Martina Hingis spricht erstmals nach dem Dopingfall
Von René Stauffer, Schindellegi. Aktualisiert am 28.05.2009 44 Kommentare
Kann wieder lachen: Martina Hingis am Dienstag bei einer Party im Baur au Lac. (Bild: Thomas Burla)
Fliegen, auch ohne Kokain
Martina Hingis, die fünffache Grand-Slam-Siegerin, parkiert ihren Sportwagen in Schindellegi, vor dem Haus ihrer Mutter Melanie Molitor und deren Lebenspartner Mario Widmer. Sie kommt aus dem nahen Hurden SZ, wo sie auf dem Seedamm wohnt. Am Morgen war sie reiten, am Abend wird sie in den Zirkus gehen, mit ihrem Freund Andreas Bieri.
Der 38-jährige Jurist spielt für GC Interclub und gehört zu den besten 300 Tennisspielern der Schweiz. Hingis verheimlicht nicht, dass es Widmer ist, der im Dopingfall für sie die Regie führt. Er ist beim Interview dabei, hält sich dezent im Hintergrund. «Im Interviewgeben habe ich keine Übung mehr», sagt sie. Zuerst hat sie tatsächlich etwas Mühe, ihre Gefühle und Gedanken in Worte zu fassen. Sie wird aber immer lockerer, ihre Aussagen werden prägnanter. Man merkt schnell, dass der Dopingfall und die Sperre eine Zäsur in ihrem Leben bedeuten. Sie haben bei ihr Gefühle der Verständnislosigkeit und Ohnmacht hinterlassen.
Wie Widmer ist sie überzeugt davon, dass sie vor dem vom Internationalen Tennisverband bezahlten Gericht schlicht keine Chance hatte. All die – teilweise groben – Verfahrensmängel, die sie geltend machen konnte, wurden vom Tisch gewischt. «Ihre Verteidigung ist einfach nicht akzeptiert worden, fertig», sagt Widmer. «Dabei hätte jedes normale Gericht diese Argumente akzeptiert.» Die gefundenen Spuren des Metaboliten waren zudem derart gering (42 ng/ml), dass es gemäss dem amerikanischen Professor Bruce Goldenberger nie hätte reichen dürfen, um jemanden des Kokainmissbrauchs zu verurteilen. Im Verlauf des Interviews – ihrem ersten grösseren seit Bekanntwerden des Dopingfalls – ist aber auch zu spüren, dass die Wunden am Vernarben sind.
Martina Hingis spricht oft in der Vergangenheitsform, als ob alles hinter ihr läge, obwohl die Sperre erst am 1. Oktober abläuft. Immer wieder bricht auch ihre ungebrochene Lebensfreude durch. Einmal sagt sie: «Ich brauche doch kein Kokain, um zu fliegen.»
Martina Hingis, seit Sie am 1. November 2007 bekannt gaben, Ihnen werde eine auf Kokain positive Dopingprobe zugeschrieben, seien aber unschuldig, haben Sie sich aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Warum geben Sie nun dieses Interview?
Ich hatte Mühe, alles zu akzeptieren, zweifelte an der Gerechtigkeit und wollte Distanz gewinnen. Inzwischen sind über eineinhalb Jahre vergangen, und es dauert nur noch vier Monate, dann eröffnet sich für mich wieder ein neues Kapitel.
Am 1. Oktober läuft Ihre zweijährige Sperre ab. Was bedeutet Ihnen dieses Datum?
Ich werde meinen 29. Geburtstag am 30. September intensiver feiern als üblich, ein, zwei Gläschen mehr trinken. Dann bin ich wieder eine freie Person. Ich werde mich freier bewegen können, darf wieder an Reit- oder Tennisturniere, nach Roland Garros oder Wimbledon. Dann wird meine Würde wieder ein wenig hergestellt.
Konnten Sie Ihre Kontakte zur Tenniswelt behalten?
Die werden einem genommen, wenn man nicht an Turniere reisen darf. Die anderen kommen ja nicht in die Schweiz. In den USA habe ich einmal Monica (Seles) angerufen, aber sie war nicht da. Mit Anna (Kurnikowa) habe ich manchmal Kontakt. Einmal traf ich in Belgien Justine Henin.
