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«Wenn ich keinen Fehler mache, bin ich hier schnell»

Interview Werner Eisenring (si). Aktualisiert am 23.01.2010

Nur an einem Ort konnte Didier Cuche schon mehr als einmal siegen: Ausgerechnet in Kitzbühel, wo er am Freitag seinen bereits dritten Erfolg sicherstellte.

Sieger vom Freitag: Didier Cuche will am Samstag in der Abfahrt erneut zuschlagen.

Sieger vom Freitag: Didier Cuche will am Samstag in der Abfahrt erneut zuschlagen.
Bild: Keystone

Didier Cuche, Siege in Kitzbühel geniessen immer spezielle Wertschätzung, auch für Sie?
Ja. Ein Sieg in Kitzbühel hat immer eine ganz besondere Bedeutung. Die Leute hier zeigen Respekt vor der Leistung. Jeder, der hier schon auf der Piste auch nur heruntergerutscht ist, weiss wovon ich rede.

Was gefällt Ihnen vor allem in Kitzbühel?
Die Streif braucht viel Überwindung. Solche Pisten und insbesondere Passagen, in denen es wirklich ganz schwierig ist, die liegen mir besonders gut. Ich weiss: Wenn ich keinen Fehler mache, bin ich hier schnell. Und ausserdem habe ich hier vor zwölf Jahren meinen ersten Weltcupsieg errungen. Ich reise immer mit einem ganz speziellen Gefühl an, aber auch mit der Hoffnung, gesund wieder abzureisen.

Dass sie vor zwei Österreichern gewonnen haben, muss wie das Tüpfelchen aufs i gewesen sein...
Ich kämpfe nicht gegen die Österreicher speziell, sondern auch gegen alle anderen. Für mich ist es schön, dass neben mir zwei Österreicher bei ihrem Heimrennen auf dem Podium vertreten sind, Hauptsache Rot-Weiss, am liebsten aber in der Reihenfolge von heute...

Als früherer Kitzbühel-Gewinner besitzen Sie ja ihre «eigene» Gondel. Sind Sie heute mit ihr hoch zum Start gefahren? Nein. Ich fuhr mit der Gondel von Roland Collombin. Vielleicht warte ich auch am Samstag, bis die wieder kommt.

Carlo Janka hat schon verschiedentlich gesagt, er fahre in Kitzbühel nicht mit dem allerletzten Risiko. Wie gehen Sie die Aufgabe an.
Ich muss mit 100 Prozent Kampf an die Sache gehen. Das ist für mich eine Voraussetzung, um verletzungsfrei zu bleiben. Sonst würde es für mich gefährlich.

Sie hatten sich im Dezember in Val d'Isère eine schmerzhafte Rippenverletzung zugezogen. Stört Sie die noch immer?
Die Schmerzen waren eigentlich nie ein Problem. Das hatte ich dank der Spritzen im Griff. Das Problem lag vielmehr im ‹Kopf›. Ich habe aber schon letzte Woche beim Einfahren am Lauberhorn gespürt, dass ich die Kurven wieder so hinkriege wie noch zu Beginn der Saison.» (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 23.01.2010, 06:56 Uhr

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