Federer: «Jetzt ist Djokovic der Favorit»

Roger Federer attestiert seinem Halbfinal-Bezwinger Andy Murray eine grosse Leistung, würde im Final aber nicht auf ihn setzen.

«Andy war einfach ein kleines bisschen besser als ich»: Roger Federer auf der Pressekonferenz nach seinem Ausscheiden.

«Andy war einfach ein kleines bisschen besser als ich»: Roger Federer auf der Pressekonferenz nach seinem Ausscheiden. Bild: Keystone

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Nachdem er wie in den beiden vorangehenden Jahren das Endspiel des Australian Open verpasst hatte, trat Roger Federer spät in der Nacht noch einmal vor die Presse. «Ich habe während dieses Turniers ziemlich gut gespielt und bin entsprechend zufrieden. Dass ich in fünf Sätzen ausgeschieden bin, enttäuscht mich aber natürlich. Es ist ausserdem nicht das erste Mal, dass mir das passiert», erklärte der Weltranglistenzweite.

«Andy war einfach ein kleines bisschen besser als ich. Im fünften Satz servierte er von Beginn an sehr gut und war aggressiver als ich. Das war natürlich nicht das, worauf ich gehofft hatte», so Federer weiter. Beide Spieler hätten im Lauf des Matchs zum Teil besser spielen können. «Es ist wie beim Schach draussen auf dem Platz.»

Dass ihm noch der Viertelfinal-Marathon gegen Jo-Wilfried Tsonga in den Knochen steckte, wollte Federer nicht als Ausrede anführen: «Ich habe diese Partie vielleicht noch ein wenig gespürt, aber das bedeutet nicht, dass ich deswegen verloren habe. Trotzdem hätte ich mir natürlich gewünscht, so frisch wie Andy in unsere Partie zu gehen.»

Im Final vom kommenden Sonntag ist Murray gegen Novak Djokovic in Federers Augen trotz seiner starken Halbfinalleistung nur Aussenseiter: «Novak geht als Favorit in die Partie, auch wenn ihn Andy am US Open bezwingen konnte.» Der Extra-Ruhetag sei ein Vorteil für Djokovic. Der Serbe habe sich ausserdem fast ohne Kräfteverschleiss gegen David Ferrer für den grossen Showdown um den ersten Major-Pokal des Jahres qualifiziert. Im dramatischen Achtelfinal gegen Stanislas Wawrinka habe Djokovic einmal mehr unter Beweis gestellt, dass er es ausgezeichnet verstehe, sich aus fast aussichtslosen Situationen zu befreien.

(ak)

(Erstellt: 25.01.2013, 15:19 Uhr)

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