«Ich möchte noch lange auf dem Eis stehen»
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Stéphane Lambiel, vor einem Jahr sind Sie zurückgetreten. Wie hat sich Ihr Tagesablauf geändert?
Nicht gross. Ich stehe täglich auf dem Eis, ich trainiere sehr viel. Ich habe keine Schmerzen und kann alles machen, was ich will. Das ist ein grosser Sieg für mich. Ich laufe viele Shows und bin sonst mit Interviews oder Fotoshootings beschäftigt. Es ist alles sehr spannend und macht mir grossen Spass.
Sie treten an vielen Eislauf-Shows an. Wie sieht Ihr Plan für die Zukunft aus?
Ich arbeite viel an meinen Show-Programmen. Ich möchte noch lange auf dem Eis stehen und viele Shows laufen. Mein Ziel ist es, dies noch fünf Jahre auszuüben. Solange habe ich nun Zeit, um mir zu überlegen, was ich danach machen will.
Wie gefällt Ihnen der neue Job als Kommentator bei TSR?
Ich habe das gestern zum ersten Mal gemacht. Es war sehr schön, den Läufern zuzuschauen ohne den Wettkampfstress. Ich finde den Job sehr interessant. Im Wettkampf hast du 4,5 Minuten Zeit, um dich auszudrücken. Kommentieren ist da mehr wie ein Marathon. Es geht sehr lange und irgendwann habe ich gemerkt, dass ich noch gar nichts gegessen hatte.
Florent Amodio hat von seinem Stil her sehr an Sie erinnert. Was denken Sie über die Kurzprogramme von gestern?
Ich wusste, dass die neue Generation kommt. Florent Amodio ist sehr stark und frisch. Er hat viel Energie. Ich habe schon mit ihm trainiert und bin mit ihm Shows gelaufen. Wir verstehen uns gut. Aber wir müssen die Kür abwarten. Amodio ist noch sehr jung, die anderen haben sehr viel mehr Erfahrung. Und man darf Tomas Verner und Brian Joubert sicher nicht vergessen.
Am Sonntag treten Sie in der Gala auf. Wird es anders sein, da Sie sich nicht mehr über einen guten Platz dafür haben qualifizieren müssen?
Es wird sicher anders sein. Ich bin kein Wettkampfläufer mehr, ich bin aus dieser Familie ein wenig raus. Ich freue mich sehr, dort laufen zu dürfen. Früher war der Wettkampf wichtiger, da sind wir am Samstag nach der Kür ausgegangen. Das werde ich am Samstag sicher nicht machen. Jetzt ist das Schaulaufen das Wichtigste für mich.
(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 28.01.2011, 14:01 Uhr

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