Es hiess, das Schlimmste an der Sperre sei für Sie gewesen, dass Sie auch nicht wettkampfmässig reiten durften. War das so?
Nein. Das Schlimmste war, dass ich mein Hobby nicht ausüben durfte. Dass ich nicht nach Wimbledon oder ans US Open durfte, wo ich wie alle früheren Champions eingeladen war – weil die ITF (Internationaler Tennisverband) kam und sagte, ich dürfe während des Turniers das Stadion nicht betreten. Dabei habe ich dem Tennis so viel gegeben. Immer wieder kommen Leute auf mich zu und sagen: ‹Superkarriere›. Und nun soll das alles keine Rolle mehr spielen, soll ich kein früherer Champion mehr sein? Das hat mich getroffen, daran hatte ich zu beissen.
Sie fühlten sich verstossen?
Vieles von meinen Beziehungen zu den Sponsoren und Ausrüstern wurde mir genommen. Dabei hatte ich immer Superbeziehungen. Bei Yonex war ich 15 Jahre. Ich darf nicht mehr kommentieren, nicht coachen, habe eigentlich ein Berufsverbot.
Sie wurden auch zum Objekt von Hohn und bösen Karikaturen. Schmerzte Sie das?
Ich habe einige Sachen gesehen und dabei gelacht. Über andere lacht man ja auch. Man kann ja nicht nur heulen, wenn man die Zeitung liest. Natürlich gab es auch dumme Sprüche, aber da stehe ich drüber.
Wir reagierten die Leute?
Alle, mit denen ich länger spreche, kommen früher oder später auf dieses Thema. Dabei haben die meisten, die meine Karriere verfolgt haben, ein gutes Bild von mir. Speziell in den USA, wo ich viel Zeit verbracht habe – vor allem in Saddlebrook, meinem Feriendomizil. Dort steht meine Leistung im Vordergrund. Das Schöne dort ist: Wenn man in der Hierarchie einmal oben war, bleibt man fast für immer eine Legende. Dabei leben wir in einer schnelllebigen Zeit, was einem manchmal zugute kommt. Auf der Strasse hörte ich oft Fragen wie: Warum spielst du nicht mehr?
Zeigten Leute manchmal mit dem Finger auf Sie?
Um das zu verhindern, habe ich mich zurückgezogen. Ich habe mein Leben gelebt, mit meinen Pferden, meinem Umfeld. Oder war im Ausland, wo alles nicht so wahrgenommen wurde. Diese Ausgrenzung war schon nicht einfach. Auch nicht für die Mutter und Mario Widmer. Wenn einer mich anschaut, als ob ich drogenabhängig sei . . . Dabei gehörte das Wort Kokain vorher gar nicht zu meinem Wortschatz.
Wie werden Ihre Unschuldsbeteuerungen aufgenommen?
Ich weiss, dass viele dachten, ich hätte es probiert. Aber dann hätte ich es doch nicht in Wimbledon getan! So dumm muss man erst noch sein. In einer ersten Runde, die ich fast verloren hätte, gegen eine Spielerin namens Cavaday! Für viele war es einfach ein Dopingfall. Ohne zu berücksichtigen, wie gering die gefundene Substanz war, und dass Kokain von den Dopingregeln her ausserhalb des Wettkampfs sogar erlaubt ist. Spuren von Kokain finden sich überall, die kann man überall auflesen. Aber dass man mich so abstempelte, das wollte ich nicht. Deshalb machte ich auch einen Haartest. Mein Tennis war nie auf so etwas aufgebaut. Ich hatte nie Angst in meinem Leben, auf dem Platz zu stehen. Ich kenne auch die Wirkung nicht.
Ins Protokoll der fraglichen Dopingprobe schrieben Sie noch eine Bemerkung.
