«Ich hatte einen Blackout»
Von Sascha Rhyner. Aktualisiert am 08.02.2011 15 Kommentare
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Nach dem 4. Platz und 23 Hundertstelsekunden Rückstand auf einen Medaillenplatz wirkte Lara Gut im Interview mit dem Schweizer Fernsehen kurz angebunden und etwas genervt. «Ich hätte vier Zehntel schneller sein müssen», sagte sie. Sie sei überhaupt nicht angriffig unterwegs gewesen, analysierte die Tessinerin. «Ich dachte, die Piste sei schwieriger», so die erstaunliche Erklärung der Siegerin des Rennens in Zauchensee.
«Ich hatte einen Blackout und bin einfach runtergefahren», sagte sie weiter. Für die Abfahrt am Sonntag sei deshalb klar: «Ich muss schneller fahren.» Wie sie das anstellen will, behielt sie indes für sich. «Das muss nur ich wissen», meinte sie und rauschte davon. Trainer Stefan Abplanalp erklärte, Gut habe die Medaille im obersten Teil vergeben.
Gisin verfuhr sich – Vonn mit Kopfschmerzen
Einen «himmeltraurigen» Fehler leistete sich Dominique Gisin. Sie verpasste das zweitletzte Tor, weil sie es falsch anfuhr. «Das Aussentor stand in der Sonne und ich hatte mitgekriegt, dass es etwas mehr dreht. Das Innentor habe ich dann im Schatten nicht gesehen. Das ist sehr bitter, aber es hätte auch so nicht zu einer Medaille gereicht», so Gisin zu ihrem Fehler. Jetzt habe sie halt eine gute Trainingsfahrt im Hinblick auf die Abfahrt am Sonntag gehabt.
Eine Enttäuschung erlebte auch die grosse Favoritin Lindsey Vonn, die nur auf den 7. Platz kam und damit erstmals seit 17 Rennen in dieser Disziplin das Podest verpasste. «Mein Kopf war nicht dabei, das habe ich schon beim dritten Tor gemerkt», erklärte die Amerikanerin. Sie hatte sich bei einem Trainingssturz in der letzten Woche eine leichte Hirnerschütterung zugezogen. «Ich hatte schon beim Einfahren Kopfschmerzen und Mühe, mich zu konzentrieren», erklärte sie.
Ein Startverzicht wäre wohl der bessere Entscheid gewesen, befand Vonn im Nachhinein. «Aber es ist WM und ich wollte es probieren», sagte die Gesamtweltcup-Führende. Das erste Abfahrtstraining vom Mittwoch wird sie nun wohl auslassen, um sich für das Rennen am Sonntag zu schonen. «Das heute war nicht ich, aber ich muss auch den ersten drei gratulieren. Sie sind wirklich sehr gut gefahren», zeigte sie sich als faire Verliererin. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 08.02.2011, 13:52 Uhr
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15 Kommentare
In der Super-G Weltrangliste ist Gut auf Platz 3. Alle andern Top-Ten Fahrerinnen sind min. 6 Jahre älter (Ausnahme Fenninger auf Platz 7). Bei so einer Ausgangslage Medallien-Ambitionen zu hegen ist nur normal. Genau so normal ist es mit Rang 4 nicht zufrieden zu sein. Sport ist keine exakte Wissenschaft. Emotionen gehören dazu. Glückliche sowie enttäuschte. Das ist Sport. Bravo Lara!! Antworten

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