Nowitzki spielt sich in den 1000er-Klub
Von Oliver Thommen. Aktualisiert am 05.01.2012
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Deutschlands Sportler des Jahres hat einen weiteren Meilenstein erreicht. Die Partie gegen die Phoenix Suns war die 1000. NBA-Partie von Dirk Nowitzki in der Regular Season. Daneben war der Deutsche mit 20 Punkten auch gleich bester Werfer der Mavericks. Bisher sind zwar schon 97 Spieler in der Geschichte der NBA in den 1000er-Klub eingetreten, doch mit seinem Jubiläum steigt Nowitzki zu den ganz grossen NBA-Legenden auf. So ist er erst der Neunte, der seine tausend Spiele in der gleichen Mannschaft absolviert hat. Und noch nie hatten die Dallas Mavericks einen 1000er in ihren Reihen.
Nowitzki gehört zu den besten, auch weil er ein Korb-Garant ist. In seinen 1000 Spielen erreichte er 22'927 Punkte, nur wenige schafften in dieser Spanne mehr Körbe. Michael Jordan ist in dieser Kategorie alleiniger Rekordhalter mit über 30'000 Punkten. Auch der ganz grosse Rekord der meisten Spiele liegt noch in weiter Ferne: Robert Parish (1976-1997) stand in 1611 Partien auf dem Feld.
Doch kann Nowitzki auch einen NBA-Rekord vorweisen: Am 17. Mai 2011 gelangen ihm im Spiel gegen die Oklahoma City Thunder 24 Freiwürfe. Ein Rekordhalter in Sachen Rekorde ist aber der ehemalige Harlem-Globetrotters-Spieler Wilt Chamberlain (1959-1973) mit 72 Allzeit-Rekorden.
Faktor Ausländer
Seit Mitte der 80er-Jahre finden sich vermehrt auch nicht US-amerikanische Spieler in der besten Basketballliga der Welt. Seither haben verschiedene das Gesicht der NBA geprägt. So beispielsweise der Franzose Tony Parker, der seit 2001 für die San Antonio Spurs aufläuft. Der Guard hat auch schon über 700 Spiele bestritten und dabei über 10'000 Punkte gelandet. Auf 1090 Regular-Season-Partien kam der in Südafrika geborene Kanadier Steve Nash. In Sachen Punkte liegt der geniale Spielmacher mit unter 15'000 in der Regular Season aber deutlich hinter Nowitzki.
Selbiges gilt für Dikembe Mutombo, der zwischen 1991 und 2009 auf Punktejagd ging. Obschon er einer der besten Defensivmänner war, kam der Kongolese in allen Spielen auf 11'729 Punkte in über 1200 Partien. Anders der «The Human Highlight Film» genannte Franzose Dominique Wilkins: In seiner gesamten Karriere erzielte Dunk-Legende Wilkins 26'668 Punkte. Und dem langjährigen New-York-Knicks-Spieler Patrick Ewing aus Jamaika gelangen ebenfalls ein paar Punkte mehr als Nowitzki. Sein Makel aber: er gewann nie einen Titel. Der wohl beste ausländische Verteidiger war Hakeem Olajuwon. Rund 17 Jahre (1984-2001) durften sich die Houston Rockets über den Nigerianer freuen: Neben seinen Defensivqualitäten gelangen ihm 26'946 Punkte.
Dirk Nowitzki wuchs in der letzten Saison mit den Dallas Mavericks zu Hochform auf und holte sich den NBA-Titel. Der 33-jährige Deutsche kann also noch einige Rekorde der internationalen Spieler einstellen und vielleicht ein paar Allzeit-Rekorde. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 05.01.2012, 17:10 Uhr

