Hirschers imponierende Antwort – Punkte für Nidwaldner Vogel
Von Florian A. Lehmann. Aktualisiert am 25.01.2012
(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
| Nummer | Fahrer | Zeit | ||
|---|---|---|---|---|
| 1. | 13 | Gross |
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1:43.23 |
| 2. | 7 | Kostelic |
|
1:43.31 |
| 3. | 23 | Herbst |
|
1:44.27 |
| 4. | 2 | Myhrer |
|
1:44.29 |
| 5. | 14 | Hargin |
|
1:44.54 |
| 6. | 24 | Larsson |
|
1:44.69 |
| 7. | 12 | Mölgg |
|
1:50.87 |
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Rennbericht
Marcel Hirscher kehrt zum Siegen zurück. Der Österreicher gewinnt den Slalom-Klassiker in Schladming und feiert seinen sechsten Vollerfolg in diesem Winter.
Hirscher zeigte sich weder von den Diskussionen wegen seinem angeblichen Einfädler im Slalom in Zagreb noch von seinen Ausfällen in den beiden voran gegangenen Slaloms in Wengen und in Kitzbühel beeindruckt. Die Basis zum insgesamt neunten Weltcup-Sieg legte der Salzburger im ersten Lauf, in dem er die Konkurrenz um mindestens 75 Hundertstel hinter sich liess.
Die grosse Marge benötigte Hirscher im Finale auf dem Weg zu seinem insgesamt neunten Weltcup-Sieg vollends. Im Schlussklassement lag er nur noch 22 Hundertstel vor Stefano Gross. Der Italiener, der in Adelboden als Drittklassierter erstmals unter die ersten drei gefahren war, gehört mittlerweile zu den konstantesten Slalom-Fahrern im Weltcup. Mario Matt belegte Rang 3, einen Hundertstel vor dem Kroaten Ivica Kostelic.
Von den drei Schweizern vermochte sich lediglich Markus Vogel für das Finale zu qualifizieren. Der Nidwaldner klassierte sich im 19. Rang und glich seine saisonale Bilanz wieder aus. Vier zählbaren Ergebnissen stehen vier Ausfälle gegenüber. Vogels Kantonskollege Reto Schmidiger hatte mit Platz 31 die dritte Enttäuschung innerhalb von neun Tagen zu verkraften. Der Junioren-Weltmeister hatte die Qualifikation für den zweiten Durchgang zuletzt schon in Wengen und in Kitzbühel verpasst. Diesmal fehlten dem Youngster 18 Hundertstel zum Erreichen des Primär-Ziels. Schon deutlich länger hält das Tief von Marc Berthod an. Der St. Moritzer musste sich mit Rang 39 bescheiden und scheiterte damit zum zehnten Mal in Folge vorzeitig. (si) -
Klassement Schladming
Weltcup-Slalom der Männer:
1. Marcel Hirscher (Ö) 1:43,01.
2. Stefano Gross (It) 0,22 zurück.
3. Mario Matt (Ö) 0,29.
4. Ivica Kostelic (Kro) 0,30. 5. Naoki Yuasa (Jap) 0,50. 6. Ted Ligety (USA) 0,96. 7. Jens Byggmark (Sd) 1,03. 8. Reinfried Herbst (Ö) 1,26. 9. Benjamin Raich (Ö), André Myhrer (Sd) 1,28. 11. Steve Missillier (Fr) 1,41. 12. Mattias Hargin (Sd) 1,53. 13. Manfred Pranger (Ö) 1,54. 14. Giuliano Razzoli (It) 1,61. 15. Markus Larsson (Sd) 1,68. 16. Christoph Dreier (Ö) 1,86. 17. Brad Spence (Ka) 1,98. 18. Mitja Valencic (Sln) 2,01. 19. Markus Vogel (Sz) 2,11. 20. Michael Janyk (Ka) 2,18. - 24 der 30 Finalisten klassiert.
Ausgeschieden: Jean-Baptiste Grange (Fr), Fritz Dopfer (De), Axel Bäck (Sd), Alexis Pinturault (Fr), Wolfgang Hörl (Ö), Manfred Mölgg (It).
Die besten Laufzeiten
1. Lauf: 1. Hirscher 50,13. 2. Matt 0,75. 3. Dopfer 0,85. 4. Myhrer 0,86. 5. Byggmark 1,04. 6. Kostelic 1,18. Ferner: 22. Vogel 2,61. - Nicht im 2. Lauf: 31. Reto Schmidiger (Sz) 3,74. 39. Marc Berthod (Sz) 4,67. - 75 Fahrer gestartet, 57 klassiert. - Ausgeschieden u.a.: Felix Neureuther, Cristian Deville (It).
