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«Das war ein peinlicher Moment»

Federer gibt zu, dass er den Zwist zwischen Agassi und Sampras in Indian Wells als unangenehm empfand.

Schämte sich fremd: Federer fand den verbalen Schlagabtausch zwischen Agassi und Sampras an den Indian Wells peinlich.

Nachdem Roger Federer in der Nacht auf Montag mit einem 6:3, 6:7 (5:7), 6:1 über den Rumänen Victor Hanescu im kalifornischen Indian Wells die Sechzehntelfinals erreicht hatte, stand vor allem ein Thema im Vordergrund: Wie er das Intermezzo zwischen Pete Sampras und Andre Agassi in ihrem Schaukampf zugunsten der Opfer von Haiti erlebt hatte. «Es war definitiv ein peinlicher und erhitzter Moment», sagte er. «Es ist unglücklich, aber solche Dinge geschehen. Und es ist schade, dass dies nachher im Zentrum steht.»

Streithähne auf dem Tennisplatz

Was war geschehen? Sampras/Federer spielten am Freitag gegen Agassi/Nadal, alle mit Funkmikrofonen ausgerüstet, die ihre Worte über die Lautsprecher an die 16'000 Zuschauer weitergaben. Alles begann harmlos. Als Sampras kurz die Faust ballte, stichelte Agassi: «Du musst es immer ernst nehmen, Pete.» Dieser antwortete, dann sei er halt mal lustig und imitiere nun ihn, Agassi. Worauf Sampras zum Gaudi der Fans Agassis Watschelgang nachahmte.

Darauf stülpte Agassi seine leeren Hosentaschen nach aussen und sagte, jetzt imitiere er Sampras. Und: «Ich habe kein Geld.» Agassi hatte bereits in seiner Autobiografie Sampras angegriffen und ihn als Geizhals bezeichnet, der nur minimalste Trinkgelder gebe. Der verbale Schlagabtausch ging weiter, der Spass war nun vorbei. Der 38-jährige Sampras zielte darauf seinen nächsten Aufschlag auf seinen ein Jahr älteren Langzeitrivalen – und hätte ihn beinahe getroffen. Zu einer Pressekonferenz kam es danach nicht. Rafael Nadal vermied jeglichen Kommentar mit dem Hinweis, die beiden hätten zu schnell gesprochen, er habe nichts verstanden. Federer verniedlichte am Sonntag die Szene nicht. Er hatte sie noch auf dem Platz zu entschärfen versucht mit dem Spruch, diese Rivalität sei wirklich intensiv. Er habe sich nicht wohlgefühlt, sagte er, «wahrscheinlich wäre es besser gewesen, wir hätten ohne Mikrofone gespielt».

«Bin da, um zu gewinnen»

Mit seinem ersten Einzel seit dem Australian-Open-Sieg war Federer zufrieden, obwohl er gegen Hanescu (ATP 43) «auch in zwei Sätzen hätte gewinnen können. Es ist mir aber noch nicht gelungen, in den Schlüsselmomenten stark zu servieren.» Er fühle sich wieder hundertprozentig fit, auf dieser Leistung lasse sich aufbauen. «Ich bin jedenfalls gekommen, um zu gewinnen.»

Sein zweiter Gegner ist heute Dienstag der 24-jährige Marcos Baghdatis (ATP 33) aus Limassol (Zypern), der dieses Jahr in Sydney gewann, schon seinen achten Wettkampf bestreitet und gegen Arnaud Clément bereits seinen 16. Saisonsieg errang. Federer: «Ich spiele gerne gegen Marcos. Er ist ein guter Typ. Wir haben es immer lustig miteinander, und ich bin froh, dass er wieder gut spielt.» Der Weltranglistenerste hat gegen den Zyprioten bisher alle sechs Duelle gewonnen, das wichtigste im Endspiel des Australian Open 2006. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 16.03.2010, 09:33 Uhr

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3 Kommentare

Enrico Mazzi

17.03.2010, 13:58 Uhr
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@ alfredo: ist das Ihnen noch nie passiert, dass sie verlegen gelächelt haben, weil sie peinlich berührt waren? Das ist normal und das tut man, um die Peinlichkeit zu überspielen... Antworten


alfredo potthoff

16.03.2010, 14:44 Uhr
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Ach, auch Roger Federer, ansonsten immer bestens rüberkommend in den Medien, ist nicht gefeit vor Schummeln und Verdrehen. "Es sei ihm peinlich gewesen" meinte er nachträglich, dabei sieht man im Video deutlich Roger lacht beim dämlichen Wortwechsel Agassi-Sampras und ist keineswegs "peinlich berührt" wie er danach meinte.. Antworten


Ronald Lack

16.03.2010, 13:28 Uhr
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Auch der Andre wird langsam zum OPA darum muss er auf sich aufmerksam machen. Sampras hat das nicht nötig er war und ist ein Champion wie Roger Federer. Es könnten noch viele von diesen Beiden lernen. Antworten



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