Der Sandkönig lässt die Muskeln wieder spielen

Mit seinem grossen Triumph in Monte Carlo hat Rafael Nadal bewiesen, dass er nach einer Krise sowohl physisch wie auch psychisch für die Sandsaison bestens gerüstet ist.

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Der Spanier schaffte am Sonntag im Endspiel des Master-Turniers von Monte Carlo das Kunststück, Novak Djokovic in nur 79 Minuten vom Platz zu fegen. Damit beendete der Spanier eine Serie von sieben Niederlagen gegen den Weltranglistenersten. «Es war sehr wichtig für mich, dass ich die Niederlagenserie brechen konnte», sagte Nadal nach dem Spiel. Mit diesem Sieg bleibt der Spanier seit 42 Partien in Monaco ungeschlagen und geht in der Rangliste der Spieler mit den meisten Masters-Turniersiegen mit 20 Titeln in Führung. Roger Federer liegt mit 19 Titeln auf dem zweiten Platz.

Djokovic ein Schatten seiner selbst

Djokovic schien während der ganzen Partie chancenlos und wirkte kraftlos, mental wie auch physisch. Der Serbe erklärte nach dem Spiel: «Ich spielte schlecht, war gar nicht richtig dabei und hatte keine emotionale Energie mehr.» Djokovic hatte am Donnerstag erfahren, dass sein Grossvater in seiner Heimat gestorben sei, zudem verpasste er am Samstag die Beerdigung. Auf die Frage eines Reporters an der Pressekonferenz, ob er gegen den echten Djokovic oder einen Schatten seiner selbst gespielt habe, antwortete Nadal mit einem Schulterzucken: «In anderen Endspielen gegen ihn war ich dafür nicht voll auf der Höhe.»

Stellung als Sandkönig bestätigt

Nadal konnte mit diesem Sieg den zuletzt schrumpfenden Vorsprung im Ranking auf den drittplatzierten Federer wieder etwas ausbauen. Dabei war der Spanier mit Kniebeschwerden und wenig Spielpraxis ins erste grosse Sandplatzturnier der Saison gestartet. «Ich hatte keine Chance, auf dem Platz zu arbeiten, weil ich mein Knie nicht belasten konnte. Das macht mir ein wenig Angst», sagte Nadal im Vorfeld. Der Mallorquiner, der rund 45 Prozent seiner ATP-Punkte auf Sand holt, hat seine Stellung als Sandkönig aber ein weiteres Mal bestätigt. Viel Zeit zum Feiern hat er aber nicht, bereits am Mittwoch steht er voraussichtlich wieder in Barcelona auf dem Sandplatz.

(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

(Erstellt: 23.04.2012, 15:00 Uhr)

ATP-Rangliste

1. (1.) Novak Djokovic (Ser) 13'270 (12'670). 2. (2.) Rafael Nadal (Sp) 9715 (9215). 3. (3.) Roger Federer (Sz) 8880 (8880). 4. (4.) Andy Murray (Gb) 7860 (7680). 5. (5.) Jo-Wilfried Tsonga (Fr) 4830. 6. (6.) David Ferrer (Sp) 4160. 7. (7.) Tomas Berdych (Tsch) 4080. 8. (8.) Janko Tipsarevic (Ser) 2820. 9. (10.) Mardy Fish (USA) 2725. 10. (11.) Juan Martin Del Potro (Arg) 2700.11. (9.) John Isner (USA) 2620. 12. (15.) Gilles Simon (Fr) 2320. 13. (12.) Nicolas Almagro (Sp) 2175. 14. (13.) Gaël Monfils (Fr) 2075. 15. (14.) Juan Monaco (Arg) 2015. 16. (16.) Feliciano Lopez (Sp) 1855. 17. (17.) Kei Nishikori (Jap) 1670. 18. (18.) Richard Gasquet (Fr) 1595. 19. (21.) Alexander Dolgopolow (Ukr) 1565. 20. (19.) Fernando Verdasco (Sp) 1565.
Ferner die weiteren Schweizer: 22. (26.) Stanislas Wawrinka 1425. 146. (148.) Marco Chiudinelli 358. 260. (257.) Stéphane Bohli 176. 269. (278.) Michael Lammer 169.

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ATP Weltrangliste

RNameP
1.SRBNovak Djokovic11360
2.SUIRoger Federer9775
3.ESPRafael Nadal6835
4.SUIStan Wawrinka5370
5.JPNKei Nishikori5025
6.SCOAndy Murray4675
7.CZETomas Berdych4600
8.CANMilos Raonic4440
9.CROMarin Cilic4150
10.ESPDavid Ferrer4045
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Stand: 14.12.2014 21:38

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