Ravens-Sieg mit einem fulminanten Kickoff-Return-Touchdown-Sprint

Die Baltimore Ravens gewinnen gegen die San Francisco 49ers zum zweiten Mal nach 2001 die Superbowl. Für die Sensation aus spielerischer Sicht sorgte Jacoby Jones von den Ravens.

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Die Baltimore Ravens haben das Finale der American-Football-Liga NFL gewonnen. Die Mannschaft aus dem US-Staat Maryland konnte sich in New Orleans mit 34:31 knapp gegen die San Francisco 49ers durchsetzen. Für den spielerischen Höhepunkt sorgte Jacoby Jones von den Ravens, der einen fulminanten Kickoff-Return-Touchdown-Sprint hinlegte. Mit anderen Worten: Jones rannte von der einen Endzone offizielle 108 Yards bis zur anderen Endzone. Die Ravens holten die berühmteste Sport-Trophäe der USA zum zweiten Mal nach 2001.

Zum wertvollsten Spieler des NFL-Finals wurde Baltimore-Quarterback Joe Flacco gekürt. Flaccos Teamkollege, Linebacker Ray Lewis, beendete mit dem Spiel seine eindrucksvolle Laufbahn.

Ein brisantes Bruderduell

Nachdem die Ravens bis zur 32. Minute verdient mit 28:6 geführt hatten, fiel in der Arena im dritten Spielviertel für 36 Minuten der Strom aus. Im Anschluss an die Unterbrechung kam San Francisco zwischenzeitlich bis auf 29:31 heran, konnten die mitreissende Partie jedoch nicht mehr drehen. Knapp zwei Minuten vor Spielende verpassten die 49ers fünf Yards vor der gegnerischen Endzone einen Touchdown zur definitiven Wende.

Die Superbowl fand in diesem Jahr zum 47. Mal statt. Besondere Brisanz erhielt die Begegnung in New Orleans dadurch, dass sich mit den Cheftrainern John (Baltimore) und Jim Harbaugh (San Francisco) zwei Brüder gegenüber standen.

Beyoncé überrascht mit Destiny's Child

In einem knappen schwarzen Lederoutfit heizte Sängerin Beyoncé dem Publikum bei der Superbowl in New Orleans ein. Die 31-Jährige gab während der Halbzeitpause im Endspiel der American-Football-Liga NFL ein Medley ihrer Hits zum besten, darunter «Crazy in Love» und «Halo».

Dabei bewegte sich die Sängerin in Begleitung zahlreicher Tänzerinnen schwungvoll über die Bühne im Superdome. Für eine Überraschung sorgte ein gemeinsamer Auftritt von Beyoncé und ihren Destiny's Child-Bandkolleginnen Michelle Williams und Kelly Rowland.

Im vergangenen Jahr hatte Madonna für die musikalische Unterhaltung in der Halbzeitshow bei der Superbowl gesorgt.

Alicia Keys singt die Hymne

US-Sängerin Alicia Keys stimmte mit ihrer Darbietung der Nationalhymne auf die Superbowl ein. Vor Beginn des Endspiels in der American-Football-Liga NFL im Superdome von New Orleans trug die 32-Jährige in der Nacht auf heute am Klavier die US-Nationalhymne «The Star-Spangled Banner» vor.

Die 1946 gegründeten San Francisco 49ers sind das wohl berühmteste nordamerikanische Sportteam überhaupt. Sie waren das erste Profiteam innerhalb der vier grossen nordamerikanischen Sportligen NBA, MLB, NHL und NFL, das an der Westküste der USA beheimatet ist. Die Superbowl haben die 49ers bislang fünfmal gewonnen, der letzte Triumph liegt allerdings bereits neunzehn Jahre zurück (1994). Erst Mitte der Neunzigerjahre zügelte der sonntägliche Finalgegner von San Francisco die Franchise von Cleveland nach Baltimore. 2000 erkämpften sich die Ravens den bislang einzigen Superbowl-Titel der Klubgeschichte.

Wiedergeburt für New Orleans

Für die Stadt New Orleans hatte die Austragung der Superbowl symbolischen Wert, ermöglichte der Stadt gewissermassen einen Neustart nach düsteren Jahren. Der Superdome, wo das Spektakel stattfand, steht für die Wiedergeburt der Stadt am Mississippi. Ende August 2005 lag sie in Trümmern, zerstört durch die Folgen von Wirbelsturm Katrina, meterhoch stand das Wasser in den Strassen. Der Superdome war für Tausende das letzte Refugium. (kpn/chk/si/sda)

(Erstellt: 04.02.2013, 03:12 Uhr)

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Der beste Spielzug: Jacoby Jones' Sprint.

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Plötzlich gingen die Lichter aus.

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Beyoncé heizt an der Superbowl tüchtig ein.

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Bruderduell an der Superbowl.

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