Courier nimmt seinen Riesen auf den Arm
Von Sebastian Rieder, Fribourg. Aktualisiert am 10.02.2012
Davis Cup Achtelfinal
Schweiz - USA (in Freiburg, Halle, Sand). Freitag, 13.00 Uhr: Stanislas Wawrinka - Mardy Fish, gefolgt von Roger Federer - John Isner. - Samstag, 14.30 Uhr: Federer/Wawrinka - Mike Bryan/Ryan Harrison. - Sonntag, 12.00 Uhr: Federer - Fish, gefolgt von Isner - Wawrinka. - Die nominierten Teams. Schweiz: Roger Federer (ATP 3), Stanislas Wawrinka (28), Marco Chiudinelli (190), Michael Lammer (251). - Captain: Severin Lüthi. - USA: Mardy Fish (ATP 8), John Isner (17), Ryan Harrison (95), Mike Bryan (Doppel ATP 1). - Captain: Jim Courier.
Bildstrecke
Dossiers
Artikel zum Thema
- Couriers Gedanken zu McEnroes Scheidung
- Federer von Shaqiris Abgang überrumpelt
- Wie Wawrinkas Tochter zum Schläger greift
- Federer wehrt sich
- Röstigraben zwischen Federer und Wawrinka?
- «Ich werde gelobt, ohne einen Ball zu spielen»
Stichworte
Korrektur-Hinweis
Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.
Roger Federer bekommt es am Freitag, nach der Auftaktpartie zwischen Stanislas Wawrinka und Mardy Fish, mit John Isner zu tun. Für Federer gehört der 26-jährige US-Amerikaner zu den besten Aufschlägern der Welt: «Was den Service betrifft, ist John sicher unter den Top vier oder fünf», so Federer, der gegen Isner zwar noch nie verloren hat, aber auch schon ins Tie-Break musste. «Wenn ich hier in Freiburg gegen Roger eine Chance haben will, muss ich die Ballwechsel kurz halten. Das geht nur über einen starken ersten Aufschlag, aber auch beim zweiten muss ich riskieren», so Isner.
Der 2,06-Meter-Riese weist im offenen Spiel erhebliche Mängel auf. Deshalb sucht er jeweils nach dem Service gleich den Punkt. Noch bescheidener ist seine Bilanz bei den Rückschlägen. Nur gerade ein Viertel aller Aufschläge bringt er zurück. Und sollte der Ball tatsächlich ins Feld springen, stehen seine Erfolgsaussichten bei zwölf Prozent. Zum Vergleich: Gelingt Federer der Rückschlag, macht er laut der Statistik der ATP zu über 40 Prozent den Punkt.
Kopfschütteln bei Jim Courier
Magerkost sind auch die verbalen Returns an den Pressekonferenzen. Schon während des ersten öffentlichen Auftritts am Dienstag sagte Isner zum Spiel gegen die Schweiz: «Ich bin sehr aufgeregt.» Und machte dabei ein Gesicht, als würde er gleich zu Bett gehen. Nebenan schüttelte Team-Captain Jim Courier den Kopf und munterte seinen Schützling auf, mehr Emotionen zu zeigen. Die Szene löste dann bei der gesamten US-Equipe kindliche Freude aus.
Zwei Tage später musste Isner nach der Auslosung wieder vor den Medien Stellung nehmen, und gab sich dabei etwas erfrischender: «Ich werde gegen Roger alles geben. Ich werde alles aus mir herausholen.» Den letzten Satz wiederholte er gleich nochmals und brachte seine Teamkollegen erneut zum Lachen. Courier schüttelte wieder den Kopf und sagte nach kurzer Bedenkzeit: «Kann jemand noch eine Frage stellen, damit er sich verbessern kann?» Isner legte seinen Kopf beschämt auf den Tisch, worauf ihn Teamleader Mardy Fish aus Spass fragte: «Wie gross bist du?» Eine US-Journalistin stellte tatsächlich noch eine seriöse Frage, die Isner souverän beantworten konnte, was Courier mit einem zufriedenen Kopfnicken bestätigte. (siehe Video) (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 09.02.2012, 17:08 Uhr
Kommentar schreiben
Verbleibende Anzahl Zeichen:


Bitte warten