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«Es wäre Silber oder Bronze geworden»

Dario Cologna schwankte nach der mit viel Pech verpassten Medaillenchance im 50-km-Rennen zwischen Enttäuschung und Genugtuung über das in Whistler Geleistete.

1/10 Die Ausgangslage vor Colognas Sturz.
Quelle : SF

   

Dario Cologna, wie haben Sie die Szene erlebt, die ausgangs der letzten Kurve zum verhängnisvollen Sturz führte?
Ich weiss nicht, ob Johan Olsson und ich uns berührt haben. Jedenfalls rutschte mein Ski weg, die Stelle war leicht eisig. Olsson trifft sicher keine Schuld. Für mich ist das natürlich sehr bitter, ich bin sicher, dass ich eine Medaille gewonnen hätte. Das wäre der Hammer gewesen, der Fünfziger gilt schliesslich als Königsdisziplin.

Welche Farbe wäre es denn geworden?
Gold wohl nicht, Petter Northug wäre wohl auch für mich zu stark gewesen. Aber Silber oder Bronze.

Sie bestimmten in der Schlussphase ganz vorne das Tempo mit, griffen aber nicht an.
Versuchen wollte ich das schon, speziell wegen Northug. Doch ich hatte Krämpfe und konzentrierte mich deshalb auf den Endspurt. Ich hatte grosses Vertrauen, schliesslich legten wir im Training ein Augenmerk auf Sprints nach langen Einheiten.

Wie lange werden Sie an dieser Enttäuschung zu kauen haben?
Ich freue mich, an der Schlussfeier die Fahne tragen zu dürfen. Ich werde es trotz allem mit einem Lächeln tun. Und dank dem Olympiasieg über 15 km verlasse ich Kanada mit sehr guten Gefühlen. Ich habe nebenbei ja auch den Beweis erbracht, dass ich auch über 50 km das Zeug zum Sieger habe. (fal/si)

Erstellt: 01.03.2010, 00:11 Uhr