«Alles ist gut.» Ich habe im Leben 80 bis 100 Dopingtests gemacht und nie ein Problem gehabt. Ich setze doch nicht meine Karriere aufs Spiel, um noch einmal Wimbledon zu spielen. Als ob ich das nötig hätte! Dabei hätte ich nie ein Problem, es zuzugeben: Ich habe halt Kokain genommen, ich wollte mal wissen, wie das ist. Aber dann mache ich das doch nicht in Wimbledon.
Haben Sie es je bereut, das Urteil ohne Rekurs akzeptiert zu haben?
Wir haben damals ausführlich diskutiert, ob das was bringt oder nicht. Aber ich wollte nicht von Gericht zu Gericht. Am Beispiel von Marion Jones sieht man, dass man darob Bankrott machen kann. Und bei ihr dauerte es fünf Jahre, bis alles vorbei war. Das wollte ich mir nicht antun.
Überraschte Sie die Härte der Sperre?
Ich hätte nie gedacht, dass ich zwei Jahre erhalte. Ich dachte: zwei, drei Monate, dann ist der Fall gegessen. Zwei Jahre für Kokain, das gab es vorher und nachher nie.
Wie erklären Sie sich diese Härte?
Das ist der Hingis-Bonus, der negativ ist. Wie viel haben Novacek und Wilander erhalten? Drei Monate. Und wieso war es bei mir anders?
Vielleicht wollte man ein Exempel statuieren, dass man im Tennis kompromisslos gegen Doping vorgeht, auch gegen grosse Fische.
Irgendjemanden hat es wohl einfach gebraucht, und dieses Opfer war ich.
Denken Sie manchmal: Wenn ich gewusst hätte, wie mein Comeback endet, hätte ich verzichtet, dann würde mein Name in der Tennisgeschichte einst besser dastehen?
Das dürfte davon abhängen, wie sich alles entwickelt, ab Oktober. Ich werfe mir einzig vor, dass ich damals nicht hundertprozentig vorbereitet nach Wimbledon ging. Ich wollte halt unbedingt spielen. Ich war verletzt, hatte erst zwei Wochen Tennis gespielt. Ich hätte es sein lassen sollen.
Während Ihres Comebacks wirkten Sie nie restlos zufrieden. Wie schauen Sie jetzt auf diese Phase zurück?
Bis und mit Tokio (Februar 2007) lief es super, danach nicht mehr so toll. In Tokio hatte ich stark gespielt, im Final Ivanovic geschlagen und das Turnier gewonnen. Das war ein Höhepunkt. Da dachte ich wohl, es geht jetzt so weiter. Zudem hatte ich eine Beziehung, für die ich Kompromisse einging (mit dem Tennisprofi Radek Stepanek, mit dem sie verlobt war). Ich entschied mich, ihm zu helfen, weil er verletzt war und es mir gut ging.
Sind Sie froh, es nochmals versucht zu haben?
Es brauchte schon Mut. Aber ich wollte das alles nochmals erleben, die Galadiners, die Fotoshootings, die Turniere, zuoberst auf dem Treppchen stehen. Und das tat ich, ich gewann drei Turniere. Ich genoss es, es war wie ein Bonus. Die meisten hatten nicht gedacht, dass ich noch einmal so weit nach vorne kommen würde, mit meiner Grösse und Kraft. Mein Comeback war nicht schlecht. Darauf kann ich stolz sein.
Hätten Sie ohne Dopingfall weitergespielt?
Das glaube ich weniger. Ich hätte sicher eine Auszeit genommen. Ich wusste damals auch nicht, wie sich unsere Beziehung entwickelt. Wenn es schlecht läuft, denkt man mehr ans Aufhören. Und ich habe ja damals einige Male in der ersten oder zweiten Runde verloren. Da fragt man sich schon: Ist es das noch wert? Aber immerhin konnte ich es nochmals fast zwei Jahre durchhalten. Und es waren zwei sehr schöne Jahre.
Es kursieren Gerüchte von einem erneuten Comeback. Was ist daran wahr?
