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Andrés Iniesta macht Spanien zum Weltmeister

Von Stephan Roth. Aktualisiert am 11.07.2010

Tagesanzeiger.ch/Newsnet stimmte Sie mit einem Countdown auf den WM-Final ein und berichtete live vom Duell Holland - Spanien.

0 : 1

  • 116. Iniesta 0:1.

1/28 Matchwinner Andres Iniesta mit dem WM-Pokal.
Bild: Reuters

   

(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

  • Spanien krönte sich in Südafrika erstmals zum Weltmeister. Der amtierende Europameister setzte sich im Final gegen Holland 1:0 durch.

    Das Penaltyschiessen war nicht mehr fern, die 116. Minute war angebrochen, da gelang den Spaniern nochmals ein Angriff. Der eingewechselte Cesc Fabregas passte in der 116. Minute auf Andres Iniesta. Der Barcelona-Spielmacher erzielte aus leicht spitzem Winkel den entscheidenden Treffer. Spanien schaffte damit, was zuvor erst Deutschland (1972/1974) und Frankreich (1998/2000) gelungen war: Nacheinander die Europameisterschaft und die Weltmeisterschaft zu gewinnen. Holland scheiterte derweil zum dritten Mal nach 1974 und 1978 in einem WM-Final.

    In den 120 Minuten hatten sich die beiden Teams in Johannesburg mehrheitlich neutralisiert. Die Spanier waren zwar optisch leicht überlegen, aber einen Dauerdruck wie in den vorangengangenen Spielen konnte der Europameister nicht aufsetzen. Nur in der Startviertelstunde schienen die Holländer durch das Kombinationsspiel und Tempo des Gegners überfordert. Schon nach fünf Minuten zwang Sergio Ramos den holländischen Keeper Maarten Stekelenburg zu einer Glanzparade, sieben Minuten später kam David Villa mit einem Volleyschuss dem 1:0 nahe.

    Danach glich sich das Geschehen im mit über 84&000 Zuschauern besetzten Soccer-City-Stadion aus. Die Holländer zeigten ein geschicktes Pressing, machten die Räume eng und unterbanden das Kombinationsspiel der Spanier soweit, dass das Tor von Stekelenburg nicht mehr unter Dauerbeschuss geriet. Zum Teil gingen die Holländer mit rustikalen Mitteln zu Werke. Die beiden defensiven Mittelfeldspieler, Mark van Bommel und Nigel de Jong, durften sich glücklich schätzen, dass der englische Schiedsrichter Webb für ihre harten Interventionen in der ersten halben Stunde nur Verwarnungen aussprach. De Jong, der Xabi Alonso mit gestrecktem Bein mitten in die Brust traf, hätte zwingend die Rote Karte sehen müssen.

    Mit ihrer destruktiven Spielweise verhinderten die «Oranjes» - in früheren Jahren noch ein Synonym für attraktiven und offensiven Fussball - einen spektakuläreren Final. Sie foulten, zerstörten und warten auf den "Lucky Punch" durch einen ihrer Starspieler. Beinahe wäre diese Taktik schon in den ersten 90 Minuten aufgegangen: Der Bayern-Legionär Arjen Robben konnte zweimal, in der 62. und in der 83. Minute, solo auf Spaniens Goalie Iker Casillas zulaufen und verlor beide Duelle.

    Auch Spanien hatte schon vor dem goldenen Tor von Iniesta seine Grosschancen, obwohl es durch die kluge Raumaufteilung der «Elftal» im Aufbau sichtlich gestört wurde. In der 70. Minute landete eine flache Hereingabe des eingewechselten Jesus Navas in den Füssen von Goalgetter David Villa, der aber aus fünf Metern den später, in der 110. Minute wegen einer zweiten gelben Karte des Platzes verwiesenen Verteidiger Johnny Heitinga anschoss. In der 77. Minute kam Sergio Ramos nach einem Eckball freistehend zum Kopfball. In der Verlängerung scheiterte Cesc Fabregas im Alleingang an Stekelenburg.

