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Bildstrecke: Grenzstreit im Kosovo

Aktualisiert am 20.10.2011

Unter Einsatz von Tränengas hat die Kfor mit der Räumung von Barrikaden an der kosovarisch-serbischen Grenze begonnen. Protestierende Serben wehren sich gegen die Aktion.

1/19 Auf politischer Ebene hat sich der Konflikt offenbar gelöst - Serbien und Kosovo haben gemäss der EU eine Einigung erzielt: Kosovaren greifen auf diesem Bild deutsche Nato-Soldaten an einem Grenzposten in Jagnejenica an. (28. November 2011)
Bild: Keystone

   

Gewalt an der serbisch-kosovarischen Grenze: Die Kfor-Soldaten wollen die Barrikaden räumen. (Video: Reuters)

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Die internationale Schutztruppe Kfor hat heute angefangen, die von Angehörigen der serbischen Minderheit errichteten Barrikaden in Nordkosovo zu räumen. Bei gewaltsamen Auseinandersetzungen wurden acht KFOR- Soldaten verletzt. Die Soldaten seien durch Tränengas, Rauch und Feuerlöscher verletzt worden, teilte die Nato-Truppe in einer Erklärung mit.

Kfor-Soldaten hatten die Blockaden bei den Orten Jagnjenica und Zupce westlich von Mitrovica abgeriegelt, um die Strassensperren anschliessend zu durchbrechen. Hunderte Serben belagerten die Barrikaden und missachteten die wiederholten Aufforderungen der Soldaten, die Strasse freizugeben.

Mit dem Körper verhindern

Die Soldaten setzten Tränengas, um die Bewacher der Strassensperren auseinanderzutreiben. Die Kfor teilte mit, ihre Aktion werde fortgeführt, um die freie Fahrt von Mitrovica zum Grenzübergang Brnjak zu Serbien zu gewährleisten.

Die Serben wollten das «mit ihren Körpern» verhindern, kündigten die Gemeindepräsidenten der vier serbischen Ortschaften an. Unter den «Verteidigern» war auch der Staatssekretär im serbischen Kosovo- Ministerium, Oliver Ivanovic.

Hundert Millionen Euro

Die Serben wollen mit ihren Blockaden den Abzug der kosovarischen Zöllner und Polizisten von den Grenzübergängen Brnjak und Jarinje erzwingen. Sie sollen wieder unter serbische Kontrolle gestellt werden.

Das wird von den USA und der Mehrheit der EU-Länder abgelehnt. Stattdessen fordern sie, Serbien müsse sich aus dem Nordkosovo zurückziehen, wenn es sich weiter der EU annähern will. Belgrad hatte seine Landsleute in Nordkosovo bisher jährlich mit Hunderten Millionen Euro unterstützt.

(wid/sda)

Erstellt: 20.10.2011, 22:19 Uhr

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