Sport

Zwischen Erfolg und Enttäuschung

Die Schweizer Alpinen sorgten an den Paralympics in Vancouver und Whistler für die Höhepunkte; die Nordischen und die Curler enttäuschten.

Silber und Gold: Christoph Kunz holt Gold und Silber und trug als Belohnung bei der Abschlussfeier die Schweizer Fahne.

Silber und Gold: Christoph Kunz holt Gold und Silber und trug als Belohnung bei der Abschlussfeier die Schweizer Fahne.
Bild: Keystone

Die Schweizer Alpinen blieben an den Paralympics in Vancouver in der abschliessenden Super-Kombination (Super G/Slalom) unter den Erwartungen. Einzig Thomas Pfyl (Schwyz) tauchte als Zehnter im Klassement auf.

Einen Tag zuvor hatte der Abfahrtszweite Michael Brügger im Super-G mit Rang 6 als einziger Schweizer eine Spitzenklassierung erreicht. Micha Josi (Adelboden) wurde 22., der zweifache Medaillengewinner Christoph Kunz (Reichenbach) schied nach einem Fahrfehler ebenso aus wie Mitfavorit Pfyl und Hans Pleisch (Saas im Prättigau).

In der Super-Kombination machte es Pfyl besser, bis zum Übergang in den Zielhang lag er sogar auf Medaillenkurs. Als Vierter des Super-G wies er 1,38 Sekunden Vorsprung auf Cameron Rahles-Rhabula (Au) auf, der am Ende Dritter wurde. Pfyl geriet aber in Rücklage, wodurch er die nächsten Tore auf Umwegen anfahren musste und kurz vor dem Ziel beinahe still stand. Statt Bronze wurde es für den zweifachen Medaillengewinner von Turin nur Platz 10.

Fahnenträger Kunz

Mit Gold (Abfahrt) und Silber (Riesenslalom) durch Kunz, der bei der Schlussfeier die Schweizer Fahne trug, sowie Silber (Abfahrt) durch Brügger vermochten die Schweizer Alpinen die Vorgabe zu erfüllen. Deutschland (7/4/4), Kanada (6/4/3), die Slowakei (6/2/3), die USA (3/5/3), Österreich (3/4/4) und Frankreich (1/4/1) lagen in der Nationenwertung vor dem Swiss Paralympic Alpin-Team.

Chef de Mission Ruedi Spitzli zog insgesamt eine positive Bilanz: «Das Ziel wurde erreicht, doch wir werden nicht nur die schwächeren, sondern auch die guten Resultate analysieren müssen. Vor allem gilt es zu hinterfragen, weshalb einzelne Athleten ihre Leistungen abrufen konnten, andere aber nicht an ihre Normalform heran kamen.» Im nordischen Bereich (Langlauf/Biathlon) und Rollstuhl-Curling blieben laut Spitzli die erhofften Exploits aus. (si)

Erstellt: 22.03.2010, 10:00 Uhr

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