Ist Plexiglas überhaupt Glas?

Aktualisiert am 18.03.2010

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Flüge in 10 000 Meter Höhe wären nicht möglich, wenn es keine Flugzeugfenster aus Plexiglas gäbe. Sie trotzen den enormen Unterschieden von Luftdruck und Temperatur zwischen Kabine und Aussenluft und schützen die Passagiere vor Strahlen. Was klar wie Glas ist, ist ein Kunststoff mit dem Namen Polymethylmethacrylat, kurz PMMA. Er kam 1933 in Deutschland auf den Markt, machte zuerst Karriere in der Rüstungsindustrie und wird heute vielseitig verwendet – etwa für Lichtreklamen, Gewächshausdächer, Grossaquarien, Solarkraftwerke oder Möbel. Plexiglas ist keine Sachbezeichnung, sondern eine Marke. Sie gehört dem deutschen Evonik-Konzern (Teil der früheren Ruhrkohle AG), in Nord- und Südamerika aber der Chemiegruppe Arkema des französischen Energiekonzerns Total. Otto Röhm, der Erfinder, hatte Firmen in Deutschland und in den USA gegründet, die später eigene Wege gingen und sich jetzt die Marke teilen.

Erstellt: 18.03.2010, 11:31 Uhr

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