Viele fragen mich, wann ich wieder spiele. Aber der Aufwand ist mir zu gross, um wieder an die Spitze zu kommen. Ich glaube nicht, dass ich den Willen und die Kraft dazu noch hätte, diese Leistungen erneut zu bringen. Woche für Woche, wie früher. An guten Tagen spiele ich zwar okay. Aber an schlechten denke ich: Jesses Gott . . . Ich habe hier ein schönes Leben, habe ein Haus, einen Freund, meine Pferde. Wenn auch noch das Wetter mitspielt, ist es wunderschön. Von Turnier zu Turnier stressen, das habe ich nicht mehr im Sinn. Aber noch ein paar Exhibitions bestreiten, das reizt mich schon.
Sie gehören weiterhin zum Doping-Testprogramm von Swiss Olympic. Warum?
Ich entschied mich, im System zu bleiben, falls ich wieder zurückkommen wollte. Auch wegen der Schaukämpfe. Sie hätten mich die ganzen zwei Jahre testen können, taten es aber nicht. Ich musste immer angeben, wo ich war, manchmal kam ich mir wie eine Verbrecherin vor.
Sie bestritten während der Sperre Schaukämpfe in Liverpool, Boston, Kalifornien, Deutschland. War das nicht problematisch?
Ich hatte viel mehr Angebote, aber ich wollte niemanden provozieren. Die meisten Auftritte waren für einen guten Zweck.
Wie intensiv spielen Sie heute noch Tennis?
Im ersten halben Jahr habe ich nicht viel gespielt, nun etwas mehr. Ich spiele noch immer gerne. Kürzlich hatte ich eine 15-jährige Deutsche namens Daria Gajos eingeladen, um einige Tage hier zu trainieren. Ich hatte sie im Januar in Berlin kennen gelernt, als sie die Berlin-Brandenburger Meisterschaften gewann. Solche Sachen will ich vermehrt machen.
Haben Sie wieder einmal mit Patty Schnyder trainiert, die in Ihrer Gegend wohnt?
Nein. Sie hat mich nie gefragt, und ich rufe sie bestimmt nicht an und sage: Ich wäre dann bereit. Ich profitiere davon, dass meine Mutter starke Juniorinnen trainiert, wie Belinda (Bencic) oder Talissa (Kucera), die zu den Besten ihres Alters gehören. Deshalb habe ich immer gute Trainingspartner.
War es Ihnen nie langweilig? Oder gibt es Dinge, die Sie entdeckt haben?
Ich nehme Motorboot-Fahrstunden, damit ich endlich mein Boot ausfahren kann. Manchmal musste ich mir schon etwas suchen. Eine Weile lang habe ich fünf, sechs Pferde am Tag geritten, damit war ich beschäftigt.
Wie steht es um Ihre Ambitionen im Reiten? Wollen Sie wieder Wettkämpfe bestreiten?
Vielleicht. Mal schauen, wie es läuft. Momentan habe ich zwei Pferde in Rüschlikon und zwei in Basel. Aber wenn man international reiten will, wird es sofort sehr teuer. Dazu braucht man auch ein gewisses Können.
Sie sagen, Sie seien privat glücklich. Haben Sie konkrete Pläne: Hochzeit, Kind?
Mein Privatleben ist stabil, ich habe einen guten Freund, bin zufrieden. Aber das ist noch zu jung, um grössere Pläne zu schmieden.
Wie stellen Sie sich Ihre Zukunft vor?
Ich lasse sie auf mich zukommen und schaue, was sich ergibt. Ich habe auch immer wieder Anfragen zum Spielen oder Coachen. Aber bisher konnte ich ja nicht mitreisen.
Coach Martina Hingis?
Nein, eher Berater.
Sie wollen nicht, wie einst Ihre Mutter, als Trainerin an Turniere reisen?
Nein, da würde ich lieber selber spielen. Manchmal denke ich, das Gescheiteste wäre, selber eine Familie zu gründen und mit dem eigenen Kind etwas zu unternehmen. Da hat man die grösste Kontrolle.
Sehen Sie Ihre Mutter oft?
Einmal pro Woche versuchen wir gemeinsam auszureiten, sie hat ja auch ein eigenes Pferd. Dazu treffen wir uns oft auf dem Tennisplatz.
Ihr Leben wäre eine ideale Vorlage für ein Buch. Gibt es Pläne?
