Dank Unfall dem Rollstuhl entkommen
Aktualisiert am 27.12.2010 1 Kommentar
Monique van der Vorst war ab 1998 auf einen Rollstuhl angewiesen, nachdem ihr linkes Bein paralysierte und ihr rechtes Knie sich nicht mehr vollständig bewegen liess. Vor 13 Jahren musste Van der Vorst am Knöchel operiert werden. Es kam zu Komplikationen, seither war sie an den Rollstuhl gefesselt. Nun konnte die Holländerin auf ihrer Homepage die Sensation verkünden: «Nach einem halben Leben im Rollstuhl kann ich wieder gehen.»
Zwar beschränkt sich die Zeit, die sie derzeit gehen kann, noch auf wenige Minuten. Aber sie steht auf ihren eigenen Beinen und braucht dabei keine fremde Hilfe. Wie kam es zu diesem Wunder? Nach einem Unfall mit einem Auto auf Mallorca wurde die Blockade offenbar gelöst, die 26-Jährige spürte auf einmal unkontrollierte Zuckungen und wieder Gefühl in ihren Beinen.
Auf Paralympics vorbereitet
In den letzten Monaten unterzog sich Van der Vorst einer «langen und harten Rehabilitation», wie sie auf ihrer Internetseite weiter schreibt. «Ich kann wieder gehen, ich bin zurück auf meinen eigenen Füssen und sehe die Welt plötzlich aus einer anderen Perspektive. Ich fühle mich gross, ich kann den Menschen in die Augen sehen – ein tolles Gefühl.»
Die Kehrseite der Medaille für Van der Vorst, die eine starke Paralympics-Athletin geworden war: «Nun ist ein Start bei den Paralympics 2012 in London, für den ich 30 Stunden pro Woche trainiert habe, nicht mehr möglich. Das ist schon hart.» Bei den Spielen 2008 in Peking eroberte Van der Vorst zwei Silbermedaillen. In ihrem Handbike gewann sie zudem bereits sieben WM- und vier EM-Titel.
Auch den Weltrekord im Marathon hat sich van der Vorst in 1:12:01 Stunden geschnappt. Ein weiterer Höhepunkt in ihrer Karriere: Im Herbst 2009 triumphiert sie als erste Para-Triathletin beim Ironman auf Hawaii. Nun hat sich Van der Vorst neue Ziele gesetzt: «Ich will irgendwann einen Marathon laufen und den echten Ironman gewinnen.» (son)
Erstellt: 27.12.2010, 15:24 Uhr

