Wahlen 2011
«Manchmal ist es nicht schlecht, wenn man unterschätzt wird»
Von Jan Derrer, Lucienne-Camille Vaudan. Aktualisiert am 21.09.2011 64 Kommentare
Das Wahlmobil
Das Wahlmobil besucht Nationalratskandidaten zuhause. Bekannte, unbekannte, junge und alte. Sie haben genau 60 Sekunden Zeit, um sich oder ihre Politik anzupreisen.
Die Schweiz wählt
National- und Ständeratswahlen vom
23. Oktober 2011: Alles zu den Top-Themen im Wahlkampf, Parteien und Kandidaten. Welcher Politiker passt am besten zu Ihnen? Nutzen Sie die Wahlhilfe im Dossier.
Unsere pointierten Kommentare auf Twitter
Smartvote Spider
Das politische Profil von Christa Markwalder. (Bild: smartvote.ch)
Umfrage
Bewerten Sie Christa Markwalders Videoauftritt. 1. Rhetorik
Umfrage
2. Originalität
Umfrage
3. Glaubwürdigkeit
Umfrage
4. Stil
Stichworte
Artikel zum Thema
- Die Wiederauferstehung der Panaschierkönigin
- Christa Markwalder schnellste Ski-Dame
- «Niemand mag Fluglärm»
- Blocher scheitert am «Blocher-Prinzip»
Korrektur-Hinweis
Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.
Das schmucke Einfamilienhaus, das Christa Markwalder in Burgdorf bewohnt, war bereits im Besitz ihrer Grosseltern. In ihrem Garten blühen Apfelbäume, deren Früchte sie an Wahlkampfaktionen den Passanten verteilt – zusammen mit einem Flyer: «Das ist doch viel persönlicher und schöner als ein Kugelschreiber oder Zündhölzli», findet die FDP-Politikerin. Am Schreibtisch ihres Grossvaters – auch er war politisch aktiv – erzählt sie dem Wahlmobil-Team von Tagesanzeiger.ch/Newsnet, wofür sie einsteht.
Der 36-jährigen Freisinnigen liegen nicht nur wirtschaftslastige Themen und aussenpolitische Fragen am Herzen. Ein besonderes Anliegen ist ihr die Kulturförderung: «Gerade Kinder aus bildungsfernen Schichten sollen die Möglichkeit erhalten, sich musisch zu entfalten.» Deswegen präsidiert die Nationalrätin unter anderem den Verein Mus-e, der die Kulturvermittlung an Schulen fördert. Sie selbst spielt Cello, seit sie sechs Jahre alt ist: «Das Musizieren im Orchester ist ein schöner Ausgleich zum Politisieren. Ich spiele jetzt sogar ein Stück von Fraktionszwang, einer Band, die aus Berner Stadträten jeglicher politischer Couleur besteht. Menschlichkeit und Humor gehören einfach zum Politisieren dazu.»
Konsensorientiert und vernetzt
Christa Markwalder legt viel Wert auf überparteiliche Zusammenarbeit. Gerade jetzt herrsche eine grosse Hektik wegen des Steuerstreits mit den USA. «Da muss man den Wahlkampf auch mal beiseitelegen, um einen Konsens zu erarbeiten.»
Markwalder ist vor 12 Jahren in die Politik eingestiegen. Ihre Karriere begann sie im Stadtparlament von Burgdorf, zog später in den Grossen Rat des Kantons Bern ein und wurde 2003 in den Nationalrat gewählt. Als junge Frau sei es sicher nicht immer ganz einfach, sich im Bundeshaus zu behaupten: «Man muss nicht doppelt so viel leisten, um sich zu beweisen. Aber es zahlt sich aus, wenn man immer gut vorbereitet und dossiersicher erscheint. Manchmal ist es auch gar nicht so schlecht, wenn man am Anfang unterschätzt wird.»
Politische Kontrahenten aus dem rechten Parteienspektrum werfen Markwalder gerne vor, sie würde mit ihrer EU-freundlichen Haltung der Schweiz gerade in Krisenzeiten schaden. Für die Juristin sind die Zusammenhänge jedoch weitläufiger: «Wir sind mit der EU wirtschaftlich vernetzt, ob wir das wollen oder nicht.» Umso wichtiger sei es, diese internationalen Beziehungen nicht aufs Spiel zu setzen, sondern sich für die Interessen der Schweiz gegenüber der EU einzusetzen: «Zerstören wir die Beziehungen mit der EU, leidet darunter die Exportwirtschaft. Dadurch gehen Arbeitsplätze verloren und letztlich auch unser Wohlstand.» (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 21.09.2011, 07:34 Uhr
Kommentar schreiben
Verbleibende Anzahl Zeichen:
64 Kommentare
Markwalder und die Nebs wollen unser Land in die Totaitäre Eu führen,errinert ihr euch noch an die NEIN von der Niederlande,Irland + Frankreich?,wenn ein Land (eu) direkt demokratische volksentcheide nicht respektiert dann ist es totalitär und nicht mit der Ch kompatibel,bei uns sind volksentcheide ein teil des systems dass unser Land regiert,wenn wir in der Eu wäre würde es uns schlecht gehen + wir können sicher sein dass man uns als geldkuh misbrauchen würde Antworten

Bitte warten