    Nachdem die holländische Abwehr 90 Minuten nur sehr wenig hatte anbrennen lassen, zeigte sie in den restlichen 30 Minuten einige Lücken. Fabregas, Andres Iniesta (98.) und Navas (101.) konnten davon zunächst nicht profitieren. Doch eine weitere holländische Unaufmerksamkeit in der 116. Minute entschied dann den Final und machte Spanien zum achten Weltmeister der Geschichte. (Si)

  • Telegramm

    Holland - Spanien 0:1 n.V. (0:0)
    Soccer City, Johannesburg. - 84'490 Zuschauer. - SR Webb (Eng). - Tor: 116. Iniesta 0:1.
    Holland: Stekelenburg; Van der Wiel, Heitinga, Mathijsen, Van Bronckhorst (105. Braafheid); Van Bommel, De Jong (99. Van der Vaart); Robben, Sneijder, Kuyt (71. Elia); Van Persie.
    Spanien: Casillas; Sergio Ramos, Pique, Puyol, Capdevila; Busquets, Xabi Alonso (87. Fabregas); Pedro (60. Navas), Xavi, Iniesta; Villa (106. Torres).
    Bemerkungen: 110. Gelb-rote Karte gegen Heitinga (Foul). Verwarnungen: 15. Van Persie. 16. Puyol. 22. Van Bommel. 23. Sergio Ramos. 28. De Jong. 54. Van Bronckhorst. 57. Heitinga. 66. Capdevila (alle Foul). 84. Robben (Reklamieren). 111. Van der Wiel (Foul). 117. Mathijsen (Reklamieren). 120. Xavi (Unsportlichkeit).

  • Tagesanzeiger.ch/Newsnet berichtete live vom Final:

  • Nur die Schweiz konnte bei dieser WM den Weltmeister schlagen. Das ist schon bemerkenswert. Und auch Tintenfisch Paul hatte wieder richtig getippt. Seine tolle Bilanz: 8 Tipps, 8 Richtige!

  • Abpfiff

    Spanien ist Weltmeister! Und Holland wieder nur Zweiter - wie 1974 und 1978.

  • 123'

    Abstoss für Spanien.

  • 122'

    Holland drückt noch einmal. Torres liegt derweil verletzt am Boden.

  • 121' Gelbe Karte

    Zwei Minuten Nachspielzeit. Auch Xavi sieht noch Gelb.

  • 117' Gelbe Karte

    Auch Iniesta, der sich das Trikot auszog, sieht Gelb.

  • 117' Gelbe Karte

    Mathijsen wird wegen Reklamierens verwarnt.

  • 116' Tor! 0:1

    INIESTA! Diesmal liess sich Barcelona-Star Andres Iniesta nach einem Pass von Navas die Chance nicht entgehen. Spanien führt!

  • 115'

    Freistoss für Holland... Sneijders Schuss wird abgelenkt. Das englische Trio gibt aber Abstoss.

  • 113'

    Robben hat Glück, dass Robben er nicht auch Gelb-Rot sieht, als er nach einem Offside den Ball noch ins Tor schiesst.

  • 111' Gelbe Karte

    Iniesta wird immer stärker. Van der Wiel stoppte ihn regelwidrig und sieht Gelb.

  • 110' Gelb-Rot

    Jetzt muss es Rot geben! Heitinga stoppte Iniesta. Freitoss aus rund 19 Metern Distanz. Xavi schiesst... Übers Tor.

  • 106' Wechsel

    Fernando Torres ersetzt Villa. Gegen Honduras hatte der künftige Barcelona-Stürmer einen Penalty verschossen. Ob das eine Überlegung war?

  • Anpfiff

    Weiter geht's!

  • Abpfiff

    Es gibt noch einmal eine kurze Pause. Fabregas hatte die grösste Chance in der ersten Hälfte der Verlängerung vergeben.

  • 105' Wechsel

    Braafheid ersetzt Captain Van Bronckhorst. Die Karriere des 35-Jährigen ist nach 106 Länderspielen beendet. Er hatte mit Navas viel Probleme. Kommt Van Bronckhorst heute noch einmal zum Einsatz, wenn der Pokal übergeben wird?

  • 104'

    Solo von Fabregas. Der Schuss des Arsenal-Punchers verfehlt das Tor.

  • 101'

    Da hatte mancher den Torschrei schon auf der Zunge. Doch Navas' abgefälschter Schuss landet im Aussennetz! Corner.

  • 100' Wechsel

    Van der Vaart kommt für De Jong. Van Marwijk gibt einen Impuls für die Offensive.

  • 99'

    Es mag Leute geben, die über die Qualität des Spiels klagen. Aber dieser harte Fight ist packend, keine Sekunde langweilig. Und Iniesta vergibt die nächste Chance! Da hat er viel zu lange gewartet!

  • 98'

    Corner für Spanien. Puyol bringt keinen Druck hinter seinen Kopfball. Abstoss.

  • 96'

    Holland kontert und kommt zu einem Corner.

  • 95'

    Riesenchance für Fabregas! Der Joker scheitet nach einem Super-Pass von Iniesta an Stekelenburg! Villa wäre frei gewesen...

