«Ich sehe keine Krise»
Von Sebastian Rieder, Fribourg. Aktualisiert am 11.02.2012 22 Kommentare
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Roger Federer und Stanislas Wawrinka haben versagt. Anders lässt sich die Bilanz nach diesem Wochenende in Freiburg nicht ziehen. Weder am Freitag in den Einzelpartien, noch am Samstag im Doppel, schafften es die beiden Aushängeschilder des Schweizer Tennis, ihr ganzes Potenzial abzurufen. Ganz im Gegensatz zu den US-Amerikanern, die vor allem in den entscheidenden Momenten an ihrer Leistungsgrenze kratzten. «Wir müssen auch akzeptieren, dass die anderen gut gespielt haben. Die USA ist nicht einfach irgendein Team, die ganze Begegnung war auch im Vorfeld nicht unverlierbar», meinte Federer an der letzten Medienkonferenz.
Seine Enttäuschung schien nach der Niederlage gegen John Isner grösser, als nach der Pleite im Doppel gegen Mike Bryan/Mardy Fish. Im Vergleich zu den 8000 schockierten Fans im Forum Fribourg machte Federer das Ausscheiden im Achtelfinal nicht sonderlich zu schaffen. «Es ist nicht so hart, ganz ehrlich. Wir haben alles gegeben, mehr geht nicht. Alles ist alles», so Federer und zuckte mit den Schultern. «Eine Krise, oder ein Problem sehe ich im Moment nicht.»
Kampf um Verbleib in der Weltgruppe
Während er das US-Team lobte, rief er sich noch einmal die Stimmung im Hexenkessel in Erinnerung und entschuldigte sich bei den Zuschauern, die zwei Tage lang für eine fantastische Atmosphäre gesorgt hatten. «Es tut mir ein bisschen Leid für die Fans und fürs Team.» Statt Viertelfinal und dem Traum vom ersten Sieg im Davis Cup heisst es für die Schweizer im September: Playoff um den Verbleib in der Weltgruppe.
«Jetzt müssen wir aufpassen, dass wir nicht auch noch absteigen», sagt Erik Keller, Vize-Präsident von Swiss Tennis. Sollte sich Federer in Zukunft wieder gegen den Davis-Cup entscheiden, ist dieses Szenario leider realistisch. Doch die Weltnummer drei hat seinen Zuspruch grundsätzlich gegeben – falls es in seine Planung passt. Anders die Amerikaner: Das Team von Captain Jim Courier spielt am Osterwochenende im Viertelfinal gegen den Sieger der Partie zwischen Kanada und Frankreich. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 11.02.2012, 19:40 Uhr
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22 Kommentare
Der Breitensport bezahlt jährlich über 7 Mio. für das Daviscup Defizit und den Spitzensport, während Federer und Co. nichts für die Investition in ihren Erfolg zurück bezahlen. Swisstennis versagt und die Delegierten aus den Clubs nicken brav Jahr für Jahr ab. Antworten
Das waren leider ziemlich peinliche Leistungen. Erstaunlich, dass das Team eigentlich recht zufrieden sein soll.
Die Wahl des Spielortes und des Belags sollte so sorgfältig erfolgen, dass Eigentore nicht möglich sind.
Ebenso erstaunlich ist, dass Weltklassespieler ohne Doppeltraining auflaufen. Das Stellungsspiel der beiden Schweizer war ab und zu erheiternd, statt neben einander hintereinander.
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