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Vonn in eigener Liga – Weirather auf dem Podest

Die Liechtensteinerin Tina Weirather fährt in der Abfahrt in St. Moritz hinter Lindsey Vonn und Maria Höfl-Riesch auf Rang drei. Die Schweizerinnen enttäuschen. Tagesanzeiger.ch/Newsnet berichtete live.

1/6 Hoch überlegen
Lindsey Vonn deklassiert die Konkurrenz in St.Moritz um über eine Sekunde.

   

(si)

Nummer Fahrerin Zeit 1
1. 20 Vonn 1:43.65
2. 9 Weirather 1:45.12
3. 18 Maze 1:45.30
4. 15 Marchand 1:45.51
22 Mancuso 1:45.51
6. 17 Görgl 1:45.55
7. 12 Rolland 1:45.60
8. 14 Fanchini 1:45.80
9. 6 Kamer 1:46.07
10. 27 Schnarf 1:46.09
11. 5 Ruiz Castillo 1:46.27
12. 1 Ross 1:46.28
13. 7 Aufdenblatten 1:46.29
14. 23 Stuhec 1:46.30
15. 8 Fenninger 1:46.49
19 Gut 1:46.49
17. 13 Fischbacher 1:46.57
18. 2 McKennis 1:46.72
19. 29 Revillet 1:46.80
20. 24 Ferk 1:46.91
21. 3 Voglreiter 1:47.10
22. 46 Pellissier 1:47.26
23. 34 Yurkiw 1:47.95
24. 37 Holdener 1:50.64
  • Rennbericht  

    Vor einem Jahr hatte sich Tina Weirather bei einem Sturz in der Abfahrt in Cortina (It) ihren bereits vierten Kreuzbandriss zugezogen. Die abermals lange Pause lässt sich die Tochter von Hanni Wenzel und Harti Weirather seit Beginn des Winters überhaupt nicht anmerken. Mittlerweile hat sich die Liechtensteinerin im Kreis der weltbesten und konstantesten Abfahrerinnen etabliert. Ihrem überraschenden zweiten Platz zum Auftakt in Lake Louise liess sie die Ränge 10, 9 und 5 folgen und bestätigte ihren Coup in Kanada damit eindrücklich. Nun liess Tina Weirather als Drittklassierte ihren zweiten Podestplatz im Weltcup folgen - an jenem Ort, an dem ihre Mutter 1974 an der WM den Titel im Slalom und Silber in der Kombination geholt hatte.

    Die vom Verletzungspech verfolgten Schweizerinnen brachten ausgerechnet beim einzigen Heimauftritt in diesem Winter erstmals keine Fahrerin in die ersten zehn. Die noch Bestplatzierte war Nadja Kamer, die erst vor zwei Wochen nach zehnmonatiger Verletzungspause ihr Comeback gegeben hatte. Fränzi Aufdenblatten, der nach dem starken Auftritt im Abschlusstraining aus Schweizer Sicht am ehesten eine Spitzenklassierung zugetraut worden war, enttäuschte ebenso wie Lara Gut. Das Schweizer Team war schon vor Beginn des Rennens weiter dezimiert worden. Martina Schild musste wegen einer Magen-Darm-Grippe auf den Start verzichten.

    Lindsey Vonn fuhr ein weiteres Mal in einer eigenen Liga. Die Amerikanerin distanzierte bei ihrem achten Sieg in dieser Saison (und dem 49. insgesamt) Maria Höfl-Riesch um 1,42 Sekunden. Mit ihrem ersten Abfahrtssieg in St. Moritz tat sie auch einen weiteren Schritt Richtung vierten Erfolg im Gesamtweltcup. Diese Wertung führt sie nunmehr mit 352 Punkten vor der Slowenin Tina Maze an, die in St. Moritz Vierte wurde. Maria Höfl-Riesch fuhr zum fünften Mal in diesem Winter unter die ersten drei, gewonnen hat die Deutsche indessen noch nie.

  • Feierabend  

    Und auch die letzte Schweizerin kann das katastrophale Teamresultat nicht retten, die beste Fahrerin ist Nadja Kamer auf Rang 12.

