Wirtschaft

SNB-Vizepräsident Jordan ist besorgt über Abschwächung des Dollar

Aktualisiert am 29.03.2011

Thomas Jordan, Vizepräsident der Schweizerischen Nationalbank (SNB), zeigt sich in einem Interview besorgt über die Abschwächung des Dollars.

Diese schränke den Spielraum der SNB für eine Normalisierung der Zinsen ein, sagte er der Zeitung «Finanz und Wirtschaft».

Zu Interventionen der SNB an den Finanzmärkten wird der schwache Dollar aber dennoch nicht führen. «Deviseninterventionen waren ein Mittel in einer Zeit mit ausserordentlich grossen wirtschaftlichen Risiken», sagte Jordan. Vor einem Jahr hatte die SNB riesige Mengen von Euro gekauft, um den Franken zu schwächen.

Da der Franken dennoch erstarkte, hat die SNB vergangenes Jahr auf ihren Devisenbeständen Wechselkursverluste in der Höhe von 32,7 Milliarden Fr. hinnehmen müssen. Diese Verluste führten auch zur Diskussion über die SNB-Ausschüttung an die Kantone.

Im Interview in der Mittwochsausgabe der «Finanz und Wirtschaft» betonte Jordan, dass die SNB nicht politischem Druck nachgegeben hatte, als sie den Kantonen die versprochenen Gewinnausschüttungen dennoch zugestand. Man habe dies getan, um den Kantonen Sicherheit bei der Budgetierung zu gewähren. Da die Ausschüttungsreserve inzwischen aber aufgebraucht ist, könne eine Gewinnausschüttung inskünftig aber vermehrt vom Ergebnis eines einzelnen Geschäftsjahres abhängig sein.

Erstellt: 29.03.2011, 18:58 Uhr

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