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«Er ist unheimlich schnell unterwegs»

Aktualisiert am 27.01.2013 3 Kommentare

Tennis-Legende Heinz Günthardt räumt dem Schotten Andy Murray im Final gegen Novak Djokovic reelle Chancen auf einen Sieg ein. Zudem sagt der Captain des FedCup-Teams, weshalb ihn Roger Federer überraschte.

Kämpft zum dritten Mal in einem Grand-Slam-Final gegen Djokovic: Andy Murray während des Matches gegen Roger Federer.

Kämpft zum dritten Mal in einem Grand-Slam-Final gegen Djokovic: Andy Murray während des Matches gegen Roger Federer.
Bild: Keystone

Langjähriger Spieler, Coach und TV-Kommentator: Heinz Günthardt. (Bild: Keystone )

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Federer – Murray in Bildern

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Der Schweizer Tennisstar zieht in fünf Sätzen und vier Stunden den Kürzeren

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Was den Final des Australian Opens betrifft, sieht derzeit die Mehrheit Novak Djokovic in der Favoritenrolle. Der Captain des FedCup-Teams, Heinz Günthardt, räumt jedoch Andy Murray gute Chancen ein, sofern er erneut so gut spiele. Gegenüber der «SonntagsZeitung» sagt er: «Seine Vorhand ist besser geworden, er ist unheimlich schnell unterwegs und in den Grundlinienduellen macht er kaum Fehler.» Allerdings habe Djokovic sich seit dem fünfstündigen Achtelfinal gegen Stanislas Wawrinka steigern können; gegen David Ferrer zeigte er im Halbfinal eine der besten Partien überhaupt, danach kam er zu zwei Ruhetagen.

Die beiden Europäer bekämpfen sich zum dritten Mal in einem Grand-Slam-Final; 2011 gewann in Melbourne Djokovic, am letzten US Open der Schotte. Es geht um die Rekordsiegerbörse von 2,43 Millionen Franken und eine Premiere: Der Weltranglistenerste wäre der dritte Profi, der vier Australian Open gewinnt (nach Federer, Agassi) – aber der erste, der den Hattrick schafft. Murray kann derweil der erste werden, der seine Grand-Slam-Titel 1 und 2 gleich hintereinander erringt.

«Etwas Vergleichbares noch nie erlebt»

Roger Federer schaffte es derweil, Heinz Günthardt mit dem Match gegen Andy Murray zu überraschen. Und dies obwohl Günthardt in vier Jahrzehnten als Spieler, Coach und TV-Kommentator schon viele Tennismatches erlebt hat. «Es war höchst erstaunlich für mich, wie er es schaffte, in den fünften Satz zu kommen, obwohl Murray in allen Bereichen einen Hauch besser gewesen war», sagt Günthardt gegenüber der «SonntagsZeitung». «Etwas Vergleichbares habe ich noch nie erlebt.»

Federer habe beim 4:6, 7:6, 3:6, 7:6, 2:6 weniger gut serviert und retourniert als der Schotte, auf der Rückhandseite sei er schlechter gewesen und auch mit der Vorhand nicht gleich gut. «Keine Statistik der Partie deutet darauf hin, dass Federer in einen fünften Satz kommen sollte. Am Ende hatte er 26 Punkte weniger gewonnen als Murray – für einen Fünfsätzer ist das ungewöhnlich viel.»

Dass Federer den Olympia- und US-Open-Sieger dennoch 4 Stunden auf dem Platz halten konnte, erinnere ihn an die Kunststücke des Entfesslungskünstlers Harry Houdini, so Günthardt. Der Rekord-Grand-Slam-Sieger habe einmal mehr gezeigt, welche Klasse und Champion-Qualitäten er besitze, das stimme ihn zuversichtlich.

«Federer kann sich eben optimal verkaufen»

«Wenn es am meisten zählt, spielt er sein bestes Tennis, wie am Ende des zweiten oder des vierten Satzes, als Murray zum Sieg aufschlug. Federer kann sich auch optimal verkaufen. Er hat noch immer ein Image, das die Gegner beeindruckt, ihnen Respekt abverlangt», so Günthardt gegenüber der Zeitung. Wie sonst sei es möglich gewesen, dass Murray in den Tiebreaks plötzlich so fehlerhaft gespielt habe?

Den Umkehrschluss, dass sich der 31-Jährige hauptsächlich noch dank solcher Qualitäten an der Spitze halten könnte, spielerisch aber nun von Murray überholt worden sei, lässt Günthardt indessen nicht zu. «Murray spielt nicht immer so gut, das hat man am Saisonfinale gesehen. Und Federer kann sich noch steigern. Dazu weiss keiner, was geschehen wäre, wenn es etwas wärmer gewesen wäre und er etwas besser retourniert hätte. Da machte er zu viele Fehler, und das war kapital.»

Federer habe aber auch demonstriert, wie gross seine Motivation noch ist. «Als Spieler merkst du, wenn du dauernd ausgespielt wirst, und er traf mit Murray auf eine Mauer. Andere geben in solchen Fällen irgendwann auf, er nicht. Es war beeindruckend, wie er sich dagegenstemmte mit allem, was er hatte.» (kpn)

Erstellt: 27.01.2013, 06:40 Uhr

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3 Kommentare

Hans Willi

27.01.2013, 09:28 Uhr
Melden 34 Empfehlung 7

Auf einen Nenner gebracht: Er ist und bleibt noch lange der Grösste. In allen Belangen. Und wir werden noch viele tolle Matches sehen. Antworten


roger göttschi

27.01.2013, 08:50 Uhr
Melden 28 Empfehlung 7

HG hat 100% Recht, RF ist noch immer ein Tenniskönig, er ist fähig immer mind. unter die besten 4 an einem grand slam Turnier zu kommen. Hätten andere Sportler nur ein wenig mehr vom Roger-Gen - wir müssten nicht solch schwache Skiresultate über uns ergehen lassen von den CH-Ski"stars"! Aber auch die Kampfkraft eines Stan ist sehr beiendruckend - auch dieses fehlt anderen Sporlern zu oft, leider! Antworten



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