  • Holdener  

    Wendy Holdener kommt mit fast 7 Sekunden Rückstand ins Ziel.

  • Smiseth  

    Die Norwegerin ist bereits die vierte Fahrerin, die ausscheidet.

  • Stuffer  

    Die Italienerin scheidet aus.

  • Mancuso  

    Die US-Amerikaner kann ihre Erwartungen nicht erfüllen, Platz fünf, Rückstand 1.86.

  • Höfl-Riesch  

    Die Deutsche kämpft, aber kommt nie und nimmer an die Zeit von Vonn ran. 1.42 Rückstand, Platz zwei.

  • Vonn  

    Lindsey Vonn mit einer perfekten Fahrt, sie deklasssiert die Konkurrenz und schiebt sich auf Platz 1.

  • Gut  

    Lara Gut mit einer höchst unsicheren Fahr, auch die technischen Passagen machen ihr zu schaffen. Der Rückstand 1.37.

  • Maze  

    Die Slowenin schiebt sich auf Rang zwei, Weirather hat scheinbar eine starke Marke gesetzt.

  • Görgl  

    Die Österreicherin verpasst das Podest um eine Hundertstel.

  • Merighetti  

    Eine halbe Sekunde Rückstand für die Italienierin.

  • Marchand  

    Die Französin drückt sich mit 39 Hundertstel Rückstand auf den 2. Platz.

  • Fanchini  

    Die Italienerin verpasst das Podest um 20 Hundertstel.

  • Fischbacher  

    Die Österreicherin enttäuscht auf der ganzen Linie, 1.45 Rückstand

  • Rolland  

    Die Französin mit einer ansprechenden Fahrt momentan auf Platz drei.

  • Pärson  

    Die Schwedin scheidet aus.

  • Weirather  

    Die Liechtensteinerin mit einer soliden Fahrt, sie setzt die neue Bestzeit 1:45.12.

  • Aufdenblatten  

    Die Schweizerin kommt nicht auf Touren, Rückstand: 0.75

  • Kamer  

    Keine schlechte Fahrt, aber ob das für die Top Ten reicht?

  • Ruiz Castillo  

    Die Spanierin enttäuscht mit einer lahmen Fahrt – 0.73 Rückstand.

  • Smith  

    Das US-Girl geht in Führung – neue Bestzeit 1:45:54.

  • Vogelreiter  

    Die Österreicherin mit 0:82 Rückstand im Ziel.

  • McKennis  

    Ihr Landsfrau mit kommt 44 Hundertstel Rückstand ins Ziel.

  • Ross  

    Die US-Amerikanerin eröffnet die Abfahrt von St.Moritz mit 1:46.72.

  • Vorschau  

    Lara Gut hat es diese Saison mehrfach nicht ins Ziel geschafft – in St.Moritz soll sich das nun ändern: «Lara wird diese Krise überwinden – das wird sie noch stärker machen», sagt die je dreifache Olympiasiegerin und Weltmeisterin im «Blick». Psychologisch sei es natürlich schwierig, wenn man immer ausscheide, so Schneider.

    Dass die jugendliche Lockerheit Guts, mit der diese zu Beginn ihrer Karriere das Schweizer Publikum erfreut hatte, nicht ewig währen konnte, ist für Vreni Schneider logisch. «Dieser Moment musste kommen. Sie war so jung bei ihrem ersten Erfolg, ein so hübsches Mädchen. Man hat von ihr extrem viel erwartet», sagt die Elmerin.

    Geduld gefragt


    Der Druck auf Gut sei immens gewesen, so Schneider weiter. «Das geht an niemandem spurlos vorbei.» Von der Brechstange als Mittel gegen die Baisse rät Schneider ab – vielmehr sei jetzt Geduld gefragt.

    «Mir hat es immer geholfen, wenn ich die Saison einfach abhakte, wenn ich mir eingestand, dass ich ein Mensch und keine Maschine bin.» (sda)

Erstellt: 28.01.2012, 10:28 Uhr

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