Wirtschaft

Sulzer mit weniger Gewinn und Umsatz - Mehr Aufträge

Aktualisiert am 30.07.2010

Der Maschinenbaukonzern Sulzer spürt die Nachwirkungen der Krise.

Vor allem weil im Vorjahr weniger Aufträge eingingen, ist der Umsatz im ersten Halbjahr 2010 um knapp 15 Prozent auf 1,47 Mrd. Fr. gesunken. Der Gewinn schrumpfte um 28,2 Prozent auf 111,7 Mio. Franken.

Den Umsatzeinbruch führt Sulzer in einer Mitteilung vom Donnerstag auch auf die Zeitplanung von spezifischen Projekten zurück. Der Betriebsgewinn (EBIT) sank um 27,8 Prozent auf 154,9 Mio. Franken.

Als Begründung für den tieferen Gewinn nennt das Winterthurer Unternehmen zudem den ungewöhnlich hohen Beitrag der Immobilienaktivitäten im Vergleichssemester. Die Umsatzrendite sank von 12,4 auf 10,5 Prozent.

Sulzer konnte nun wieder mehr Aufträge entgegennehmen, der Bestellungseingang stieg um 4,2 Prozent auf 1,62 Mrd. Franken. Besonders die frühzyklischen Märkte entwickelten sich positiv, wie es heisst, unter anderem die Industrien Papier und Zellstoff sowie Automobil. In den spätzyklischen Märkten hielten sich die Kunden von Sulzer hingegen zurück und verschoben Projekte.

Das vom russischen Investor Viktor Vekselberg dominierte Unternehmen erwartet eine Fortsetzung dieses Trends: In den frühzyklischen Märkten werde sich die positive Entwicklung fortsetzen, wenn auch abgeschwächt. In den spätzyklischen Märkten rechnet Sulzer nicht mit einer schnellen Erholung.

Der Bestellungseingang im 2010 werde voraussichtlich auf einem ähnlichen Niveau liegen wie im Vorjahr, heisst es weiter. Umsatz und Betriebsergebnis dürften weniger hoch sein.

Erstellt: 30.07.2010, 11:55 Uhr

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