  • 92'

    Penalty für Spanien? Nein, sagt Webb. Xavi hatte Heitinga bei seinem Schussversuch getroffen und nicht umgekehrt, denke ich. Corner.

  • Anpfiff

    Weiter geht's!

  • Robben hat den Matchball in der 62. Minute alleine vor Casillas vergeben. Der spanische Torhüter war ganz knapp noch mit dem Fuss an den Ball gekommen. Eine hervorragende Chance vergab dann aber auch Ramos per Kopf.

  • 93'

    Konter von Holland. Doch Sneijder schiesst. Hat er wirklich aus so grosser Distanz geschossen?

  • 92'

    Spanien sucht die Lücke.

  • 91'

    Die Nachspielzeit beträgt drei Minuten. Vorerst zumindest.

  • 88'

    56 Prozent beträgt der Anteil des spanischen Ballbesitzes. Die Holländer haben mit bisher 21 Fouls dagegengehalten. Und sie hatten durch Robben die beiden grössten Chancen.

  • 87' Wechsel

    Bei Spanien macht sich Fabregas bereit. Er ersetzt Xabi Alonso.

  • 84' Gelbe Karte

    Robben reklamiert unaufhörlich und wird verwarnt. Doch der Bayern-Star muss auf sich selbst wütend sein. Er hätte diesen Fehler von Puyol ausnützen müssen.

  • 83'

    Robben überläuft Puyol und zieht aufs Tor zu. Wieder kann er die Chance nicht nutzen!

  • 81'

    Iniesta stürmt in den Strafraum und wird von Sneijder gestoppt. Stark gemacht vom Inter-Star, der heute den vierten Titel in dieser Saison gewinnen will.

  • 79'

    Corner für Spanien. Der Druck des Europameisters steigt.

  • 78'

    Revanchefoul von Iniesta an Von Bommel. Er kommt mit einer Ermahnung davon.

  • 77'

    Villa schiesst! Corner. Riesen-Kopfballchance! Wie konnte der völlig freie Ramos diese Möglichkeit aus rund sechs Metern vergeben?

  • 74'

    Villa schiesst. Vorbei.

  • 73'

    Dieser WM-Final ist längst ein Abnützungskampf. Heitinga foult Iniesta. Nur Freistoss, nicht Gelb-Rot.

  • 70' Wechsel

    Eljero Elia ersetzt den blassen Kuyt.

  • 69'

    Riesenchance für Villa! Heitinga hatte erst den Ball verpasst, dann in höchster Not gerettet! Corner.

  • 68'

    Das Spiel bleibt enorm intensiv. Die Spieler müssen im siebten Spiel auch langsam ihre Reserven mobilisieren.

  • 67' Gelbe Karte

    Capdevila sieht vor ein taktisches Foul an Van Persie Gelb.

  • 64'

    Die Deutschen hatten gegen Spanien im Halbfinal auch nur eine (nicht ganz so) gute Chance. Kroos vergab sie beim Stand von 0:0. Die Schweizer nutzten hingegen ihre Möglichkeit durch Fernandes

  • 62'

    Fehler von Piqué! Robben zieht alleine aufs Tor zu... und scheitert an Casillas! Das war die grösste Chance des Spiels! Die hätte Robben nicht vergeben dürfen. Corner.

  • 60' Wechsel

    Jesus Navas ersetzt den enttäuschenden Pedro.

  • 57'

    Die Spanier hatten den Ball wegen Villa ins Out gespielt. Die Holländer geben den Ball zurück - allerdings in der Nähe der Corner-Fahne. Die Spanier reagieren verärgert, vor allem auch weil «Oranje» sofort zum Pressing ansetzt. Mit Fairplay hatte das nichts zu tun.

  • 56' Gelbe Karte

    Villa bleibt nach einem Einsteigen von Heitinga liegen. Webb verwarnt bereits den fünften Holländer.

  • 55'

    Xavis Freistoss verfehlt das Ziel.

  • 54' Gelbe Karte

    Ein taktisches Foul führt zu einer Verwarnung für Van Bronckhorst. Der 35-Jährige bestreitet heute sein letztes Spiel.

  • 53'

    Das Tempo des Spiels steigt. Ich denke, die Trainer haben ihren Teams gesagt, dass sie nicht so weiterklopfen können.

  • 52'

    Robben zieht zur Mitte und schiesst wie so oft mit links. Casillas hält mühelos.

  • 51'

    Das holländische Pressing zwingt Puyol zu einem Fehler. Einwurf für «Oranje».

  • 49'

    Heikle Szene an der Strafraumgrenze. Van Bommel drückt oder schubst Alonso um. Webb gibt Abstoss.

