Trotz Insolvenz kann britische Petroplus-Raffinerie weiterarbeiten

Aktualisiert am 15.02.2012

Zug/London Die zur insolventen Petroplus-Gruppe gehörende Raffinerie Coryton in England kann mindestens drei Monate weiterarbeiten.

Der Petroplus-Mitbegründer und frühere Firmenchef Marcel Van Poecke, die US-Bank Morgan Stanley und ein weiterer Investor organisieren und finanzieren dafür das notwendige Rohöl.

Coryton ist laut Finanzanalysten der begehrteste Standort unter den fünf Petroplus-Raffinerien. Die Anlage läuft seit Ende Dezember, als die Banken der krisengeplanten Petroplus den Geldhahn zudrehten, mit halber Kapazität. Petroplus kann Anleihen im Wert von 1,75 Milliarden Dollar nicht mehr zurückzahlen.

Petroplus hatte nach Jahren in den roten Zahlen Ende Januar getrennte Insolvenzverfahren für seine fünf Raffinerien eingeleitet. Seitdem wird versucht, Lösungen für die Standorte zu finden. Für die Petroplus-Raffinerie in Cressier NE mit rund 260 Mitarbeitern wurde die Nachlassstundung bewilligt.

Erstellt: 15.02.2012, 17:28 Uhr

Wirtschaft

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