Der Tennis-Aufstand wird vertagt
Von Von René Stauffer. Aktualisiert am 13.10.2011 2 Kommentare
Shanghai Masters
2. Runde:
Nadal (Sp/1) s. Garcia-Lopez (Sp) 6:3, 6:2.
Murray (Gb/2) s. Tursunow (Russ) w.o. (Handgelenk).
Ferrer (Sp/3) s. Raonic (Ka) 7:5, 7:6.
Nishikori (Jap) s. Tsonga (Fr/4) 6:7, 6:4, 6:4.
Berdych (Tsch/6) s. Stepanek 6:4, 6:3.
Dolgopolow (Ukr/12) s. Ramos (Sp) 5:7, 6:3, 6:2.
Giraldo (Kol) s. Melzer (Ö/14) 4:6, 6:4, 7:6 (7:5).
Ferrero (Sp) s. Verdasco (Sp/16) 4:6, 6:3, 6:2.
Ebden (Au) s. Harrison (USA) 6:4, 6:2.
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South African Airways ATP Weltrangliste
| R | Name | P | |
|---|---|---|---|
| 1. | ![]() | Novak Djokovic | 11800 |
| 2. | ![]() | Rafael Nadal | 10060 |
| 3. | ![]() | Roger Federer | 9790 |
| 4. | ![]() | Andy Murray | 7500 |
| 5. | ![]() | Jo-wilfried Tsonga | 4965 |
| 6. | ![]() | David Ferrer | 4640 |
| 7. | ![]() | Tomas Berdych | 4500 |
| 8. | ![]() | Janko Tipsarevic | 3010 |
| 9. | ![]() | Juan Martin Del Potro | 2910 |
| 10. | ![]() | Mardy Fish | 2625 |
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Das Masters-Turnier von Shanghai hatte Schatten vorausgeworfen. An einem Treffen würden die Spieler in China die Lage und das weitere Vorgehen besprechen, hatte Andy Murray im September gegenüber «BBC» angekündigt und dabei die Möglichkeit eines Streiks nicht ausgeschlossen. Eine Reihe von Dingen müsse geändert werden, unter anderem die Länge der Saison und die übertriebenen Anforderungen an die Spieler.
In Shanghai distanzierte sich der Schotte nun von seinen Aussagen. Er habe nie erwartet, dass diese so hohe Wellen werfen würde, beschwichtigte er. Ein Streik sei in weiter Ferne. «Weder ich noch irgendein Spieler, den ich kenne, möchten streiken.» Die Profis hätten sich in Shanghai auch nicht zu Gesprächen getroffen. Das Players Council – dessen Präsident, Roger Federer, in China genau wie Novak Djokovic fehlt – werde aber versuchen, vor Jahresende ein solches Meeting anzusetzen.
Roddick fordert mehr Geld
Rafael Nadal, der sich neben Murray in den vergangenen Wochen am stärksten über die Tour beklagt hatte, gab sich ausweichend. Vielleicht sei etwas im Tun, aber weil er nicht genau informiert sei, wolle er lieber nicht darüber sprechen, sagte der Spanier, der gestern siegreich ins Turnier startete. Wichtig sei, dass die Spieler einer Meinung seien, «damit wir genug Power haben». Vorerst gehe es darum, diese zu finden – was allerdings schwierig sein dürfte.
Offensiver äusserte sich Andy Roddick, der einmal mehr kritisierte, dass die Tennisspieler im Vergleich zu anderen Sportlern zu wenig an den Einnahmen beteiligt würden. Dabei führte er als Beispiel den Golfer Bill Haas an, der an einem einzigen Turnier 11,5 Millionen Dollar einnahm. Roddicks Kritik missfiel wiederum Murray, der befürchtet, die Spieler könnten als verwöhnt erscheinen, was falsch sei. Dem Schotten geht es mehr um sportliche Details – wie jenes, dass er auf seiner aktuellen Asientour innerhalb von drei Wochen mit drei verschiedenen Ballprodukten spielen muss. In Shanghai empfindet er die Bedingungen als viel schneller als zuletzt in Tokio (wo er Nadal schlug).
Murrays Stressprogramm
Ironischerweise hat sich Murray sein herbstliches Stressprogramm aber freiwillig zusammengestellt. Zumindest auf das Turnier in Bangkok, das er ebenfalls gewann, hätte er problemlos verzichten können. Sportlich ist der Weltranglistenvierte aber stark unterwegs, er hat 21 seiner letzten 22 Partien gewonnen und ist in Shanghai als Titelverteidiger am Start. Mit seinem Startgegner Stanislas Wawrinka, der gestern das Shanghai United Hospital besuchte, hat er noch eine Rechnung offen: Das letzte Duell verlor er am US Open 2010 überraschend.
Aus England wurde derweil bekannt, dass sich Nadal für 2012 erstmals vom Rasenturnier von Halle engagieren liess, angeblich für eine Startgarantie von einer Million Franken. Die Organisatoren reagieren damit offensichtlich auf die Tatsache, dass Roger Federer trotz «lebenslangem» Vertrag Halle dieses Jahr kurzfristig ausliess, sehr zum Ärger von Turnierdirektor Ralph Weber.
(Tages-Anzeiger)
Erstellt: 13.10.2011, 07:47 Uhr
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2 Kommentare
Alle diese Spieler spielen ja freiwillig - für sich persönlich und verdienen tun sie auch sehr gut.
Alle diese Vorwürfe sind kolosal unbegründet und zeigen auf wie geschädigt und selbteingenommen sie sind.
Hört auf und überlasst das Feld den Nachfolgern - so einfach ist das!
ewz
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