Oft denke ich, irgendwann schreibe ich mit Mario ein Buch. Aber es ist noch zu früh und auch zu kompliziert. Aber immer, wenn ich Wutanfälle habe, schreibe ich etwas auf, um es nicht zu vergessen. (Tages-Anzeiger)
Erstellt: 28.05.2009, 13:50 Uhr
44 KOMMENTARE
Herzlichen Dank für diese tolle Interview. Wie oft haben wir mitgefiebert, wenn sie in einem grossen Final stand. Und welche Freude dann, wenn sie den grossen Pokal in die Luft stemmen konnte. Für all das bedanke ich mich bei Martina. Ich habe nie gelaubt, dass Martina gedopt hat. Hätte sie ja auch nicht nötig gehabt bei ihrem Palmares. Ich wünsche ihr für die Zukunft das Beste. Merci für alles!
Ich glaube Martina. Allerdings finde ich, dass sie noch spielen sollte- im Doppel/Mixed wäre sie nach wie vor eine GRöße. Im Einzel könnte sie auch noch mithalten- wie viele Spielerinnen ihrer Zeit sind nach wie vor im Rennen und eine Patty Schnyder ist schon längst keine Siegesgarantin mehr. Martina müsste sich rehabillitieren, dem Ruf entgegen wirken. Sie ist noch jung.
Martina war so jung und huebsch sie sah so rein und unschuldig aus ich werde den verdacht nicht los das sie opfer einer gemeinen intrige wurde. einem grossen filz des sport business. stell sich das einer vor unschuldig an den pranger gestellt zu werden vor millionen von menschen, ruhm und karriere evt. zu verlieren...sorry aber ich denke Martina war unschuldig sie ist nicht der typ fuer drogen
Training zielt auf morphologische Anpassungsreaktionen des Körpers, das schrieb ein führender Sportwissenschaftler. Entstanden ist die industrielle Erzeugung von menschlichen Hochleistungsmaschinen. Die Dopingdiskussion kam auf, als die etablierten Industrieländer ihr Monopol verloren: die Pille für Hochleistung ist auch für Entwicklungsländer erschwinglich. Martina ist Opfer der Ausschlussjustiz
Wenn Martina sagt, dass sie kein Kokain genommen hat, glaube ich ihr. Sie ist zu intelligent, um sich mit so einem Blödsinn die Karriere zu ruinieren. Ihre sportlichen Leistungen überwiegen. Erst neulich konnte man lesen, dass in Red Bull Kokainspuren gefunden wurden. Und was wäre, wenn jemand ihr etwas in einen Drink gemischt hätte? Auch hier gilt: wer ohne Schuld ist, werfe den ersten Stein!
Martina war ein unglaublicher Gewinn für den Schweizer Sport. Hatten wir vorher je eine Nummer eins ???!! Trotzdem bin ich persönlich überzeugt, dass sie gekokst hat. Würde es ihr aber mehr als verzeihen, wenn sie es zugibt und ein neues Kapitel aufschlägt.
Einige Kommentare hier sind wieder einmal typisch schweizerisch! Der Mensch wird über seine Leistung definiert, anstatt seines Charakters. Anscheinden dürfen solche Leute sich viel mehr erlauben als andere. Fakt ist: Kokain war im Urin nachweisbar vorhanden - punkt! Hingis anschliessendes Verhalten war auch typisch für eine, die sich einer Stellungnahme entziehen wollte!
Sie hat vollkommen recht! Warum werden aktive Spieler nur zu 3 Monaten gesperrt? Sie gibt ihren Rücktritt bekannt und würde gerne Matches kommentieren oder halt einfach zuschauen. Das hat wohl niemand begriffen. Wenn ich mich recht besinne wurde ein Argentinier (war in den Top 20) sogar 2x erwischt und seine Strafe war deutlich niedriger als jene von Hingis.
unglaublich wie gewisse kommentatoren/innen argumentieren - was zählt waren/sind ihre leistungen, mit verlaub, kaum eine(r) dieser hier keifenden "mob" wird denselben leistungsaufwand vorweisen können - alles andere ist privat , und sollte mich nicht zu vor- oder verurteilungen verleiten - das problem ist nicht martina - wer im Glashaus sitzt, soll keine Steine werfen.
