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Ammann fliegt auf 236,5 m und holt WM-Gold

Simon Ammann ist auch imSkifliegen nicht zu schlagen; überlegen holte er WM-Gold. Tagesanzeiger.ch/Newsnet berichtete live von der Entscheidung in Planica.

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(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

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    Der vierfache Olympiasieger setzte sich im slowenischen Planica nach vier Durchgängen mit 935,8 Punkten vor dem Österreicher Gregor Schlierenzauer und Anders Jacobsen aus Norwegen durch. Ammann stand zum Abschluss mit 236,5 Metern den weitesten Sprung der WM.

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    Die Bilanz von Simon Amman in dieser Saison: Zweimal Olympiagold, Gesamtweltcup-Sieger, Skiflug-Weltmeister und neun Siege in Weltcup-Springen.

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    1971 wurde Walter Steiner in Planica als erster Skiflug-Weltmeister. Und jetzt also macht es Simon Ammann dem nach Schweden ausgewanderten Schweizer nach.

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    Das ist der perfekte Abschluss für Simon Ammann, der bisher noch nie ein Skifliegen gewinnen konnte. Mit Ausnahme der Vierschanzentournee hat der Toggenburger jetzt alles gewonnen, was es im Skispringen zu gewinnen gibt.

  • Ammann  

    Und ist das der Gold-Flug? Wahnsinnssatz! 236,5 m. Er wollte den Rekord, aber das ist ihm nicht ganz gelungen. An gold gibt es natürlich keine Zweifel! Das ist der achte Sieg in Folge. Der zweitweiteste Flug der Geschicht (es zählen nur solche, die auch gestanden werden!).

  • Malysz  

    Der Pole: Gold, Silber oder Bronze? Er wackelt in der Mittelphase, nur 211,5 m. Damit könnte er die Medaille verspielt haben. Ziemlich sicher sogar.

  • Schlierenzauer  

    Was kann der Titelverteidiger ausrichten? Superflug. 230,5 m. Das ist die Medaille für Schlierenzauer. Und der beste Flug des Tages.

  • Loitzl  

    Und noch ein Autria-Doppelpack. Erst Wolfgang Loitzl: 200 m.

  • Jacobsen  

    Der erste Medaillenkandidat. Im dritten flog er auf 230 m. Jetzt sind es 227,5 m.

  • Kranjec  

    Der Traum von einer einheimischen Medaille wird sich wohl nicht erfüllen. Wie geht es für Kranjec? 222,5 m.

  • Koch  

    Martin Koch ist der nächste. 200 m.

  • Morgenstern  

    Wieder ein Austria-Doppelpack. Erst Thomas Morgenstern, und es wird nochmals verkürzt, Gate 14. Das gibt Pfiffe vom Publikum. 215,5 m.

  • Romören  

    Jetzt kommt der Weltrekordhalter. Auch er fliegt sehr weit. 223,0 m.

  • Olli  

    Der Anlauf wird natürlich sofort verkürzt! Gate 16 für Harri Olli. 199,0 m.

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    Da hat Antonin Hajek einen riesen Flug in den Schnee gesetzt. Das ist der zweitweiteste je gestandene Flug. Der Rekord ist bei 239 m von Björn-Einar Romören. Ahonen flog auch schon auf 240 m, stürzte dann aber.

  • Hajek  

    Antonin Hajek mit viel Aufwind, fast zu viel. Das trägt ihn auf auf Weltrekordweite! Fast zumindest: 236 m.

  • Zauner  

    Nach dem Satz von Kasai wird um drei Lucken verkürzt; es geht von Gate 19 los. Und der Östereicher fliegt wieder weit nach rechts und landet bei 202,5 m.

  • Kasai  

    Der japanische Altmeister hatte im 3. Durchgang einen starken Versuch. Und jetzt? Super, japanischer Rekord: 224,0 m.

  • Happonen  

    Der Finne attackiert: 211,5 m.

  • Chedal  

    Der Franzose mit 214,0 m.

  • Evensen  

    Der Norwegen kann eigentlich fliegen. Zeigt er das im 4. Durchgang von Planica endlich? Unruhig oben und entsprechend nur 202 m.

