Tränen und Pfiffe beim Sieg der ungeliebten Nr. 1

Viktoria Asarenka wurde während des kuriosen Australian-Open-Finals gegen Na Li phasenweise ausgebuht und ausgepfiffen, liess sich davon aber nicht aus dem Konzept bringen.

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Zwei Verletzungspausen und eine zehnminütige Unterbrechung wegen des traditionellen Australia-Day-Feuerwerks prägten das Duell zwischen Viktoria Asarenka und der chinesischen Überraschungsfinalistin Na Li (WTA 6). Asarenka gewann es trotz des schlechteren Starts in 2:40 Stunden 4:6, 6:4, 6:3. Für die Weissrussin war es das 14. siegreiche Einzel in Serie am Australian Open, sie behält damit auch die Führung in der Weltrangliste. Vor ihr schafften es nur sieben Spielerinnen, den Titel in Melbourne zu verteidigen.

Nachdem sie ihren ersten Matchball verwandelt hatte, flossen bei Asarenka die Tränen. Offenbar war auf einen Schlag die ganze Anspannung von ihr abgefallen. Für diese war unter anderem die Polemik verantwortlich, die ihre überzogen lange Behandlungspause zum Ende des Halbfinals gegen Sloane Stephens ausgelöst hatte. Fans und Medien warfen Asarenka vor, sie habe die Atemnot nur simuliert, um Stephens aus dem Konzept zu bringen. Als die Nummer 1 im Spiel gegen Na Li nach einem Fehlentscheid eine Diskussion anzetteln wollte, kamen Buhrufe und Pfiffe von den Rängen. Selbst bei der Siegerehrung waren einige Missfallenskundgebungen zu hören.

Asarenka profitierte auch vom Pech ihrer Gegnerin. Na Li, die stark begonnen hatte, übertrat sich gleich zweimal den linken Knöchel: erstmals zu Beginn des zweiten Satzes, später zu Beginn des dritten Satzes nochmals. Der zweite Misstritt unterlief der Chinesin unmittelbar nach der zehnminütigen Unterbrechung wegen des Feuerwerks. Beim Sturz schlug sie auch noch mit dem Kopf auf den Boden, weshalb sie auf Symptome einer Hirnerschütterung untersucht wurde. In der Folge buchte Asarenka die beiden entscheidenden Breaks. (si/ak)

Erstellt: 26.01.2013, 12:46 Uhr

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