  • 48'

    Corner für Spanien. Puyol verlängert per Kopf, Capdevila verpasst!

  • 46'

    Ich nehme an, dass Spaniens Trainer Del Bosque seinem Team gesagt hat, das es wieder mit Ruhe und Spielkultur zu Werke gehen solle.

  • Anpfiff

    Weiter geht's!

  • Auch ZDF-Experte Oliver Kahn sagt zu Nigel De Jongs Foul: «Da muss man Rot geben.» Der deutsche Ex-Keeper sagt aber, dass die Härte der Holländer ansonsten auch ein legitimes Mittel sei. «Ich habe mich schon lange gefragt, wann eine Mannschaft dieses Mittel gegen die Spanier wählt. Die Holländer haben den Spanier damit den Schneid abgekauft.»

  • Das Spiel war sehr intensiv und nie langweilig. Ein knüppelharter Kampf. So gelang es den Holländern, den anfangs starken Spaniern den Wind aus den Segeln zu nehmen. Bei der Kungfu-Attacke von De Jong gegen Alosno hätte Schiedsrichter Webb, der nicht zu beneiden war, auch Rot statt nur Gelb geben können. Der Schweizer Nationaltrainer Ottmar Hitzfeld sagt im Studio von SF: «Das war Dunkelrot!»

  • Abpfiff

    Tore gab es in der ersten Hälfte noch keine, dafür jede Menge grobe Fouls und fünf Verwarnungen.

  • 46'

    Casillas wehrt einen Robben-Schuss ab. Corner.

  • 44'

    12 Fouls hat Holland schon begangen. Deutschland foulte im Halbfinal in der ersten Hälfte nur zweimal...

  • 42'

    Es knallt wieder. Sneijder erwischt Busquets und bleibt selbst liegen. Da hätte auch der Inter-Star Gelb sehen können. Webb ermahnt ihn.

  • 39'

    Spanien bemüht sich nun merklich um Ballkontrolle.

  • 38'

    Pedro nimmt Anlauf und schiesst. Vorbei.

  • 37'

    Spanien hat völlig seine Linie verloren. Corner für «Oranje». Das war gefährlich! Doch weder Van Bommel noch Mathijsen trifft den Ball richtig.

  • 34'

    Oops! Die Holländer wollten Ball fair dem spanischen Torhüter Casillas zuspielen. Doch daraus wurde ein Schuss, der das Tor verfehlte. Doch Casillas klärte vorsichtshalber. Corner. Den spielen die Holländer aber Spaniens Goalie zu.

  • 32'

    Die spielerische Linie ist dem gnaden- und rücksichtslosen Kampf gewichen.

  • 28' Gelbe Karte

    Das nächste grobe Foul! De Jong trifft mit einem Kungfu-Tritt Alonso voll an der Brust. Da hätte man durchaus Rot zeigen können. Vielleicht gar müssen.

  • 23' Gelbe Karte

    Und das nächste Kärtchen. Es geht an Ramos. Er foulte Kuyt. Es wird nach dem Motto Auge um Auge, Schienbein um Schienbein gespielt. Ex-Polizist Webb hat alle Hände voll zu tun.

  • 22' Gelbe Karte

    Böses Foul von Van Bommel an Iniesta. Erneut hat Webb keine Wahl - Gelb.

  • 20'

    Holland wird jetzt stärker. Robben erkämpft sich einen Corner. Ramos kann klären.

  • 18'

    Sneijder tritt den Freistoss. Er landet in den Armen von Casillas.

  • 17' Gelbe Karte

    Puyol ist auch kein Kind von Traurigkeit. Nach einem üblen Foul an Robben wird er von Webb verwarnt.

  • 15' Gelbe Karte

    Die Spanier lassen Van Persie ins Leere laufen. Und der Arsenal-Stürmer reagiert mit einer Frustgrätsche gegen Capdevila und sieht Gelb.

  • 12'

    Villa kommt am hinteren Pfosten zum Volley-Schuss! Der Ball landet im Aussennetz.

  • 11'

    Starkes Dribbling von Ramos. Schuss! Und Heitinga hat viel Glück, dass er den Ball nicht ins eigene Tor ablenkt! Corner.

  • 9'

    Die Spanier, die Meister des Horizontal-Spiels, suchen heute immer wieder den Steilpass auf Villa.

  • 7'

    Holland wagt sich erstmals in die Offensive. Busquets unterläuft ein fürchterlicher Ballverlust. Kuyts Schuss kann Casillas nicht beunruhigen.

  • 5'

    Freistoss für Spanien. Xavi schlägt den Ball zur Mitte. Kopfball von Ramos vom Penaltypunkt! Super-Parade von Stekelenburg!