  • Hautamäki  

    Der finnische frühere Weltrekordhalter segelt auf 204,5 m.

  • Stoch  

    Was kan der Pole? Viel! 218,0 m. Persönliche Bestweite.

  • Ito  

    Der erste Japaner Daiko Ito: 197,5 m.

  • Uhrmann  

    Zwei Deutsche führen und jetzt kommt der letzte Deutsche. Uhrmanns Flug endet bei 203,5 m.

  • Jernej Damjan  

    Der Einheimische fliegt auf 184,0 m.

  • Schmitt  

    Nach dem Italiener-Duell jetzt das deutsche Duell, und Schmitt bleibt vor Neumayer. 192,5 m.

  • Colloredo  

    Gleich der nächste Italiener. Der Landesrekord steht auf 207,5 m. 194,5 m.

  • Morassi  

    198,5 m für den Italiener.

  • Neumayer  

    Guter Flug: 205,5 m.

  • Ahonen  

    Bleibt in seinem letzten Flug (?) unter 200 m. 197 m fliegt er.

  • Hrgota  

    Der Slowene auf 178,5 m.

  • Hilde  

    Wieder nur ein Hüpfer (realtiv) von Tom Hilde, 187 m.

  • Freitag  

    Der Deutsche eröffnet den entscheidenden und letzten Durchgang. Er darf wieder von Gate 22 starten. 193,5 m.

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    Der vierte Durchgang steht unmittelbar bevor.

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    Ammann verbesserte den Schweizer Rekord nochmals um 1,5 m und führt nun sogar 16,4 Punkte vor Malysz. Jacobsen flog im 3. Durchgang zwar noch etwas weiter als Ammann, hatte aber auch zwei Gates mehr Anlauf, was ungefähr sechs Metern entspricht. Rechne. Der vierte Durchgang beginnt in wenigen Augenblicken.

  • Ammann  

    Jetzt der Doppel-Doppelolympiasieger. Und wieder ein weiter Satz! 227,0 m. Persönlicher Rekord! Und er baut die Führung weiter aus.

  • Malysz  

    Jetzt der polnische Herausforderer. Er liegt nur knapp hinter Ammann. Jetzt: 211,0 m.

  • Schlierenzauer  

    Der Titelverteidiger. Es geht um die Medaillen. 222,5 m.

  • Loitzl  

    Der zweitletzte Österreicher. Wolfgang Loitzl segelt auf 213,5 m.

  • Olli  

    Der beste Finne nach zwei Durchgängen. 195,5 m.

  • Kranjec  

    Jetzt der einheimische Favorit Robert Kranjec: 212,5 m.

  • Romören  

    Und noch ein Norweger, der Weltrekordhalter. Aber er muss von Gate 15 aus starten. 205,0 m.

  • Jacobsen  

    Zur Abwechslung jetzt ein Norweger. Riesensatz: 230,5 m.

  • Koch  

    Der nächste Österreicher, Martin Koch. Unruhiger, aber weiter Flug: 220,0 m. Und das bei verkürztem Anlauf. Da muss für Ammann nochmals verkürzt werden.

  • Zauner  

    Man reagiert auf die weiten Flüge. Es geht drei Lucken nach unten. Der nächste Österreicher muss Gate 17 aus starten. Es geht auch weit nach unten, aber auch weit nach links. Er wird Morgenstern nicht überholen.

  • Morgenstern  

    Der fünftbeste Österreicher im Klassement ist nach Halbzeit Elfter... 225,5 m. Persönliche Bestweite.

  • Hajek  

    Antonin Hajek segelt auf 223,5 m.

  • Kasai  

    Der 37-jährige Japaner fliegt auf 220,5 m! Persönliche Bestweite.

  • Happonen  

    Und er wird in führung gehen: 205,5 m.

  • Chedal  

    Auch der Franzose mit einem guten Satz. 199 m. Das reicht für die Führung.

  • Hautamäki  

    Auch der frühere Weltrekordhalter fliegt über 200 m. 204 m.

  • Stoch  

    Der Teamkollege von Adam Malysz. Das geht schon weit hinunter, über 200 m. 203,5 m.

