«An diesem Berg ist Janka im Riesenslalom der Chef»
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WM-Riesenslalom, 1. Lauf
1. Carlo Janka (Sz) 1:08,25
2. Benjamin Raich (Ö) 0,48 zurück
3. Massimiliano Blardone (It) 0,96
4. Didier Cuche (Sz) 1,13
5. Marcel Hirscher (Ö) 1,15
6. Manfred Mölgg (It) 1,19
7. Philipp Schörghofer (Ö) 1,59
8. Jean-Baptiste Grange (Fr) 1,65
9. Ted Ligety (USA) 1,71
10. Truls Ove Karlsen (No) 1,95
11. Alexander Ploner (It) 1,99. 12. Aksel Lund Svindal (No) 2,21. 13. Marc Berthod (Sz) 2,30. 14. Davide Simoncelli (It) 2,34. 15. Didier Défago (Sz) 2,53. 16. Gauthier de Tessières (Fr) 2,60. 17. Bode Miller (USA) 2,72. –
Ausgeschieden u.a.: Kjetil Jansrud (No), Cyprien Richard (Fr), Thomas Fanara (Fr).
Carlo Janka hat seine Vorliebe für die WM-Piste Bellevarde einmal mehr eindrücklich unter Beweis gestellt. Der Bündner führt nach dem ersten Lauf des Riesenslaloms das Klassement an. Dass sich Janka in Val d'Isère besonders wohl fühlt, hat nicht erst seit dem Gewinn der Abfahrt-Bronzemedaille am vergangenen Samstag Gültigkeit. Die spezielle Bindung an den WM-Ort hatte schon vor einem Jahr eingesetzt, als der Bündner als Achter in der Super-Kombination seine erste Top-Klassierung im Weltcup erreicht hatte.
Die vorläufige Krönung der Beziehung folgte vor zwei Monaten im Riesenslalom mit dem Premierensieg im Weltcup. Mit seiner deutlichen Bestzeit im ersten Durchgang legte Janka den Grundstein zum ganz grossen Coup.
Janka: «Man muss es nehmen, wie es ist...»
Teamkollege Didier Cuche sagte heute im Zielraum: «An diesem Berg ist Janka im Riesenlalom der Chef.» Janka, dem auf seiner Fahrt im Gegensatz zum zu aggressiven Cuche eine ruhige und lockere Fahrt gelang, sprach davon, dass das «Selbstvertrauen gross» sei. «Ich hätte nicht mit so grossen Abständen gerechnet», sagte er. «Es ist so, wie es ist. Man muss es nehmen, wie es ist.» Wenn man mit knapp einer halben Sekunde an der Spitze liegt, lässt sich das leichter sagen als wenn man abgeschlagen ist.
Träumen vom ersten Riesenslalom-Weltmeister seit Michael von Grünigens Triumph vor acht Jahren ist erlaubt, zumal mit dem Aufsteiger des Winters einzig Benjamin Raich einigermassen in Tuchfühlung blieb. Der Pitztaler, der sich während zweier Tage zuhause auf seine letzten WM-Einsätze vorbereitet hat, liegt 48 Hundertstel zurück.
Didier Cuche in Lauerstellung
Die Chance auf eine Medaille hat sich auch Didier Cuche aufrecht erhalten. Der Super-G-Weltmeister und Abfahrts-Zweite büsste wohl 1,13 Sekunden auf Janka ein. Vom drittklassierten Italiener Massimiliano Blardone ist der Neuenburger indessen lediglich 17 Hundertstel entfernt.
Dank Marcel Hirscher liegt der immense Druck, Österreichs Männer-Team an dieser WM endlich die erste Medaille zu bescheren, nicht allein auf Raichs Schultern. Der bald 20-jährige Salzburger, das derzeit grösste Talent im ÖSV, war nur zwei Hundertstel langsamer als Cuche.
Défago und Berthod mit grossem Rückstand
Marc Berthod, der Mitte Januar im Slalom in Wengen sein letztes Rennen bestritten und seither wegen seinen Rückenproblemen pausiert hatte, war die fehlende Wettkampfpraxis anzumerken. Der St. Moritzer büsste 2,3 Sekunden auf Janka ein. Noch etwas mehr Zeit liess Didier Défago liegen. Der Walliser fand im engen Kurs wie erwartet nicht die gewünschten Bedingungen vor. (str/si)
Erstellt: 13.02.2009, 11:40 Uhr