2. Lauf: 1. Missillier 51,10. 2. Dreier 0,19. 3. Yuasa 0,47. 4. Janyk 0,51. 5. Gross 0,79. 6. Kostelic 0,90. Ferner: 13. Vogel 1,28. 14. Matt 1,32. 20. Hirscher 1,78. -
Hirscher
Und jetzt Hirscher. Was für ein Druck für den Salzburger...Er startet mit Schwierigkeiten...Oben noch 0,62 vor, jetzt der mittlere Teil, 0,22 liegt er vorne, das ist super-spannend...Hirscher gibt alles, die Fans toben...Und er gewinnt, mit 0,22 Vorsprung! Seine Totalzeit: 1:43,01. Und das alles nach den vielen Diskussion um seine Person. Und er hat wenig Support aus seiner Heimat erhalten in der sogenannten «Einfädler-Affäre».
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Matt
Und nun tobt das Publikum: Matt ist auf der Piste. Oben schnell: 0,38 vor, jetzt der Steilhang, immer noch 0,21 vorne. Er schlängelt sich durch...Im Ziel mit 0,07 zurück, Rang 2!
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Dopfer
Der Doppelbürger beginnt schwungvoll, er ist oben sehr schnell – und dann fädelt er ein...Das Rennen ist zu Ende. Was für ein Pech für den Deutschen. Das heisst aber auch: Gross ist zumindet auf dem Podest.
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Myhrer
Die letzte Slalom-Waffe aus Schweden: Myhrer begibt sich auf die Piste. Oben liegt er noch sehr gut, die zweite Zeit ist aber schon langsamer. Eine Frage des Zustandes der Piste? Myhrer kämpft sich ins Ziel: 1,06 zurück, Rang 7.
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Byggmark
Aufgepasst auf den Schweden, der oben die Reserve aber schon verspielt hat. Nein, da sind zu viele Fehler drin. Er kommt ins Ziel: 0,81 Rückstand auf Gross, Rang 5.
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Kostelic
Jetzt kommt Kostelic, einige österreiche Fans pfeifen und buhen, aber längst nicht alle. Kostelic scheint aber nicht ganz in Form zu sein. Im Ziel fehlen im aber nur 0,08, Rang 2. Die ganze Sache im Vorfeld hat ihm wohl doch zu schaffen gemacht.
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Gross
Und jetzt der letzte Italiener: Gross ist gut unterwegs, liegt vor dem Japaner bei den Zwischenzeiten...Er kommt ins Ziel: Rang 1, 0,28 Sekunden schneller als der Japaner Yuasa.
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Ligety
Es geht weiter mit Ligety, der viel riskiert. Aber er liegt bei der Mitte vorn. Das ist wirklich spannend...Aber 0,46 Sekunden zurück, Rang 2. Der Japaner führt weiterhin.
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Mölgg
Nächster Anlauf eines Alpenländers, den Japaner von der Spitze zu verdrängen. Mölgg kämpft, gibt mächtig Gas. Aber dann ein grosser Fehler – Mölgg muss zurücksteigen, verliert aber viel Zeit: 7,36 Sekunden zurück. Natürlich der letzte Platz.
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Pranger
Immer wieder Österreich: Pranger ist auf der Piste. Pranger ist langsamer als der Japaner. Das wird eng für Pranger, der sehr vorsichtig fährt. Im Ziel hat Pranger einen Rückstand von 1,04. Das ist Rang 6. Also der Japaner Yuasa verblüfft in der Steiermark.
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Raich
Jetzt sind wir gespannt auf Planai-Champion Raich. Kann er den Japaner verdrängen? Raich ist bei der Zwischenzeit langsamer als der Japaner...Im Ziel 0,78 zurück, nur Rang 3 für Raich.
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Bäck
Der Schwede hat seinen Vorsprung schon oben verspielt. Und dann scheidet auch er aus. Also, es wird nun wirklich schwieriger. Das ist schon der vierte Ausfall.
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Grange
Und erneut ist Grange ausgeschieden. Er ist unsicher geworden.
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Yuasa
Der Japaner ist schnell, fährt risikoreich, die Zeiten sind aber gut. Das könnte doch die Bestzeit sein: 1:43.51, er übernimmt die Führung. Und zwar mit einem Vorsprung von 0,76 Sekunden. Gratulation!
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Razzoli
Der Olympiasieger unternimmt einen weiter Anlauf, um sich weiter vorne zu klassieren. Am Ende ist es Rang 4, mit 0,35 zurück.
