So kurz war noch kein Werbespot
Von Stefan Eiselin. Aktualisiert am 26.01.2009 16 Kommentare
30 Sekunden Werbung kosten 3 Millionen Dollar. Kein Wunder, denn die Superbowl ist die wichtigste Sportveranstaltung des Jahres in den USA. Gegen 100 Millionen Menschen werden am 1. Februar den diesjährigen Final der Football-Meisterschaft schauen.
Die amerikanische Brauerei Miller Coors geht dabei nun neue Wege. Sie verzichtet auf gewichtige, lange Spots. «Das macht etwa so viel Sinn, wie Sauerkraut auf einen Donut zu zu geben», erklärt der Konzern. Miller wolle lieber kurze, pointierte Spots machen. So könne man besseres Bier für weniger Geld produzieren.
Die 18 Kürzest-Filmchen wurden von der Agentur Saatchi & Saatchi in New York gedreht. Sie rührt schon mal im Vorfeld kräftig die Werbetrommel. In den USA berichten die Medien denn auch breit über die neuartige Kampagne. Trotz kurzen Spots ist Miller daher höchste Aufmerksamkeit gewiss.
Erstellt: 26.01.2009, 17:32 Uhr
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16 Kommentare
Seit ich digitales Video empfange, schaue ich nur Sendungen, die ich sehen will - wann ich will. Ich gucke kein Live TV meh und die wenigen Werbunterbrechungen werden sekundenschnell überflogen. Diese Bierwerbung würde von mir nur noch wahgenommen, wenn während 20 Sekunden das Logo eingeblendet würde. Auch diese Kürzestidee ist keine gute Antwort auf die veränderten Sehgewohnheiten unserer Zeit. Antworten
@ Marc Hauser: Es gehört doch aber schon mehr dazu, als einfach ein Wort zu sagen. Der witzige Dreh ist ja auch der bodenständige Kerl, der die Schlagworte sagt. erfolgswelle.ch als zusammenhangslos in den Äther gerufenen Begriff damit zu vergleichen, geschweige denn zu behaupten, man hätte damit die Kürze in der Werbung erfunden, schrammt haarscharf am Grössenwahn entlang. Antworten
Derartige Kampagnen dienen normalerweise nicht dem eigentlichen Sinn und Zweck von Werbung (Umsatz erhoehen), sondern einzig dem Image der Agentur welche die Kampagne entwickelt hat. Wirklich effektiv wird auch diese Superbowl Kampagne nicht sein - aber Eins hat sie definitiv erreicht: Aufmerksamkeit in den Medien (und damit hat die Kampagne wohl ihren "Sinn und Zweck) schon erfuellt)! Antworten
Hoffentlich fangen jetzt nicht "alle" an solche Ein-Sekünder zu senden. Mann stelle sich vor, eine 5 minütige Werbepause in der Primetime. Das macht dann 300 Werbespots im Sekundentakt hintereinander. Dann wird es aber Zeit entweder die Kiste aus dem Fenster zu werfen oder sich auf einen epileptischen Anfall vorzubereiten. Antworten
Der redet etwa so sympathisch wie ich rülpse... Werbung ist und bleibt Propaganda. Während wir andere Länder für ihre Staatspropaganda kritisieren, merken wir gar nicht, wie wir von Propaganda der Konzerne zugepflastert werden; jene Konzerne die auch die Politik kontrollieren. Letztlich unterscheiden wir uns wenig von jenen Ländern.. Antworten
Ich hätte einen noch grösseren Knaller: die 0 Sekunden-Werbung! Man könnte am Anfang einer Sendung gross darauf aufmerksam machen, dass die Firma A es vorgezogen hat, 0 Sekunden Werbung zu plazieren und dann auch keine Werbung senden. Das liesse sich bestimmt sehr teuer an viele Werbende verkaufen... Und de Zuschauer hätte auch noch was davon. Uebrigens... ich hasse Werbung! Antworten
Amerikanische Biere von den Grossbrauereien sind so dermassen wässerig, dass sie eine längere Werbung eigentlich gar nicht verdient hätten. Nur, da sie alle gleich schwach schmecken, werden sie in den USA umso mehr beworben und zum Teil sind diese Spots extrem witzig. Antworten



Tobias M. Frey
'tu gutes und sprich darüber', oder 'lila kühe leben länger' (pr-gags, die geschichte machten, von claudia cornelsen). mit einem minimum an aufwand ein maximum an präsenz erzielen: indem wir dann darüber berichten und kommentieren - mich eingeschlossen - bleibt der name miller haften, starkes oder schwaches bier, werbeblocklängen und nichtbeachtung hin oder her. ziel erreicht! Antworten