Kein Exploit mehr von Cologna
Rang 8 zum Abschluss: Dario Cologna fehlte am Ende einer langen Saison die Kraft. (Bild: Reuters)
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Curdin Perl erreichte den 12. Platz und ist in die «rote Gruppe» der 30 weltbesten Athleten vorgestossen.
Zum Saisonschluss war in Mittelschweden der Winter zurückgekehrt. Tiefer Neuschnee machte die Rennen der Frauen und Männer am Sonntag zu einer kräftezehrenden Prüfung. Einer zeigte sich davon unbeeindruckt. Petter Northug zog an der Spitze des 15- km-Rennens einsam seine Runden. Auf der Zielstrecke gönnte sich der Weltcup-Gesamtsieger dieses Winters das Vergnügen, die Hände der Zuschauer abzuklatschen. Der letzte Händedruck Northugs gehörte Maurice Manificat, den er auf dem Zielstrich erwartete. Der ungemein talentierte Franzose war mit der schnellsten Laufzeit vom 12. auf den 2. Platz gestürmt und verwies Marcus Hellner (Sd) auf Rang 3.
Dario Cologna nahm die Prüfung mit Handicapstart aus der sechsten Position in Angriff und gehörte nach 5 km einer Gruppe von sieben Athleten an, die sich hinter Northug und Hellner gebildet hatte. Als die Franzosen zum Angriff schritten, musste Cologna etwas zurückstecken. Mit der zehntbesten Laufzeit kam der Olympiasieger auf den 8. Platz. Damit war zugleich der 4. Schlussrang im Gesamtweltcup fixiert. Zum Sprung aufs Podest reichte es Cologna nicht mehr. Die Militärweltmeisterschaften vom Mittwoch und Donnerstag im Aostatal sowie die Schweizer Meisterschaften vom Wochenende bilden Colognas weitere Einsätze.
Perls überzeugender Auftritt
Das grosse Ausrufezeichen hatte Curdin Perl am Samstag gesetzt. Als Sechster des Verfolgungsrennens gelang dem Engadiner das beste Weltcupergebnis seiner Karriere. Vorher hatte Perl den 10. Platz über 15 km Skating vom Februar 2007 in Davos als Bestleistung ausgewiesen. Auf den Loipen des Lugnetparks rückte Perl im letzten Einsatz des Weltcup-Finales von der 13. bis auf die 10. Position vor (10 km), kam schliesslich aber als Zwölfter ins Ziel. Der Bündner wird in der Weltrangliste an 21. Stelle geführt, ist somit Angehöriger der «roten Gruppe» und wird demzufolge im kommenden Winter den Kader-Status «Nationalmannschaft» erhalten (bisher A- Kader).
Bei den Frauen stand das Weltcup-Finale im Zeichen von Marit Björgen. Die Norwegerin setzte sich deutlich vor Justyna Kowalczyk durch, die seit geraumer Zeit als Weltcup-Gesamtsiegerin feststand. Björgen rückte noch auf den 2. Schlussrang vor, weil Petra Majdic (Sln) seit ihrem Sturz in Vancouver mit vier Rippenbrüchen ausser Gefecht ist.
Falun bedeutete den letzten Einsatz für Virpi Kuitunen (34, Fi) und Sabina Valbusa (38, It). Kuitunen kam in ihrer Karriere zu drei WM-Titeln (Verfolgung Lahti 2001, 30 km Sapporo 2007, Teamsprint Liberec 2009) sowie zu zwei Erfolgen im Gesamt-Weltcup (2007 und 2008). Valbusa blickt auf vier Olympia-Teilnahmen zurück und kam 2006 in Turin ebenso zu Staffel-Bronze wie auch an der WM 2005 in Oberstdorf. (fal/si)
Erstellt: 21.03.2010, 20:17 Uhr

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