  • 2'

    Spanien übernimmt sofort die Initiative.

  • Anpfiff

    Los geht's!

  • Noch 2 Minuten

    Schiedsrichter Howard Webb nimmt mit den Captains Van Bronckhorst und Casillas die Platzwahl vor. Der englische Ex-Polizist pfiff ja das Spiel, das die Spanier verloren. Bekanntlich gegen die Schweiz. Webb pfiff damals ziemlich grosszügig.

  • Noch 3 Minuten

    Der Pokal wird wieder in einen Kasten eingepackt und sicher verstaut.

  • Noch 4 Minuten

    Jetzt wird Spaniens textlose Hymne gespielt.

  • Noch 5 Minuten

    Die holländische Hymne erklingt.

  • Noch 7 Minuten

    Südafrikas Präsident Jacob Zuma und Fifa-Boss Sepp Blatter begrüssen nun die Spieler.

  • Noch 8 Minuten

    Eben wurde noch ein bekleideter Flitzer abgefangen. Es war der Katalane Jimmy Jump, der dem Pokal eine Mütze überstülpte.

  • Noch 11 Minuten

    Die Mannschaften stehen schon im Kabinengang bereit.

  • Noch 13 Minuten bis zum Anpfiff

    Fabio Cannavaro, der Captain von Weltmeister Italien, hat eben den Pokal ins Stadion gebracht.

  • Die Aufstellungen

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  • Noch 20 Minuten

    Der ehemalige Schweizer Nationalcoach Gilbert Gress hat im SF-Studio die Frage in den Raum gestellt, wann Mark van Bommel heute die gelbe Karte bekommen wird. Der holländische Aggressivleader habe die meisten Fouls der WM begangen. Ich bin auch der Meinung, dass der Bayern-Captain einen Bonus bei den Schiedsrichtern hat. Nur einmal wurde der Meister des taktischen Fouls bei der WM verwarnt - in der Nachspielzeit im Halbfinal gegen Uruguay. Da kann eigentlich etwas nicht stimmen. Doch der Schwiegersohn von «Bondscoach» Bert van Marwijk hat dank seiner grossen Persönlichkeit eben einen guten Draht zu den Unaprteiischen.

  • Noch 30 Minuten bis zum Anpfiff

    Neben dem Kampf um den WM-Titel ist auch das Rennen um den «Goldenen Schuh» des besten Torschützen noch voll im Gang. Mit fünf Treffern stehen derzeit der Deutsche Müller, der Uruguayer Forlan sowie der Holländer Sneijder und der Spanier Villa an der Spitze. Treffen die beiden Finalisten nicht, geht die Trophäe an Müller, der am meisten Assists verbuchte.

  • Noch 45 Minuten bis zum Anpfiff

    Für den Fall, dass Holland den Titel holt, will Captain Giovanni van Bronckhorst die Dopingkontrolle verweigern, falls er dazu aufgeboten würde. «Ich werde keinen Doping-Test machen. Dies ist mein letztes Spiel als Fussball-Profi», sagte der 35-Jährige der schottischen Zeitung «Daily Record». «Nach dem Halbfinal gegen Uruguay wurde ich zum Test aufgeboten und fühlte mich gleich isoliert. Das war eine grosse Schande, da ich viel von der Party verpasste. Ich war eine Stunde und 15 Minuten weg. Dies wird das letzte Spiel meiner Karriere sein und dazu noch ein WM-Final. Ich will nichts davon verpassen. Es könnte nicht schöner sein. Es wird das Spiel des Lebens für jeden sein.»

  • 1 Stunde vor dem Spiel

    Spaniens Trainer Vicente Del Bosque setzt also auf die gleiche Startformation wie im Halbfinal gegen Deutschland. Das heisst, dass Fernando Torres zunächst erneut nur auf der Bank sitzen wird.

  • Die Aufstellungen

    Holland: Maarten Stekelenburg; Gregory van der Wiel, John Heitinga, Joris Mathijsen, Giovanni van Bronckhorst; Mark van Bommel, Nigel de Jong; Arjen Robben, Wesley Sneijder, Dirk Kuyt; Robin van Persie. - Trainer: Bert van Marwijk
    Spanien: Iker Casillas; Sergio Ramos, Carles Puyol, Gerard Pique, Joan Capdevila; Sergio Busquets, Xabi Alonso; Andres Iniesta, Xavi, Pedro; David Villa. - Trainer: Vicente Del Bosque
    Schiedsrichter: Howard Webb (England).

  • 1 Stunde und 15 Minuten bis zum Kickoff

    Jetzt wird Nelson Mandela ins Stadion gefahren und frenetisch gefeiert. Das war der bewegende Höhe- und Schlusspunkt der Feier.