  • Schmitt  

    Martin Schmitt kommt nicht an die Weite von Evensen heran. 186,5 m.

  • Evensen  

    Und der Norweger mit einem weiten Satz: 219,5 m.

  • Ito  

    Man springt jetzt zwei Gates tiefer... Daiki Ito startet von Lucke 20. Und trotzdem über 200 m: 209,5 m.

  • Damjan  

    Jetzt wird es laut, wenn der einheimische Damjan springt: 195,5 m.

  • Uhrmayer  

    Und gleich der nächste Deutsche. Uff, das ging weit, sehr weit: 211,5 m.

  • Freitag  

    Nur 170 m für den Deutschen. Das war ein unruhiger Flug.

  • Colloredo  

    Ist heute Italiener-Tag? Er dürfte die Führung übernehmen.

  • Hilde  

    Die Norwegen gelten eigentlich als starke Flieger. Aber es hat oben etwas Seitenwind und nur 185,0 m.

  • Sedlak  

    Auch der Tscheche kommt nicht an den Wert von Morassi. 192,5 m.

  • Neumayer  

    Auch der Deutsche knapp unter 200 m. 198,5 m.

  • Ahonen  

    Der finnische Adler, jetzt mit Bart. Janne Ahonen. 197,0 m.

  • Hrgota  

    Im Moment springt man von Lucke 22, was doch sehr viel ist. Der Slowene springt auf 190,5 m.

  • Morassi  

    Es geht schon weit nach unten. 201,5 m.

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    In wenigen Augenblicken geht es los mit dem 3. Durchgang. Der Italiener Morassi eröffnet diesen an diesem wunderbaren Samstagmorgen.

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    Traumhafte Bedinungen in Planica. Es könnte heute also sehr weit gehen, da es im Hang etwas Aufwind haben könnte. Und Simon Ammann visiert ja den Weltrekord an. Dieser steht seit 2005 auf 239 m. Der Norweger Björn-Einar Romören hält diesen.

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    Der Kampf um Gold und Silber dürfte einer zwischen Ammann und Malysz werden. «Unsere Klasse und unser Selbstvertrauen ist uns bei den mühsamen Bedingungen im zweiten Durchgang wieder einmal zu Gute gekommen», sagte Ammann. Er stufte die Ausgangslage als vielversprechend ein und brachte auch seine Zufriedenheit über den Vorsprung auf den von Skiflug-Seriensieger Schlierenzauer angeführten Rest des Feldes zum Ausdruck. Aber auch Ammann weiss, dass auf Flugschanzen mit einem Traumsprung im Handumdrehen grosse Differenzen wettgemacht werden können.

    Ammann war von seiner gestrigen Vorstellung nicht einmal besonders angetan. Der erste Sprung war ihm nicht wunschgemäss gelungen. «Im zweiten klappte die Umstellung vom Grossschanzen- auf den Flugschanzen-Modus dann besser», sagte Ammann. Sein Ausrüster hatte ihm extra für die WM noch einmal ein neues Paar Ski gebaut. Weil die Thermik ausblieb und Rückenwind vorherrschte, setzte Ammann aber das gleiche Modell ein wie in Whistler.

    Die späte Anfangszeit kam Ammann aber nicht nur aus meteorologischen Gründen in die Quere. «Das lange Warten auf den Wettkampf war gar nicht nach meinem Gusto, zumal man beim Skifliegen einfach eine andere Anspannung spürt.» Als es zählte, machte Ammann dann trotzdem einen lockeren Eindruck. Vor dem Probedurchgang, in dem er wegen miserabler Windverhältnisse nur 176 m weit kam, hatte er noch die Muse, dem Finnen Harri Olli bei der notdürftigen Reparatur eines kaputten Reissverschlusses zu helfen. Und als sich bald auch der letzte von 17'500 Zuschauern auf den Heimweg gemacht hatte und die Dämmerung über die imposante Anlage hereinzubrechen begann, gab Ammann immer noch in aller Seelenruhe Interviews und Autogramme. Adam Malysz war schon längst wieder an der Wärme.

Erstellt: 20.03.2010, 09:36 Uhr

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