Wirtschaft
VR-Präsident von Petroplus tritt im nächsten Frühling zurück
Nachfolger soll Vize-Präsident Patrick Monteiro de Barros werden.
Thomas O'Malley werde auf die nächste Generalversammlung im Mai 2011 als Präsident und als Verwaltungsrat zurücktreten, teilte Petroplus am Mittwochabend mit. Nachfolger de Barros gehört dem Verwaltungsrat seit 2006 an. Er ist seit über vierzig Jahren in der Ölindustrie tätig.
O'Malley begründet seinen Rücktritt mit dem Verkauf der Petroplus- Beteiligung an der US-Investmentgesellschaft PBF Energy. Dort bleibt O'Malley Verwaltungsrats-Präsident. Er und die Petroplus-Führung seien zum Schluss gekommen, dass es besser sei, wenn er nicht bei beiden Unternehmen in der Führung bleibe, wird O'Malley in der Mitteilung zitiert.
Petroplus betreibt in Europa insgesamt sechs Raffinerien, darunter auch die Raffinerie Cressier im Kanton Neuenburg. Der Konzern steckt derzeit in den roten Zahlen. Unter dem Strich resultierte von Januar bis Ende September ein Verlust im fortgeführten Geschäft von 239,1 Millionen Dollar. Auch 2009 hatte das Unternehmen rote Zahlen geschrieben.
Die Resultate des Geschäftsjahres 2009 wertet Petroplus selbst denn auch als unterdurchschnittlich, wie das Unternehmen am Donnerstag an einem Analystentag mitteilte. Die Auslastung der Raffinerien lag bei tiefen 70 Prozent. Für das Jahr 2011 rechnet Petroplus mit einer Auslastung von 81 Prozent.
Im Rahmen eines 3-Jahresplans will der Konzern die Effizienz verbessern. Insgesamt soll der Gewinn um mehr als einen Dollar pro Barrel steigen, verspricht die Präsentation. Um dies zu erreichen, will Petroplus bei operativen Ausgaben und administrativen Kosten sparen.
Notiz an die Redaktion: Wiederholung vom Mittwochabend, mit Angaben vom Analystentag ergänzt
Erstellt: 09.12.2010, 08:44 Uhr
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