  • 1 Stunde und 40 Minuten bis zum Anpfiff

    Die Schlussfeier ist schon in vollem Gang: Die Kolumbianerin Shakira kommt zu ihrem Auftritt.

  • 2 Stunden und 12 Minuten bis zum WM-Final

    Auch die spanische Mannschaft stellt uns Fabian Ruch vor.

  • 2 Stunden und 30 Minuten bis zum Kickoff

    Fabian Ruch, unser Kollege der «Berner Zeitung» vor Ort in Südafrika, stellt die mutmassliche Startelf der Holländer in Kurzporträts vor.

  • 2 Stunden und 48 Minuten bis zum Kickoff

    Mandla Mandela, der Enkel der südafrikanischen Anti-Apartheid-Ikone, gab bekannt, dass Nelson Mandela (91) heute zum Final erscheinen, sich das Spiel dann aber zu Hause am TV anschauen werde.

  • 2 Stunden und 55 Minuten bis zum Final

    Wer wird heute Abend als bester Spieler der WM mit dem Goldenen Ball ausgezeichnet? Zehn Spieler stehen zur Auswahl. Der Final wird allerdings keinen Einfluss auf die Wahl mehr haben. So könnte es wie zuletzt zu etwas sonderbaren Siegern kommen. Vor vier Jahren gewann Zinédine Zidane. Wer konnte schon ahnen, dass er im Endspiel Materazzi einen Kopfstoss verpassen würde. 2002 hiess der Sieger Oliver Kahn, der im Final seinen einzigen Fehler des Turniers machte. Und 1998 gewann Ronaldo, um dessen Final-Einsatz sich noch heute Verschwörungstheorien ranken. Er war jedenfalls nicht fit und wurde ebenfalls nicht Weltmeister.

  • 3 Stunden und 17 Minuten bis zum Anpfiff

    Hollands Verteidigungsministerium will das Nationalteam heute Montag bei der Rückkehr in die Heimat mit einem orange bemalten Jagdflugzeug ehren. Die F16 soll «Oranje» ab dem Eintritt in den holländischen Luftraum bis zur Landung in Amsterdam begleiten, gab das Ministerium auf seiner Website bekannt. (Si)

  • 3 Stunden und 43 Minuten bis zum Final

    Die holländischen Fans prägen das Bild ums Stadion in Johannesburg.

  • 4 Stunden und 7 Minuten bis zum Kickoff

    Der Enkel des südafrikanischen Ex-Präsidenten Nelson Mandela beklagte sich in einem Interview mit «BBC Radio 5 Live» darüber, dass die Fifa enormen Druck auf seinen bald 92-jährigen, gesundheitlich angeschlagenen Grossvater ausübe, dass er heute Abend beim Final erscheine.

    Die Familie habe sich nach dem tödlichen Autounfall von Mandelas Enkelin Zenani vor dem WM-Eröffnungsspiel aus der Öffentlichkeit zurückgezogen.

    «Wir sind unter enormen Druck der Fifa geraten», sagte Mandla Mandela. «Aber ich denke, die Entscheidung liegt allein bei ihm. Wie er heute aufwacht, wie er sich fühlt, was die Ärzte, aber auch seine Familie sagen.»

    Die Fifa habe gesagt, «dass Präsident Sepp Blatter wünsche, dass mein Grossvater zum Final kommt. Ich denke, die Leute müssen die Tradititionen und Bräuche unserer Familie verstehen. Wir hatten einen Verlust und trauern.» Für Mandla Mandela wäre das Grund genug, dem Final fernzubleiben. Die Fifa wolle schlicht eine weltbekannte Ikone im Stadion haben.

    Vorletzte Woche hatte Nelson Mandela das Team Ghanas empfangen.

  • 1930 URUGUAY - Argentinien 4:2
    1934 ITALIEN - Tschechoslowakei 2:1 n.V.
    1938 ITALIEN - Ungarn 4:2
    1950 Brasilien - URUGUAY 1:2
    1954 DEUTSCHLAND - Ungarn 3:2
    1958 Schweden - BRASILIEN 2:5
    1962 BRASILIEN - Tschechoslowakei 3:1
    1966 ENGLAND - Deutschland 4:2 n.V.
    1970 BRASILIEN - Italien 4:1
    1974 DEUTSCHLAND - Holland 2:1
    1978 ARGENTINIEN - Holland 3:1 n.V.
    1982 ITALIEN - Deutschland 3:1
    1986 ARGENTINIEN - Deutschland 3:2
    1990 DEUTSCHLAND - Argentinien 1:0
    1994 BRASILIEN - Italien 0:0 n.V.; 3:2 n.P.
    1998 FRANKREICH - Brasilien 3:0
    2002 BRASILIEN - Deutschland 2:0
    2006 ITALIEN - Frankreich 1:1 n.V.; 5:3 n.P.
    2010 Holland - Spanien

  • Noch 4 Stunden und 45 Minuten bis zum Anpfiff

    Heute Abend findet in Johannesburg das «Spiel der Spiele» statt. Spanien und Holland sind sehr optimistisch, ihren ersten WM-Titel zu gewinnen.

