondo/Robert Bartko (De), die Vorjahressieger und erklärten Favoriten dieser Sixday-Nights.

Die erste Madison des Abends war die Beute des belgischen Paares Tim Merten und Kenny de Ketele geworden. Sie zogen mit einem Angriff kurz vor Schluss dieser Jagd Nutzen aus der Fehde zwischen Marvulli/Keisse und Hondo/Bartko und gewannen mit einer Runde Vorsprung. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

(Erstellt: 01.12.2011, 12:02 Uhr)

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