Ich bin begeistert von diesem Interview. Es spricht mir aus dem Herzen. Vergessen doch viele, welche Leistungen Martina Hingis vor dem fragwürdigen Urteil erbracht hatte. Ich freue mich extrem für sie, dass nun diese Zeit vorbei ist! Vielen Dank für das tolle Interview!!!
In dem interview werden Professoren und Staranwälte zitiert, welche die Unschuld von Hingis uns Glaubhaft machen sollen. Aber die Proben waren nun mal positiv, was wohl kaum über gegessene Bananen oder über die Zahnpasta geschah! Die Bemühungen um eine weisse Weste, für diesen harmlosen Ausrutscher finde ich befremdend. Hochmut kommt vor dem Fall!
Befremdende Aussagen von Martina. Recht narzisstisch & egozentrisch ihre Antworten. Den Rest gab mir ihre 3.letzte Antwort betr. eigener Familie und grösster Kontrolle. Da zeigen sich wohl die Folgeschäden ihrer eigenen Beziehung zur Mutter. War mir nie sympathisch diese Dame und selbst ihre unangefochtenen Erfolge im Tennis beeindrucken mich wenig angesichts solcher Ich-Bezogenheit.
Dass Sie der Öffentlichkeit auch heute noch den relativ harmlosen Vorfall Ihrer kleinen Kokserei vorenthalten, wird Ihnen als Öffentliche Person nie verziehen. Sie gelten für viele als mutlos und nicht aufrichtig. Hätten Sie Ihr Verfehlen offen dargelegt, wären ihnen viele Sympathisanten und Mitfühlende "So schlimm ist dies doch nicht, da kiffen auch viele andere für viel länger!" sicher gewesen.
komisch, alle ertappten Sportler,sei es Tennis,Velo Fussball etc. erklären das Gleiche,dass sie doch nicht so blöd seien. Was einfach bei allen fehlt,ist die Einsicht gedopt zu haben. Vergessen in ihrem Glanz und Ruhm die Vorbildfunktion des Nachwuchses
Der grosse erste Teil von Martinas Karriere bleibt toll und unvergesslich. Der zweite Teil mit dem Comeback und mit der Dopingsperre war peinlich und hätte sie besser weggelassen. Jetzt wäre wohl besser, hin zu stehen und zu sagen, "ja, ich habe ein wenig gekokst und dafür die Sperre abgesessen und basta". Das dümmliche Gerede von nur "ein wenig gefundenen Spuren" tönt leider nicht überzeugend.
Gut so,unsere Martina schaut vorwärts und nicht zurück.......Sie wird reifer und älter,das finde ich gut......denn böse Menschen gibt es überall.......viel Glück für die Zukunft!!!!!!!!
@ Ben Mueller, Nicht - Egoisten werden nie Weltspitze in einem Einzelsport und zu verstehen was Martina Hingis ueber sich und den Spotzensport alles sagte, das ist Gluecksache. Die lange weltbeste Tennisspielerin als "Wasser ohne Geschmack" einzuschaetzen ist wie wenn Sie "Nescafe" als Nicht-Marke bezeichnen wuerden. Lustig welche Fantasien in den Koepfen schlummern...
Eine aeusserst elegante Spielerin - Sie soll das Promileben nicht vermissen. Eine ganz klare und unmissverstaendliche Distanzierung von Drogen und Doping fuer die Jugend waere angebracht. Alles Gute
hui - sie ist ja schon fast hübsch geworden! hat sie einen trick? oder ist es das photo?