    Tintenfisch Paul hat entschieden. Spanien wird Weltmeister. Weil sich die Krake im fernen Oberhausen (De) über das Muschelkästchen mit der spanischen Flagge hermachte, feierten sie zwischen Cadiz und Barcelona ein erstes Mal. Bisher orakelte Paul auf diese Weise schon sechsmal den richtigen Sieger. Es kann einem spanisch vorkommen, aber der Entscheid des Tentakel-Orakels wurde in Spanien live im Fernsehen übertragen.

    Dabei hätten die Spanier diesen surrealen Support gar nicht nötig. Seit dem souveränen Auftritt im Halbfinal gegen hilflose Deutsche schwärmt die Fussball-Welt wieder vom tollen «Tiqui-Taca» des Europameisters. Auch Trainer Vicente Del Bosque unterstrich zwei Tage vor dem Final nochmals die gute Darbietung aus dem letzten Spiel. «Das war wirklich eine sehr gute Leistung.» Jetzt gehe es aber weiter und Spanien sei fähig, sich nochmals zu steigern.

    Vor dem Endspiel machen die Spanier mobil. Der lange, zähe Anlauf zur Topform des grossen WM-Favoriten ist nur noch eine schwache Erinnerung. Er klingt bloss noch in Statistiken nach, welche zu Tage förderten, dass seit 1990 (Argentinien/5) nie mehr ein WM-Finalist auf seinem Parcours weniger Tore erzielt hat als dieses Spanien 2010. Sieben an der Zahl genügten, um Soccer City zu erreichen.

    Nein, jetzt schwärmt Spanien wieder von dieser «Seleccion». Im ganzen Land sollen mehr als doppelt so viele Trikots der Mannschaft verkauft worden sein als vor zwei Jahren während der triumphalen Tage in Österreich. Und auch die rot-gelb-rote Flagge ging zigfach über den Ladentisch. Selbst in separatistischen Regionen wie Katalonien oder dem Baskenland hängen sie an den Hauswänden. Und keiner stört sich im Moment daran, dass diese Farben an sich als Symbol für die grässliche Franco-Diktatur gelten.

    Der 11. Juli 2010 soll nun im gespaltenen Land zum grossen einheitlichen Feiertag werden. Endlich bietet sich Spanien die Gelegenheit, aus dem Schatten der anderen grossen Fussball-Nationen Europas - Italien, Deutschland, England und Frankreich - zu treten. Mit dem ersten WM-Titel würde Spanien den «WM-Klub der glorreichen Sieben» zu einer illustren Achterbande erweitern.

    «Wir werden die Leute in der Heimat glücklich machen», sagte Carles Puyol. Der Verteidiger und Halbfinal-Torschütze erlebte im Nationalteam an Weltmeisterschaften schon manche Enttäuschung. Zuletzt 2006, als sein Team in den Achtelfinals an Frankreich scheiterte. Nach formidablen Leistungen in der Vorrunde notabene. Er war damals schon ein Routinier. Andere wie Sergio Ramos, Xavi, Xabi Alonso, Cesc Fabregas, David Villa und Fernando Torres standen gegen Frankreich auch in der Startformation, spielten in Deutschland aber ihre erste WM. Jetzt sind sie alle auch wieder dabei.

    Schon 2006 hatte der Weg der Spanier nach oben gezeigt. Es fehlte im entscheidenden Moment aber die Erfahrung. Die «Furia roja» wurde von Frankreichs Routiniers um Zinédine Zidane, Liliam Thuram und Thierry Henry eiskalt abserviert, weil sie naiv ins Verderben stürmte.

    Vier Jahre später ist gar nicht alles anders. Noch immer vertraut Spanien seinem Stil. Es passt ihn nicht dem Gegner an. Schon nach der Startniederlage gegen die Schweiz (0:1) hatte Stürmer Fernando Torres erklärt, Spanien werde, sofern es untergehe, mit dem eigenen, offensiven Spiel untergehen.

