Sport

«Ohne ihre Hilfsmittel hat sie nicht viel zu bieten»

Aktualisiert am 26.02.2010

Die norwegische Langläuferin Marit Björgen musste nach ihrer dritten Goldmedaille und dem Aufstieg zur erfolgreichsten Winter-Olympionikin ihres Landes bissige Äusserungen ihrer schärfsten Rivalin hinnehmen.

Des einen Freud, des andern Leid: Die Polin Justyna Kowalczyk attackierte die Norwegerin Marit Björgen.

Des einen Freud, des andern Leid: Die Polin Justyna Kowalczyk attackierte die Norwegerin Marit Björgen.
Bild: Keystone

Die Polin Justyna Kowalczyk, die hinter Björgen Silber im Sprint und Bronze in der 15-km-Verfolgung geholt hatte, meinte: «Ohne ihre Medikamente hätte sie nichts gewonnen. Marit weiss genau, dass sie ohne ihre ‹Hilfsmittel› nicht viel zu bieten hätte. Sie hätte weder mit mir noch mit anderen mithalten können.»

Mit Hilfsmittel meinte die schlechte Verliererin ein Asthma-Medikament, das Björgen mit der Erlaubnis aller relevanten Sport-Instanzen einnimmt. Kowalczak hingegen hat ihre Erfahrung mit unerlaubten Mitteln tatsächlich gemacht: Sie musste 2005 nach einer positiven Dopingprobe ein Jahr lang pausieren.

Björgen, die sich am Samstag über 30 km das nächste Duell mit Kowalczyk liefert, reagierte in knappen Worten auf die Vorwürfe: «Das ist beleidigend. Es hat mich sehr verletzt.» (si)

Erstellt: 26.02.2010, 15:57 Uhr