Elke-Test: Das Handy für den Hard Body
Von Elke Koch, Roman Weber, Jan Derrer. Aktualisiert am 01.04.2010
Auch wenn es im Moment nicht den Anschein macht – der Frühling ist da. Bald scheint auch die Sonne wieder und man ist voller Tatendrang, auch was das persönliche Sportprogramm anbelangt. Die in den hintersten Ecken des Kleiderschranks deponierten Sportklamotten werden wieder hervorgezogen und auf geht’s auf die Strassen.
Für zielorientierte Sportler
Auch Gelegenheitssportler möchten ab und zu wissen, wie schnell sie ihre gewohnte Joggingstrecke laufen können. Hilfreich kann dabei eine ganz gewöhnliche Stoppuhr sein. Wer jedoch eh sein Handy dabei hat und über Herzfrequenz, gelaufene Schritte, verbrannte Kilokalorien und vieles mehr Bescheid wissen möchte, läuft mit Athlosoft recht gut.
Dieses Smartphone-System wurde speziell für zielorientierte Sportler entworfen, die es genau wissen wollen. Es eignet sich auch für Profisportler, die während ihres Trainingverlaufs über ihren körperlichen Zustand informiert werden möchten.
Für Läufer
Wer seine Daten beispielsweise für seine tägliche Joggingstrecke gemessen bekommen möchte, braucht zusätzlich zu der Software auf seinem Smartphone noch einen Brustgurt. Mit diesem werden die physischen Daten aufgezeichnet. Ausserdem bekommt man noch eine Armhalterung für das Handy mitgeliefert. Diese kann jedoch als störend beim Laufen empfunden werden, da man so das Gewicht des Handys an einem Arm hat. Den Brustgurt hingegen nahmen wir beim Test-Lauf kaum war.
Um nun richtig durchzustarten, macht man den Gurt nass, bindet ihn sich ihn um, befestigt das Handy – wir empfehlen eine kleine Bauchtasche, die man auf den Rücken dreht, statt der Armhalterung – öffnet das Athlosoft-Programm, gibt seine persönliche Daten ein, drückt den Startknopf und das Training beginnt.
Für Radfahrer
Wer lieber mit dem Rad trainiert, benötigt zusätzlich zum Brustgurt die spezielle Handy-Radhalterung und noch einen kleinen Sensor, um die Trittfrequenz und die Radumdrehung messen zu können. Sowohl Sensor als auch Halterung werden mit Kabelbindern an das Rad befestigt.
Um wirklich ständig up to date zu bleiben, können alle Daten via Mobilfuknetz in einem selbst gewählten Intervall auf das Smartphone übertragen werden.
Und nicht nur der Sportler selbst, sondern auch Dritte können via Google Earth – auch live - sowohl die gefahrene oder gelaufene Strecke und die Daten des Trainierenden sehen. Diese Einstellung kann natürlich deaktiviert werden, nicht jeder Sportler mag es, dass Gott und die Welt Einblick auf seinen physischen Zustand hat.
Nur für Windows Mobile
Um Athlosoft nutzen zu können, braucht man ein Windows-Mobile-Gerät, das über einen sehr leistungsstarken Akku verfügt, denn schliesslich sollte dieser nicht früher schlapp machen als der Sportler. In nächster Zukunft sollen aber auch iPhones und Android-Geräte mit der Software laufen.
Athlosoft Mobile ist unserer Meinung nach für Semiprofessionelle- und Profisportler gut geeignet. Allen anderen empfehlen wir eine einfache Stoppuhr, diese ist im Vergleich auch sehr viel günstiger.
Die Athlosoft-Runner-Version kostet rund 200 Franken, die Radsportvariante rund 430 Franken und die Triathlon Edition rund 570 Franken. Die Software inklusive Ausrüstung kann unter www.athlosoft.com bezogen werden. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 01.04.2010, 11:37 Uhr

