Abschied von «König Bruno I»
Er holte viele Siege: Bruno Risi. (Bild: Keystone)
Sechstagerennen
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Zürcher Sechstagerennen
Profi. Stand am Samstagabend um 21.30 Uhr: 1. Leif Lampater/Christin Grasmann (De) 213 Punkte. 2. 1 Runde zurück: Bruno Risi/Franco Marvulli (Sz) 240. 3. Alexander Aeschbach/Tristan Marguet (Sz) 215. 4. 5 Runden zurück: Danilo Hondo/Christian Bach (De) 181. 5. 7 Runden zurück: Andreas Müller/Sven Krauss (Ö/De) 96. 6. 9 Runden zurück: Walter Perez/Sebastian Donadio (Arg) 123. 7. Daniel Holloway/Sebastian Siedler (USA/De) 61. 8. 12 Runden zurück: Angelo Ciccone/Fabio Masotti (It) 92. 9. 14 Runden zurück: Petr Lazar/Alois Kankovski (Tsch) 103. 10. 17 Runden zurück: Jesper Mörkov/Michael Larsen (Dä) 33. 11. 19 Runden zurück: Nolan Hoffman/Dean Edwards (SA) 107. 12. Maxime Bally/Loïc Perizzolo (Sz) 107. - Toni Tauler/Dario Colla (Sp/Arg) aufgegeben.
Steher. 6. Etappe (20 km): 1. Peter Jörg (Sz)/Schrittmacher Aebi. 2. Mario Vonhof (De)/Durst. 3. Giuseppe Atzeni (Sz)/Dippel. 4. Bruno Menzi (Sz)/Thomas Baur. 5. Mario Birrer (Sz)/Helmut Baur. 6. Reto Frey (Sz)/Luginbühl. - Stand: 1. Jörg 15 Rangpunkte. 2. Atzeni 18. 3. Vonhof 18. 4. Birrer 21. 5. Frey 27. 6. Menzi 27.
Amateure. 5. Etappe (30 km): 1. Claudio Imhof/Silvan Dillier (Sz) 34:13,4 (52,596 km/h), 11 Punkte. 2. 1 Runde zurück: Dominik Stucki/Oliver Hofstetter (Sz) 2. 3. 2 Runden zurück: Kilian Moser/Robin Traber (Sz) 7. 4. Damien Corthésy/Pierre Kaeslin (Sz) 5. 5. Jan-Moritz Müller/Moritz Pfeiffer (De) 3. 6. Grégory Hugentobler/Cyrille Thièry (Sz) 2. - Gesamt: 1. Imhof/Dillier 42. 2. 6 Runden zurück: Moser/Traber 26. 3. Hugentobler/Thièry 21. 4. 7 Runden zurück: Danny Heeley/Ian Moir (USA) 13. 5. Corthésy/Kaeslin 10. 6. Stucki/Hofstetter 4.
Tausende von Zuschauern erwiesen am Samstagabend im Zürcher Hallenstadion dem Urner Bahnfahrer Bruno Risi ihre Referenz und nahmen vom erfolgreichsten Schweizer Bahnprofi der letzten zwei Jahrzehnte Abschied.
Für «König Bruno I» wurde der rote Teppich ausgerollt, und seine Majestät durfte einen Teil der Ehrung in einem Königssessel miterleben. Bevor es offiziell wurde, erlebten die Zuschauer den Bahnprofi als Sänger und Entertainer. Risi sang, begleitet von zwei Musikern, sein Lieblingslied «Alperose». Der Silbermedaillengewinner der Olympischen Sommerspiele 2004 in Athen- zusammen mit Franco Marvulli in der Américaine - und siebenfache Weltmeister wurde danach in einer Rede als Sportler mit einer Karriere ohne Fehl und Tadel gewürdigt.
«Bruno, wir Urner sind alle stolz auf Dich!»
Der Urner Regierungsrat Josef Dittli lobte Bruno Risi als Botschafter, Aushängeschild und Sympathieträger: «Bruno, wir Urner sind alle stolz auf Dich!» Als Geschenk von seinem Heimatkanton erhielt der abtretende Bahnprofi eine Treichel. Bei der Rückkehr Risi auf die Bahn fiel Goldflitter von der Hallendecke. In einer kurzen Ansprache bedankte sich der 41-Jährige nicht nur bei seiner Familie, sondern auch bei den Arbeitskollegen auf der Bahn sowie dem Publikum im Zürcher Hallenstadion: «Ich war schon bei einigen Verbschiedungen dabei. Aber so etwas habe ich in meiner langen Karriere noch nie erlebt.»
Vor der Ehrung stand die Arbeit, und die hatte für Risi/Marvulli eine Überraschung bereit. Leif Lampater und Christian Grasmann nutzten ein Punktefahren zu einem Rundengewinn. Solche Vorstösse in einer Rahmenprüfung sind unüblich, aber vom Reglement her nicht ausgeschlossen. «Wir nutzen jede Möglichkeit», erklärte denn auch Lampater unter den Pfiffen des Publikums, das die Aktion des deutschen Paares nicht goutierte.
Weil sie zudem die 200-Punkte-Marke überboten und damit eine Bonusrunde gutgeschrieben erhielten, wechselte die Gesamtführung von Risi/Marvulli zu Lampater/Grasmann. Damit war der Ablauf der 20- km-Américaine vorgegeben. Das Schweizer Favoritenpaar war zur Offensive gezwungen, die Gegner behielten die Übersicht und konterten. Als lachende Dritte freuten sich Alexander Aeschbach und Tristan Marguet. Die Schweizer Meister siegten mit einer Runde Vorsprung. (vin/si)
Erstellt: 19.12.2009, 23:10 Uhr

