Sport

Blamage für Österreich: Bindungsstreit geklärt

Aktualisiert am 20.02.2010 202 Kommentare

Zwei gute Nachrichten für Simon Ammann: Erstens ist seine Bindung in Ordnung. Und zweitens flog er in der Qualifikation allen davon und untermauerte damit seinen Status als Topfavorit.

1/9 Der Grund für die Aufregung
Das ist die Bindung von Simon Ammann: Der Stab ist leicht gekrümmt, was ihm in der Flugphase mehr Stabilität verleihen soll.
Bild: Keystone

   

Das Schweizer Team hatte die FIS um eine weitere Materialkontrolle ersucht, um die leidige Angelegenheit nicht als Ballast in den Wettkampftag mitnehmen zu müssen. Simon Ammann konnte heute nach dem Probedurchgang antraben. Der Materialkontrolleur hiess das Bindungssystem gut, die dreiköpfige Jury bestätigte den Entscheid. Die Antwort entsprach den Erwartungen, hatte es doch schon in Klingenthal und beim Olympia-Springen von der kleinen Schanze nichts auszusetzen gegeben.

Damit hat sich das kleine Fragezeichen an der Materialfront noch am Tag vor der Entscheidung auf der Grossschanze aufgelöst. Das österreichische Störfeuer kann sich nicht weiter ausbreiten. Sollte Austria-Cheftrainer Alexander Pointner an seiner geäusserten Absicht festhalten, morgen nach dem ersten Durchgang Protest einzulegen, hat er damit keine Aussicht auf Erfolg. Eher ist damit zu rechnen, dass sich die Tiroler Reizfigur weitere Peinlichkeiten erspart.

Bundesrat Maurer findet Affäre peinlich

«Wenn man verliert, dann verliert man», sagte Sportminister Ueli Maurer gegenüber der «Tagesschau». Verlierer suchten immer Gründe für ihr Scheitern. «Sieg und Niederlage gehören zum Sport. Ich hoffe, die Österreicher besinnen sich wieder auf ein besseres Springen.»

Simon Ammann liess die Affäre sichtlich kalt. Er flog der Konkurrenz sowohl im Probe- als auch im Qualifikationsdurchgang um die Ohren und ist mehr denn je der absolute Topfavorit. Gregor Schlierenzauer, Ammanns grösster Herausforderer, sprang in der Qualifikation fünfeinhalb Meter kürzer als Ammann.

Mit einem Sprung auf 130 Meter qualifizierte sich auch Andreas Küttel für den zweiten Einzelwettkampf in Whistler.

Grossschanze: Qualifikation

Gate 20:
1. Noriaki Kasai (Jap) 143,5 (142,5 m).
2. Daiki Ito (Jap) 142,6 (139,5).
3. Matti Hautamäki (Fi), Antonin Hajek (Tsch) und Andreas Wank (De) je 138,0 (137,5).
6. Johan Remen Evensen (No) 137,1 (137).
7. Anders Bardal (No) 136,7 (136,5).
8. Tom Hilde (No) 135,7 (136,5).
9. Harri Olli (Fi) 135,6 (137).
10. Emmanuel Chedal (Fr) 135,1 (137).

Ferner: 20. Andreas Küttel (Sz) 122,5 (130).

Die zehn Fixstarter (Top 10 im Weltcup-Klassement/ohne Noten)

Gate 14:
1. Simon Ammann (Sz) 140 m.
2. Gregor Schlierenzauer (Ö) 134,5.
3. Adam Malysz (Pol) 133,5.
4. Thomas Morgenstern (Ö) 129,5.
5. Janne Ahonen (Fi) 126,5.
6. Andreas Kofler (Ö) und Wolfgang Loitzl (Ö) je 125,5.

Gate 16:
1. Anders Jacobsen (No) 142,5.
2. Robert Kranjec (Sln) und Michael Uhrmann (De) je 134,5.

(bru/si)

Erstellt: 20.02.2010, 08:15 Uhr

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202 Kommentare

Gyger Adolf

18.02.2010, 23:12 Uhr
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Unglaublich dieser Neid der Oesterreicher. Dass aber die oester. Springer von den Punktrichtern immer bevorzugt werden, davon spricht niemand. Ist doch eine Schande, wenn Simon Amman für einen Sprung nur die Note 18 erhält. Was braucht es denn eigentlich für 20 Punkte? Würde vorschlagen, dass nur noch die Weite zählt. Antworten


Tom Hasler

18.02.2010, 21:09 Uhr
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@ gerhard raida: ihre aussage ist schlicht falsch - die schweizer presse war und ist immer sehr anständig geblieben gegenüber den österreichischen sportlerleistungen - auch wenn es keine leistungen gewesen sind Antworten