    Vom (fussballerischen) Untergang spricht jetzt keiner mehr. Im Gegenteil. «Es gibt nur ein Spanien», sagte Del Bosque. Das Spanien, das den Ballbesitz will, das den Gegner kontrolliert, das ihn mit endlosen Kombinationen müde spielt. Ein Spanien: Das gilt auf dem Rasen und in diesen Tagen auch für die Menschen in der Heimat, die, egal in welcher Ecke des Landes, hinter der «Seleccion» stehen.

    In Holland herrscht während einer WM grundsätzlich immer der Ausnahmezustand. Kaum ein Volk in Europa solidarisiert sich mehr mit dem Nationalteam. Die «Elftal» löst Emotionen aus. 12,27 von 16,5 Millionen Einwohnern verfolgten den Halbfinal (3:2 gegen Uruguay) live am TV. Diese Rekordzahl allein verdeutlicht, wie «orange» die holländische Fussball-Nation denkt.

    Mit der flächendeckenden Euphorie mag sich Bert van Marwijk in den Tagen vor dem Final nicht anfreunden. Der Zuspruch freut ihn, keine Frage, aber die allzu siegesgewisse Haltung der Öffentlichkeit teilt er nicht. «Wir haben wegen der übertriebenen Selbstsicherheit schon manche wichtige Partie verloren», verschloss sich der «Bondscoach» dem allgemeinen Rauschzustand.

    Übervorsichtig und von der eigenen Ehrfurcht gelähmt wie die chancenlosen Deutschen beim Out gegen Spanien, so ist Holland im dritten Endspiel nach 1974 und 1978 trotz allem nicht zu erwarten. In der Vergangenheit bremste sich Oranje immer wieder selber. Davon ist die Equipe derzeit weit entfernt. Der verlustpunktlosen Qualifikation folgten in Südafrika weitere sechs Siege.

    Das Hoch korrespondiert nicht nur mit zwei, drei einzelnen Figuren. Klar, Arjen Robben und Wesley Sneijder, die beiden exzellenten Dribbler und Skorer, beeinflussen das Spiel extrem. In dieser Mannschaft steckt aber mehr. In jeder Reihe sind Chefs am Werk, die nicht nur Spektakel, sondern auch den besser positionierten Mitspieler im Sinn haben.

    Inputs aus der englischen, der spanischen, der italienischen und der holländischen Liga fliessen ein. Am Schalthebel sind mit Giovanni van Bronckhorst (Feyenoord) oder Mark van Bommel (Bayern) Professionals, die auf Klubebene jeden Härtetest bewältigt haben. Ajax-Keeper Maarten Stekelenburg ist bestimmt kein Prozent schwächer als der Spanier Iker Casillas.

    Und die vor allem von den Ikonen der Siebzigerjahre befeuerte Debatte, ob Hollands gegenwärtiger Stil nun attraktiv oder pragmatisch sei, ist im Prinzip eine absolut nebensächliche Angelegenheit. Auf dem Hauptschauplatz ist die Generation um Robben fast unschlagbar gut. Die imposante Bilanz von 2010 lässt keine Fragen offen: 10 Siege, 26:9 Tore.

    Mit einem erfolgreichen Griff nach dem ersten WM-Stern würden die Gourmets der Cruyff-Ära, welche die beiden empfindlichen Niederlagen in den Finals der Weltmeisterschaften in Deutschland und Argentinien bei den Analysen gerne ausklammern, womöglich vom Kritiker-Podium abtreten. Van Marwijks Auswahl besitzt am Sonntagabend im «Soccer City» die wohl einmalige Chance, die (interne) Hierarchie neu zu definieren.

    Personell sind die meisten Fragen geklärt. Van der Wiel und De Jong kehren nach verbüsster Sperre ins Team zurück. Die übrigen Stammspieler sind ebenso bereit - auch Robin van Persie. Der Arsenal-Stürmer war bislang erst einmal erfolgreich. Aufkommende Bedenken wischte der Nationalcoach sofort vom Tisch: «Er ist in guter Form und lässt andere besser aussehen mit seinem Spiel. Ich bin mir sicher, dass er am Sonntag seine beste Leistung des Turniers zeigen wird.»

    Bei Wesley Sneijder zweifelt niemand am Formstand. Der Inter-Professional könnte seine unerhört starke Saison mit dem vierten (!) Titel vergolden. Real-Verteidiger Sergio Ramos versuchte den kaum zu stoppenden Oranje-Topskorer mit einer SMS zu necken: «Du hast schon drei Pokale, das ist ja genug.» Die Nummer 10 der Holländer schmunzelte über die Botschaft des Spaniers nur. (Si)

Erstellt: 11.07.2010, 15:44 Uhr

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