Didier Cuche, der König von Kitzbühel
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Der Blick nach oben: Didier Cuche ist der neue König der Streif. Und der Neuenburger vergisst nicht, was auf der Erde passiert. Er spendet 20'000 Euro für die Erdbebenopfer in Haiti.
Bild: KEYSTONE/AP
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Hahnenkamm-Rennen
Kitzbühel. Weltcup-Abfahrt der Männer:
1. Didier Cuche (Sz) 1:53,74.
2. Andrej Sporn (Sln) 0,28 zurück.
3. Werner Heel (It) 0,39.
4. Mario Scheiber (Ö) 0,51. 5. Aksel Lund Svindal (No) 0,68. 6. Hans Grugger (Ö) 0,75. 7. Ivica Kostelic (Kro) 0,97. 8. Didier Défago (Sz) 1,08. 9. Bode Miller (USA) 1,16. 10. Natko Zrncic-Dim (Kro) 1,23. 11. Carlo Janka (Sz) 1,25. 12. Romed Baumann (Ö) 1,48. 13. Patrik Järbyn (Sd) 1,53. 14. Erik Guay (Ka) 1,55. 15. Marco Büchel (Lie) 1,65. 16. Andrej Jerman (Sln) 1,70. 17. Silvan Zurbriggen (Sz) 1,72. 18. Marco Sullivan (USA) und Erik Fisher (USA) 1,75. 20. Manuel Osborne-Paradis (Ka) 1,77. 21. Stefan Thanei (It) 1,80. 22. Georg Streitberger (Ö) 1,89. 23. Tobias Grünenfelder (Sz) 1,94. 24. Steven Nyman (USA) 1,96. 25. Dominik Paris (It) 2,01. 26. Andrew Weibrecht (USA) 2,09. 27. Klaus Kröll (Ö) 2,10. 28. Adrien Théaux (Fr) 2,24. 29. Yannick Bertrand (Fr) 2,25. 30. David Poisson (Fr) 2,27. 31. Beat Feuz (Sz) 2,41. 37. Ralf Kreuzer (Sz) und Christof Innerhofer (It) 3,07. 40. Patrick Staudacher (It) 3,34. 45. Benjamin Raich (Ö) 3,86. 46. Patrick Küng (Sz) 3,90. - 58 Fahrer gestartet, 55 klassiert. - Nicht gestartet: Cornel Züger (Sz). - Ausgeschieden u.a.: Michael Walchhofer (Ö).
Technische Daten: Piste Streif, 3312 m Länge, 860 m HD, 32 Tore; Kurssetzer Helmut Schmalzl (FIS/It).
Der Neuenburger schaffte damit eine seltene Leistung. Abfahrt und Super-G am gleichen Wochenende hatten in Kitzbühel zuvor erst Hermann Maier 2001 und Stephan Eberharter 2002 gewonnen. Cuche siegte damit auf der Streif zum bereits vierten Mal. 1998 hatte er die Sprintabfahrt und vor zwei Jahren die Abfahrt mit Start oberhalb der «Mausefalle» gewonnen.
«Es ist wieder alles aufgegangen», sagte der mit Freudentränen kämpfende Cuche. «Das ist einfach unglaublich. Ich hatte mich selber unter Druck gesetzt. Den Sieg vergleiche ich mit dem Gewinn einer WM- oder Olympia-Medaille. Ich denke, viele empfinden das gleich wie ich. Hier in Kitzbühel zu siegen ist einfach einmalig. Dass ich es wieder geschafft habe, macht mich stolz.» Hatte er sich am Tag zuvor im Super-G den entscheidenden Vorteil auf dem letzten Streckenteil erarbeitet, gehörte Cuche in der Abfahrt vom Start weg zu den Allerschnellsten.
Zurbriggen mit guter Ausgangslage für Kombination
Vorjahressieger Didier Défago als Achter und Weltcup- Gesamtleader Carlo Janka als Elfter werteten die Schweizer Bilanz zusätzlich auf. Stark fuhr auch Silvan Zurbriggen. Der Walliser wurde Siebzehnter und schuf sich so eine gute Ausgangslage mit Blick auf die Kombination, für die in Kitzbühel nach wie vor die Ergebnisse aus Abfahrt und den beiden Slalom-Läufen zusammengezählt werden.
Noch besser aus dem Kreis der Kombinierer schnitt Ivica Kostelic ab. Der Kroate war als Siebenter so gut klassiert wie noch nie in der Abfahrt. Zurbriggen büsste gut sieben Zehntel auf Kostelic ein, Benjamin Raich vermochte er um gut zwei Sekunden auf Distanz zu halten.
Sporn überrascht - Österreicher geschlagen
Cuche am nächsten kam völlig überraschend Andrej Sporn. Der Slowene, einst als Slalom-Spezialist in den Weltcup eingestiegen und seit drei Jahren in den Speed-Disziplinen am Start, hatte mit der Startnummer 7 eine Zeit vorgelegt, an der sich sämtliche Favoriten die Zähne ausbissen - bis Didier Cuche kam. Sporn schaffte sozusagen aus dem Nichts den Sprung aufs Podest. Der 13. Rang vor einem Monat in Val Gardena war seine zuvor beste Abfahrts- Leistung gewesen.
Die in der Abfahrt in diesem Winter nach wie vor sieglosen Österreicher gehörten auch in ihrem Heimrennen zu den Geschlagenen. Bester des ÖSV-Teams war Mario Scheiber, der als Vierter das Podest um zwölf Hundertstel verpasste. Michael Walchhofer schied nach einem Sturz aus. (bru/si)
Erstellt: 09.02.2010, 13:16 Uhr