Martina Hingis hatte eine unvergleichbare Kariere gemacht. Ich war und bin heute noch davon überzeugt, dass wohl die russische Konkurrenz ihr die Droge eingemischt hatte. Ich mag mich noch sehr gut an die Affäre "Edy März" im GIRO d'Italia erinnern. Die Mahlzeit wurde so manipuliert, dass er den Giro krankheitshalber aufgeben musste. Martina, ich glaube noch heute an Sie und wünsche viel Glück.
ich hätte eine direkte frage erwartet: haben sie je kokain konsumiert? und falls dann kein klares nein gekommen wäre, dann wäre die sache klar. es sind eben immer die gleichen ausreden: "100 mal wurde ich nicht erwischt" "exempel statuieren" "wie hätte ich so dumm sein können", etc. es muss ein klares dementi her, sonst wirkt man eh nicht glaubwürdig und ich habe, sorry, gar kein mitleid mehr.
Martina Hingis war und ist mir weder besonders sympathisch noch unsympathisch. Sie ist einfach ein wenig wie Wasser, ziemlich ohne Geschmack. Habe das Interview gelesen und frage mich, was habe ich jetzt eigentlich erfahren? Nicht wirklich viel, ausser dass sie ein paar kleine Problemchen auf sehr hohem Niveau hat. Und ein recht ich-bezogener Mensch ist so wie sie sich ausdrückt.
Der Satz "ich denke, das Gescheiteste wäre, selber eine Familie zu gründen und mit dem eigenen Kind etwas zu unternehmen. Da hat man die grösste Kontrolle". Sympathiebonus in Ehren, aber solche Sprüche zeigen doch ein wenig, das der ganze Starrummel an ihr auch nicht spurlos vorbei gegangen ist. Ein eigenes Kind, damit man etwas zu tun hat?
Für mich bleibt Martina Hingis die beste und attraktivsteTennisspielerin aller Zeiten. Früher bezog sich das attraktiv vor allem auf ihr Spiel. Wenn ich aber das Foto hier anschaue, dann stelle ich erfreut fest, dass sie sich auch sonst zu einer sehr attraktiven Frau entwickelt hat. Und sie hat dem Tennis wirklich sehr viel gegeben.
Ganz am Ende wird die Wahrheit und Gerechtigkeit triumphieren, keine Sorge, Martina ;) Liebe Grüsse aus Zürich ;)
Mitleid muss man mit Martina ja gar nicht haben - sie hat viel erreicht und viel auch behalten. Und vielleicht war die "Zäsur" ja gar nicht so schlecht für sie. Aber ich denke, man muss anerkennen, dass die Ergebnisse von Doping-Tests und die entsprechenden Ausschlussverfahren durchaus mit Recht hinterfragt werden können. Mir ist sie jedenfalls sympatisch - und dann ist sie ja auch noch so SÜSS!!
Statt die Gesundheit der Sportler zu schützen und die Chancengleichheit für nicht-dopende Sportler zu gewährleisten, machen die Antidoping-Organisationen nur den Sport kaputt mit ihren reisserischen Skandale-Veröffentlichungen. Erreicht wurde nichts, und das Geschäft mit den teuren Doping-Nachweisen rentiert weiter. Für mich ist Martina Hingis glaubwürdiger als die WADA und deren Untersekten.
Unglaublich welcher Neid aus gewissen Kommentaren spricht. @M.Mueller, lesen lernen ist die kleinere Kunst wie hervorragend Tennis spielen. Das eine lernt man, das andere ist Naturgeschenk. Lesen hilft zu verstehen warum Frau Hingis diesen Weg ging, Talent mit 30 nicht mehr arbeiten muessen. Wer alles gelesen hat weiss warum sie und ihr Umfeld vin der Unschuld ueberzeugt ist, das Unrecht schluckt
trau - schau - wem- und nicht zuviel öffentlich machen - wieder in Freiheit lauern die Geier - und das würde ich nicht über mich ergehen lassen und die Lehren daraus ziehen. Für mich ist Martina Hingis heute noch ein Aushängeschild für die Schweiz.
Sieht nach "Exempel statuieren" aus, genau wie bei Marion Jones. Der gesamte (!) Spitzensport ist eine einzige riesige Heuchelei. The Show must go on, der Rubel muss weiter rollen. - Alles Gute, Frau Hingis!
Es gibt welche die haben und welche die haben nicht gedoppt. Uns dann gibt es die, welche irgendjemand aus dem "Verkehr" ziehen will. Das sind die, die zu stark für die Konkurrenz sind. Passiert in vielen Sportarten. Jemandem Doping unter zujubeln ist echt kein Problem. Der Entscheid von Hingis war Richtig.