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Pinturault
Der Franzose nimmt viel Risiko – und scheidet ebenfalls aus, wie in Kitzbühel.
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Hörl
Es geht gleich weiter mit den Austria-Slalom-Festspielen in Schladming. Hörl ist auf der Piste, oben gleichauf wie Herbst – aber dann scheidet er aus. Der erste Ausfall in diesem zweiten Durchgang.
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Herbst
Ein weiterer Österreicher ist auf der Piste. Der Lärmpegel steigt wieder. Es ist wie bei einem Fussball-Match im Prater, wenn es für Österreich um die Wurst geht. Herbst kämpft und geht in Führung: 1:44.27.
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Hargin
Nächster schwedischer Anlauf. Hargin greift an. Die Piste hat oben doch schon gelitt. Bei der 2. Zeit liegt er leicht zurück. Im Ziel mit 0,12 zurück, Rang 2.
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Larsson
Der Schwede fährt auf der Piste, auch er verliert Zeit gegenüber dem führenden Franzosen. 0,27 Sekunden zurück, zweiter Rang für den Schweden.
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Valencic
Auch der Slowene schafft es nicht, Missillier von der Spitze zu verdrängen. Aber Valencic verdrängt Vogel von Rang 4.
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Vogel
Und jetzt Markus Vogel. Punkte wären wichtig für ihn und das Schweizer Slalom-Team. Der Start scheint geglückt. Vogel greift nicht an, aber er kommt durch: 0,70 zurück, Rang 4.
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Spence
Nun sind wir gespannt, ob es der Kanadier schafft, Missillier von der Spitze zu verdrängen. Die Zwischenzeit deuter nicht darauf hin...Nein, er fällt auf Rang 3 zurück.
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Myhre
Ein weiterer Norweger ist auf der Planai-Piste. Myhre büsst Zeit auf Missillier ein: 1,57 zurück, Rang 5.
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Kryzl
Aufgepasst auf den Tschechen, der aber oben nicht so schnell ist wie Missillier. Er zaubert, verliert auch den Schwung. Im Ziel liegt er 2,29 Sekunden zurück.
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Missillier
Ein vivanter Start von Missillier, er ist schneller als Dreier. Also die Fahrer geben richtig Gas: 0,45 schneller, Rang 1.
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Dreier
Dreier ist der erste Fahrer der ÖSV-Slalom-Armada. Er kommt ins Ziel mit neuer Bestzeit: 1:44,87, er geht in Front.
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Janyk
Der Schneefall ist kein Problem für die Fahrer. Die Lichtmasten machen viel Licht, das passt den Slalom-Helden. Janyk ist 0,46 schneller als der Russe, also Platz 1 für den Kanadier.
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Choroschilow
Die Russen kommen: Choroschilow fährt schneller als der Norweger, und zwar mit 0,78 Sekunden Vorsprung. Chapeau, Monsieur Russe!
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Nordbotten
Es geht gleich los mit dem 2. Lauf. Vogel ist der einzige Schweizer im Finaldurchgang. Schmidiger hat als 31. diese Quali knapp verpasst. Aber jetzt Nordbotten, der 22-jährige Norweger. Er ist gestartet. Er hat noch nie Weltcup-Punkte geholt. Das Schneetreiben hält an, man hat alles unternommen, um die Piste bereit zu machen. 1:46,43 ist seine Totalzeit im Ziel.
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Vorfahrerin
Marlies Schild ist erneut Vorfahrerin und wird lautstark bejubelt.
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Resultate 1. Lauf
1. Lauf: 1. Marcel Hirscher (Ö) 50,13. 2. Mario Matt (Ö) 0,75 zurück. 3. Fritz Dopfer (De) 0,85. 4. André Myhrer (Sd) 0,86. 5. Jens Byggmark (Sd) 1,04. 6. Ivica Kostelic (Kro) 1,18. 7. Stefano Gross (It) 1,21. 8. Ted Ligety (USA) 1,31. 9. Manfred Mölgg (It) 1,38. 10. Manfred Pranger (Ö) 1,49. Ferner: 22. Markus Vogel (Sz) 2,61. - Nicht im 2. Lauf: 31. Reto Schmidiger (Sz) 3,74. 39. Marc Berthod (Sz) 4,67.
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Hirscher
Marcel Hirscher führt klar nach dem 1. Lauf in Schladming, und das für einmal ohne Diskussionen. Kann er die Nerven behalten? Klar ist: Ivica Kostelic wird einen Grossangriff starten.
Der Schweizer Markus Vogel kann relativ früh ins Renngeschehen eingreifen.
Erstellt: 24.01.2012, 20:23 Uhr

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