Nadal wirft Djokovic Täuschung vor
Aktualisiert am 28.01.2012 21 Kommentare
Artikel zum Thema
- «Nadal, der Räuber»
- Nadal passt einfach nicht zu Federer
- Novak Djokovic ringt Andy Murray nieder
- «Rafa spielt gegen mich immer noch ein wenig besser als sonst»
- In der Niederlage ist Nadal grösser als Federer
- «Djokovics Körpersprache ist unprofessionell»
- Die grössten Abnutzungsschlachten im Tennis
South African Airways ATP Weltrangliste
| Rang | Name | Punkte | |
|---|---|---|---|
| 1. | ![]() | Novak Djokovic | 13630 |
| 2. | ![]() | Rafael Nadal | 10435 |
| 3. | ![]() | Roger Federer | 8330 |
| 4. | ![]() | Andy Murray | 7150 |
| 5. | ![]() | David Ferrer | 4595 |
| 6. | ![]() | Jo-Wilfried Tsonga | 4410 |
| 7. | ![]() | Tomas Berdych | 3950 |
| 8. | ![]() | Mardy Fish | 2915 |
| 9. | ![]() | Janko Tipsarevic | 2770 |
| 10. | ![]() | Juan Martin del Potro | 2705 |
| Mehr... | |||
Stichworte
Korrektur-Hinweis
Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.
Rafael Nadal mochte die Geschichte von der verstopften Nase nicht so ganz glauben. Zumindest reagierte der spanische Herausforderer vor dem Final irritiert, als wieder einmal die angeblichen Allergie-Beschwerden seines Gegners Novak Djokovic diskutiert wurden. Nadal: «Es ist schwer, sich vorzustellen, dass er diese Probleme hat. Novak hat sich im fünften Satz phantastisch bewegt. Er war in perfekter Verfassung.»
Alles also nur Bluff vor dem Finalduell der beiden derzeit stärksten Tennisspieler im Melbourne Park? Djokovic jedenfalls hatte nach dem Fünfsatzkrimi gegen Murray erzählt, wegen seiner Atemprobleme in den letzten Tagen sogar einen Arzt aufgesucht zu haben. Im zweiten Satz gegen Murray hatte der «Djoker» auch seltsam matt und kurzatmig gewirkt, ehe er im vierten Satz neuen Auftrieb fand. Djokovic: «Viele Spieler haben sich in diesem Jahr über derartige Atemprobleme beklagt. Es scheint eine Allergie zu sein. Wir sind eben von Blumen umgeben.»
Ungeachtet der Nasen-Diskussion steigt Djokovic nicht nur wegen seiner beiden Melbourne-Titel (2008 und 2011) als leichter Favorit ins Endspiel. Mittlerweile ist der 24-Jährige längst zum Trauma für French-Open-Sieger Nadal geworden. Die letzten sechs Matches, allesamt Finals im vergangenen Jahr, hat der Linkshänder gegen Djokovic verloren. Darunter zwei Partien auf Nadals Lieblingsbelag Sand. Diese Niederlagen setzten Nadal zu. Er hatte am Ende der letzten Saison sogar zugegeben, nicht mehr die ganz grosse Leidenschaft verspürt zu haben. Seit November 2010 wartet Nadal auf einen Sieg gegen Djokovic. «Die Bilanz kann natürlich ein Vorteil für mich sein», sagte Djokovic, der seinen dritten Grand-Slam-Titel in Folge holen kann. Dies ist bislang nur Roger Federer (Schweiz), Pete Sampras (USA), Rod Laver (Australien) und eben Nadal gelungen.
Nadal mit mehr Ruhe im Vorteil?
«Der Krieger», wie Nadal von Melbournes grösster Zeitung bezeichnet wurde, verfügt dafür über ein anderes Ass im Ärmel. Weil sein Halbfinal gegen Roger Federer bereits am Donnerstag gespielt wurde, hat Nadal vor dem Finale einen Tag mehr Regenerationszeit. Djokovics Coach Marian Vajda hat sich bereits über diese «Ungerechtigkeit» beschwert. Nadal hat für diese Beschwerde nur ein Schmunzeln übrig: «Wirklich unfair ist es nur beim US Open, wenn du zwischen Halbfinal und Final gar keinen Tag Pause hast», betonte der zehnmalige Grand-Slam-Sieger. Im Duell mit Angstgegner Djokovic will Rafa aufs Ganze gehen: «Ich werde versuchen, aggressiver zu spielen und mehr direkte Gewinnpunkte zu machen als in den Spielen in der letzten Saison.»
Das gute Verhältnis zwischen den beiden Finalisten hat unter den kleinen Psychospielchen nicht gelitten. «Rafa ist ein guter Freund und einer der Besten in der Geschichte unseres Sports. Wir begegnen uns mit grossen Respekt, alles ist völlig offen», meinte Djokovic – hoffentlich auch die zuletzt so verstopfte Nase. (si)
Erstellt: 28.01.2012, 15:27 Uhr
Kommentar schreiben
Verbleibende Anzahl Zeichen:
21 Kommentare
Ich erinnere mich noch an Brad Gilbert, der sehr off mit 3-4 Bandagen spielte und so (bewusst?) die Gegner (unbewusst?) 'erbarmungsvoller' agieren liess. Auch J.Jankovic, S.Williams bieten diese Spielchen: wenn in Rücklage, dann med. Timeout und so den Gegner aus dem Tritt bringen. Es wird höchste Zeit, dass die Verantwortlichen rigorosere Bestimmungen aufstellen Antworten
Ralf Spitz Sie vermuten wiedereinmal nur.. Harte Beweise will ich sehen! Djoker 4 Life!
