«Ich zweifelte nie an meiner Form»
Der strahlende Sieger: Dario Cologna hat als erster Schweizer den Weltcup für sich entschieden. (Bild: Keystone)
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Dario Cologna, was dachten Sie, als Ihnen als erstem Schweizer die grosse Kristallkugel für den Weltcup-Gesamtsieg überreicht wurde?
Für mich ist ein Traum in Erfüllung gegangen. Der Gesamtweltcup bildet schliesslich das Ziel aller Athleten. Es handelt sich für mich folglich um einen grossen Tag, es ist auch ein grosser Tag für den Langlaufsport in der Schweiz.
Mit welcher Taktik sind Sie in das letzte Weltcuprennen gestartet?
Ich hatte eine komfortable Ausgangslage (dank 1:20 Minuten Vorsprung auf Verfolger Northug). Mir schoss ständig durch den Kopf, dass ich mich auf dem Weg befand, den Gesamtweltcup zu gewinnen.
Sie rechneten nicht mehr damit, dass Ihr härtester Verfolger Petter Northug noch aufschliessen könnte?
Ich war über seinen Rückstand jederzeit informiert und war mir deshalb früh bewusst, dass er mich nicht mehr würde schlagen können. Wobei ich ehrlich sein muss: Schon vor dem Rennen wäre es für mich mehr als eine Überraschung gewesen, wenn er die Differenz danach noch zugelaufen hätte. Zumal er in den vergangenen Tagen keinen derart überzeugenden Eindruck mehr hinterlassen hat, während ich zeigen konnte, in welch guter Form ich noch immer bin.
Gab es für Sie nie einen kritischen Moment, in dem Sie dachten, der Weltcup entgleite Ihnen noch - zumal Northug Sie kurzzeitig von der Spitze verdrängte?
Nein, ich hatte nie Angst, dass es nicht funktioniert. Ärgerlich fiel für mich der Sprint in Lahti aus, als ich in der Qualifikation zweimal stürzte. An meiner Form zweifelte ich allerdings nie. Es ist schön, dass ich beim Weltcupfinale diese Reaktion zeigen konnte und alle Zweifler zum Verstummen brachte.
Jedenfalls haben Sie sich mit Northug ein spannendes Duell geliefert.
Ich wusste, dass er ein hartnäckiger Konkurrent sein würde . . .
. . . der gerne mit vollmundigen Aussagen polarisiert - etwa, er sei bereits zu 99,1 Prozent Weltcupsieger. Wie ist Ihr Verhältnis zu ihm?
Ein ziemlich entspanntes, zumal seine Vorliebe für laute Töne bekannt ist.
Ärgern Sie solche Aussagen nie?
Nein. Ich nehme sie schlicht nicht wahr. Und falls doch, versuche ich in der Loipe mit guten Resultaten zu antworten. (cb/si)
Erstellt: 23.03.2009, 07:52 Uhr

