Schwere Vorwürfe aus Österreich gegen Simon Ammann
Von Sascha Rhyner. Aktualisiert am 18.02.2010 202 Kommentare
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In einem Gespräch mit der Austria Presse Agentur APA platzierte Alexander Pointner die durchaus brisante Aussage. «Uns ist dieses Patent, das er noch nicht sehr lange hat, sondern erst seit Klingenthal, sehr bekannt vorgekommen. Wir haben auch in diesem Bereich getestet. Alle weitere Sachen müssen jetzt geprüft werden», sagte der österreichische Cheftrainer. Er zielt auf die Bindung von Simon Ammann, der auf den olympischen Schanzen so überlegen springt.
Der österreichische Pressebetreuer hatte schon früh die Linse seiner Kamera auf die Bindung von Ammanns Ski gerichtet. Die Österreicher äussern den Verdacht, dass der Schweizer eine Kopie einer österreichischen Entwicklung benutzt. «Man muss sagen, dass man im Skisprungsport schon sehr oft auf etwas gekommen ist und dann ist man auf den Zug aufgesprungen und dann ist es einfach verboten worden», so Pointner. Das ÖSV-Team habe «schon länger ein ähnliches Produkt in der Schublade».
Bindung angeblich ein Vorteil
Wolfgang Loitzl, einer der härtesten Rivalen Ammanns, verriet Details zur angeblich umstrittenen Bindung: «Was ich gehört habe ist, dass bei der Bindung der Zapfen gebogen ist und er in dem Fall schneller eine Rückmeldung vom Ski hat. Das heisst, er kann eigentlich extremer in die Richtung springen, weil der Ski dann schneller zum System schliesst. Ob das der Fall ist, ist die Frage», sagte Loitzl und fügte hinzu: «Wie er zurzeit springt, würde ich sagen, dass es stimmt und dass es für ihn von Vorteil ist.»
Hintergrund des Angriffs ist aber wohl, dass die Österreicher derzeit gegen den Überflieger aus dem Toggenburg ohne Chance sind. Pointner hat sich in ähnlichen Situationen schon wiederholt pointiert geäussert. Kaum einer betont in der gleichen Regelmässigkeit, wie schlecht die Landungen von Simon Ammann seien. Und dies auch mit Erfolg. Erhielt der nunmehr dreifache Olympiasieger früher stets gute Noten, so wird er in den letzten Jahren stets etwas schlechter bewertet als die Austria-Adler.
«Es ist keine Lappalie»
Dennoch weist Pointner jede Form von Verunsicherung von sich. «Ich möchte von vornherein klarlegen, dass es in keinster Weise gegen irgendjemand ist, um eine Leistung zu schmälern», behauptet er. Dennoch ist der Vorwurf eines Reglementsverstosses ein bisschen eigenartig. Erstens werden die Skispringer und ihr Material nach der Landung genau überprüft. Und wie ist es möglich, dass bei einem derart strengen Reglement solche Neuheiten bei Olympia auftauchen? «Die Frage ist: Gibt es eine Zulassung? Gibt es ein Protokoll dazu? Diese Sachen werden jetzt geprüft. Ist es angemeldet und entspricht das Produkt der IWO (Internationale Wettkampfordnung)?», fragt Pointner. Bei der Entwicklung der Bindung mitgeholfen hat offenbar auch der frühere ÖSV-Servicetechniker Gerhard Hofer, der seit einiger Zeit im Schweizer Team arbeitet. Dass diese Sache aber dennoch keine Nebensache ist, liess Pointner dann schon durchblicken. «Natürlich ist es keine Lappalie. Aber es geht um die Zukunft und nicht um die Vergangenheit, das möchte ich klarstellen.» (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 18.02.2010, 08:32 Uhr
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202 Kommentare
Unglaublich dieser Neid der Oesterreicher. Dass aber die oester. Springer von den Punktrichtern immer bevorzugt werden, davon spricht niemand. Ist doch eine Schande, wenn Simon Amman für einen Sprung nur die Note 18 erhält. Was braucht es denn eigentlich für 20 Punkte? Würde vorschlagen, dass nur noch die Weite zählt. Antworten
