Vettel: Dank Schafscheren zu Olympia?
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Die Formel 1 wartet immer noch auf ihre Premiere als olympische Sportart. Als Sebastian Vettel vor dem letzten Grand Prix von Australien Schafe scherte, wusste er wohl noch nicht, wie ernst die Neuseeländer das Scheren nehmen und wie ambitioniert sie dabei sind.
Am 29. Februar wird denn auch in Neuseeland die Weltmeisterschaft im Schafscheren beginnen. Während vier Tagen werden sich Hochleistungsscherer an Schafen zu schaffen machen. Doch die Verantwortlichen des Sports glauben selbigen nun vor ein Problem gestellt: «Die besten Scherer sind Athleten, die nun ein anderes Level brauchen», meint die Chefin des neuseeländischen Bauernverbandes, Jeanette Maxwell.
Deshalb sollen sich die Athleten in Zukunft auch an den Commonwealth-Spielen oder an den Olympischen Spielen messen. Für viele ist das nur ein schlechter Scherz: Gulfnews.com glaubt, dass das IOK die Idee «baaaaaaaaad» finden wird.
Ein olympischer Sport?
In Neuseeland herrschen perfekte Bedingungen für die Kultivierung dieses Sports. Obschon nur 4,5 Millionen Menschen die Inseln Neuseelands bewohnen, grasen 40 Millionen Schafe in der Landschaft. Die Besten des Volksports schaffen denn auch eine beachtliche Leistung: In acht Stunden meistern Schafscherer 700 Schafe und absolvieren dabei eine Strecke von rund 80 Kilometern. Erst kürzlich haben zwei Scherer einen bald 17-jährigen Rekord gebrochen: In neun Stunden scherten die zwei Neuseeländer 1341 Schafe.
Die Chance, dass Schafscheren olympisch wird, ist aber gering. Um aber die Anerkennung durch das Olympische Komitee zu erhalten, müsste der Sport in weiten Teilen der Welt verbreitet sein und einem internationalen Verband unterstehen, der diesen überwacht. Viele weitaus bekanntere Sportarten warten ebenfalls auf olympische Weihen. Neben der bereits genannten Formel 1, sind dies auch Squash, Bowling, Tanzen oder Darts.
Erstellt: 20.01.2012, 07:30 Uhr

