Wird man immer jünger pensioniert?

Aktualisiert am 05.03.2010

Als im deutschen Kaiserreich 1889 die Alters- und Invaliditätsversicherung für Arbeiter eingeführt wurde, galt das Pensionsalter 70. Im Jahr 1916 wurde es auf 65 gesenkt und blieb dort so lange, dass es fast zum Naturgesetz wurde. Die magische Zahl 65 übernahm auch die Schweiz, welche die AHV erst 1948 einführte (nachdem ein erster Anlauf 1931 in der Volksabstimmung gescheitert war). 1964 wurde in der Schweiz das Rentenalter für die Frauen auf 62 gesenkt, 2001 wieder auf 63 und 2005 auf 64 erhöht. 1972 wurde in Deutschland die flexible Altersgrenze (Pensionierung ab 63) eingeführt. Ab 2012 steigt aber nun für die Deutschen das Rentenalter in Stufen von 65 auf 67 Jahre, im Jahr 2029 soll die Umstellung beendet sein. In beiden Ländern jagen sich seit ein paar Jahren die Reformen – in der Schweiz ist die 11. AHV-Reform seit 10 Jahren ein Dauerthema der Innenpolitik.

Erstellt: 05.03.2010, 09:23 Uhr

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