Federer nach seinem Zauberschlag: «Ich liebe New York»
Von Florian A. Lehmann. Aktualisiert am 31.08.2010
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Beim Stande von 6:1, 5:3 im Erstrunden-Auftakt gegen den Argentinier Brian Dabul erlief sich der Schweizer nach einem längeren Ballwechsel einen Lob des Gegners und spielte den Ball im horrenden Tempo zwischen den Beinen – als Winner notabene.
Das Publikum stand auf und gab eine Standing Ovation. Federer selbst schmunzelte, während der Widersacher aus Südamerika nur den Kopf schüttelte. Auch in der Federer Entourage war man entzückt über den Zauberschlag: Gattin und Mutter Mirka applaudierte, der neue Coach Paul Annacone konnte sich ebenfalls ein Schmunzeln nicht verkneifen. Ein ähnlicher Ball war dem Baselbieter vor einem Jahr an gleicher Stätte gegen den Serben Novak Djokovic gelungen.
Die Erklärungen des Champions
An der Medienkonferenz musste Federer den Schlag ausführlich erklären. Der Schweizer wurde gefragt, welcher Schlag der bessere gewesen sei: Derjenige gegen Djokovic oder der aktuelle gegen Dabul? «Was glauben Sie?», fragte die Nummer 2 der Welt zurück. «Ich muss das selber noch einmal vergleichen. Aber der Gewinnschlag gegen Djokovic war sicher wichtiger, weil es sich um einen Halbfinal handelte. Aber von der Ausgangslage her war diese Situation heute schwieriger zu meistern, weil der Lobball länger war.» Der Baselbieter machte aber klar, dass er diesen Schlag nicht speziell trainiere.
Federer selbst konnte es auf dem Platz nicht glauben, dass er mit dem Rücken zum Gegner diesen Ball noch zu einem Winner umwandeln konnte. «Es war wieder unglaublich.» Dass der Ball schliesslich zu einem Punkt führte, hatte er sofort an der Reaktion des Publikums gewusst. «Die Zuschauer gaben die Antwort.»
Der Schweizer zeigte sich mit dem Einstand am diesjährigen US Open natürlich zufrieden. Er bestätigte, dass er sich in New York wohlfühle. «Ich liebe es hier, ich hatte nie einen schlechten Start.» Präsentiert sich Federer weiterhin in dieser Verfassung, so zählt er zu den ganz grossen Favoriten für den Triumph im «Big Apple».
(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 31.08.2010, 07:58 Uhr

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