Stimmt! Auch als in Monte Carlo Nadal von Federer dominiert wurde, simulierte dieser eine schwere Verletzung und liess sich behandeln. Die nächsten beiden Sätze und das Turnier gewann dann Nadal - und zwar putzmunter! Es ist nicht einfach diese Mätzchen zu entlarven, aber man kennt diese Pappenheimer. Am besten sich nicht beeindrucken lassen und erst recht zuschlagen, das ist das einzige Mittel.
Sollten Sie den Text nicht richtig verstanden haben: NADAL hat Djoko vorgeworfen zu simulieren, nicht umgekehrt und auch nicht Roger Federer. Lesen, denken, verstehen, denken schreiben
Wer ist denn Murray, hat der schon mal ein Grand Slam Turnier gewonnen?
Ich glaube ihr habt den Namen verwechselt?! Ist es nicht Nadal der Verletzungen vortäuscht (med. time, eingebundenes Knie) und endlose Verzögerungen usw. um den Rhythmus des Gegners zu brechen, und nachher wie ein junges Rehlein weiterspielt? Diese Spielchen sind in fast jedem Spiel zu beobachten. Für mich ist er einer der unfairsten Spieler, er sollte sich ein Beispiel an Federer nehmen!!! Antworten
Viele Male hatte der Jocker behauptet angeschlagen zu sein und dann den Gegner mit vollpower begegnet und fertig gemacht. Es scheint eine unfaire Macke von Joko zu sein. Mal sehen wie lange noch er mit diesem Gehabe seine Gegner zu täuschen weiss. Antworten
Nadal und Djokovic sind beides keine Heiligen. Der eine bandagiert sich immer die Knie ein, der andere hats im Rücken oder in der Nase. Aber dann wird gespielt und beide stehen vier Stunden und mehr auf dem Platz - und gewinnen! Señor Fuentes lässt schön grüssen! Antworten
Das man Gelenke auch profilaktisch verbindet ist Ihnen vermutlich noch nie in den Sinn gekommen. Auch entnehme ich Ihrem Kommentar, dass Sie noch nie Tennis gespielt haben. Fakt ist, Djokovic ist ein ausgezeichneter Tennisspieler wie auch Schauspieler. Von seinem unsportlichem Verhalten, möchte ich gar nicht schreiben!
Also jetzt mal Klartext. Wenn sich hier jemand bei einem Grand Slam beklagt, dann ist das Nadal. Zusammensacken wegen Krämpfen bei der Pressekonferenz, Finger kaputt, Fuss kaputt, jetzt Knie kaputt, das ständige Behandelnlassen während des Spiels und dann wie ein Meister aufschlagen. Djokovic mag womöglich täuschen mit der Nasengeschichte, aber Nadal ist in keiner Position sich darüber zu beklagen Antworten
Der obige Bericht ist nicht ganz fertig geschrieben, oder die Schlagzeile ist unzutreffend.Es fehlen die Passagen, in der sich Nadal über Djokovic nervt, resp. ihm Täuschung vorwirft. Ansonsten finde ich den Bericht iO, insbesondere, die Beschreibung der bisherigen, kurzfristigen "Leidenszeiten" von Djokovic. Antworten
Das Novak Weltmeister ist im Vortäuschen gesundheitlichger Probleme, das hat inzwischen jedes Kind bemerkt. Das Schlaue dabei ist, das er damit seine Gegner aus dem Tritt bringt; wer kann schon gegen einen so schwer "Invaliden" gnadenlos spielen? Steffi Graf praktizierte schon den gleichen Trick; Navratilova sagte einst über sie: "Unglaublich, am Morgen auf der Intensivstation; am Abend Siegerin! Antworten
Natürlich täuschte dieser bravouröse Tennisspieler in den letzten beiden Spielen seine Gegner mit fantastischer Schauspielerei. In 'Eurosport' redeten die Kommentatoren davon, dass er den Halbfinal nicht fertig spielen könne so wie er unter Schmerzen leide. Kurz darauf rannte er wie ein Neugeborener und grub die verrücktesten Bälle aus. Ich denke aber, das gehört zum Spiel? Ob er das nötig hat?? Antworten
Ich glaubte, er habe diese Mätzchen, die ihn begleiten seit er an den Top Events dabei ist, überwunden. War es nicht in Roland Garros (oder kurz darauf in Wimbledon) als er sich mitten im Spiel rücklings auf den Platz legte, angeblich zu keinem Schritt mehr fähig war? Nur um kurz darauf (er war wohl 17 oder 18 Jahre alt) phönixgleich wiederaufzuerstehen. Schon damals ärgerten sich viele darüber.
Sport
- 13:17Schumachers ganz besonderer Rennwitz
- 11:54Mit Sommer und Vitkieviez gegen Argentinien
- 11:09News & Gerüchte: Wird er Favres neuer Verteidiger?
- 09:08Simon Ammann und der Vogelmensch
- 08:53«Ich habe taktische Retouchen angebracht»
- 08:15Ratlose Bayern – nun sollen die Weisheiten von Sepp Herberger helfen












Bitte warten
Angemeldet mit Facebook