Aufschlussreich aber nicht sonderlich spannend, dieses Exklusivinterview. Die Gedanken von Martina Hingis drehen sich um - Martina Hingis. Vielleicht eine zwingende Folge eines Berufes, der keine Konzessionen, keine weiteren Interessen verträgt.
In der "Nachspielzeit ihrer Tenniskarriere " mit ein bisschen Kokain erwischt zu werden, finde ich sportlich gesehen wirklich nicht sooo ein Drama. Ihre Grösse hat sie nicht mit Kokain erreicht !!! Kein Vergleich mit Sportler, wo tatsächlich alles auf Doping basiert. Die zwei Jahre Sperre finde ich schwer übertrieben, jedoch hat es sie glaube ich menschlich gesehen mehr in die "Mitte" gebracht.
Exklusiv - Ihr vom Tagi seid ja lustig. Das gleiche Interview lese ich heute auch in der Weltwoche...
"Am Beispiel von Marion Jones sieht man, dass man darob Bankrott machen kann" Mrs Johns hat es zugegeben, dass sie Jahreleng gedoppt hat, und musste alle Medaille zurück geben, Sie die ämste, MJ ist ein schlechtes Beispiel für Ms MH. Haben Sie gar kein Schuldgefühl? MJ hats sich am Schluss vor den Fäns entschuldigt, und Sie?
"..Dabei habe ich dem Tennis so viel gegeben..", dieser Satz sagt sehr viel über ihre Einstellung. Und was hat sie vom Tennis gekriegt?? viele Milliönchen um nun unter 30 ohne zu arbeiten ein schönes Leben zu haben. Sie tut zu wenig zur Verteidigung ihrer Würde bezüglich den Anschuldigungen. Es bleibt die Vermutung, dass da doch was geschehen ist. Offenheit und Ehrlichkeit stünde ihr gut an.
Ach Gott, habe ich Mitleid. Bei einem normalen Bürger kräht kein Hahn. Sie kommt immer noch in die Medien. Hoffe sie hat begriffen, dass man als Star eben auch nur ein Bürger letztendlich ist und Regeln befolgen muss.
Schade, was sich der Tennisverband selbst angetan hat. Seit J. Henin auch nicht mehr spielt, gibt es eigentlich keinen Grund mehr dieses Kraftstoehndamentennis zu schauen. Ich jedenfalls schalte in der Zwischenzeit bei allen 'Stoehnern' und Schlagmaschinenspielern um/ab.
Immer dieselben Ausreden, wenn jemand mit Doping erwischt wird. Wahrscheinlich wurde nichts gegen die Doping-Vorwürfe unternommen, da dann eben bewiesen worden wäre, dass sie gedopt hat oder einfach Koks konsumierte. So kann man heute noch wunderbar irgendwelche Ausreden konstruieren. 2 Jahre und nichts dazu gelernt.
Frau Hingis, danke fuer die vielen Spiele die man mit feuchten Haenden mitfieberte ob Sieg oder Niederlage. Einer Ihrer schoensten Siege wird am 29. September die Rueckkehr zur "Normalitaet" sein. Herzliche Gratulation zu Ihrer Haltung. Ihnen das Beste wuenschend.
Man sollte sich vielleicht überlegen, einen anderen Titel für diesen Artikel zu wählen, falls es noch nicht aufgefallen ist, er sugeriert eine Aussage, die so nicht gemacht wurde.
Vielleicht hat sie vor dem Test ein Redbull Cola gedrunken, da waren kürzlich auch Spuren von Kokain festzustellen.
herzliche gratulation zu diesem interviev frau hingis ich bin immer noch der meinung, dass sie das schönste und elegateste tennis der geschichte spielten und wohl immer noch spielen würden. ein verlust für das damentennis, schliesslich represntierten sie im tennis das was der fc barcelona spielerisch im fussball darstellt. ich wünsch ihnen für die zukunft viel erfolg, kraft ......












