Wirtschaft
Was hat eine Autofabrik mit Mode zu tun?
Von Walter Jäggi. Aktualisiert am 08.02.2010
Man kann natürlich sagen, dass das Auto mit seinem Design eine Art Modeaccessoire darstellt. Die Firma Peugeot allerdings hatte schon viel direkter mit der Mode zu tun, noch bevor sie überhaupt Autos baute. Das Unternehmen wurde 1810 nahe der Schweizer Grenze bei Pruntrut als Metallwarenfabrik gegründet. Es war bald führend in der Herstellung zum Beispiel von Sägen und Mahlwerken. Ein Artikel der Metallindustrie war Mitte des 19. Jahrhunderts für die Mode besonders wichtig: das Drahtgerüst für die Krinolinenröcke. Peugeot produzierte davon in Spitzenzeiten 24 000 Stück im Monat. Werkzeuge der Marke Peugeot und Pfeffermühlen sind heute noch berühmt. Die Krinolinen sind aus dem Fabrikationsprogramm der Marke verschwunden, genauso wie die Nähmaschinen, die Bügeleisen, die Radios und die Küchenmaschine Peugimix. (Tages-Anzeiger)
Erstellt: 08.02.2010, 08:33 Uhr
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