Wirtschaft
Der Vorbörsenbericht
Stand: Dienstag, 14. Februar 2012 08:14 Uhr
Kennzahlen
| SMI | 6177.44 | +0.8% |
| Euro Stoxx 50 | 2491.54 | +0.4% |
| Dow Jones | 12874.04 | +0.6% |
| Nasdaq Comp. | 2931.39 | +1.0% |
| Nikkei 225 | 9052.07 | +0.6% |
| Hang-Seng | 20902.43 | +0.1% |
| Singapur STI | 2977.21 | +0.0% |
| USD/CHF | 0.9190 | +0.5% |
| EUR/CHF | 1.2080 | -0.1% |
| 10J Eidg. | 0.85 | 0Bp |
| Erdoel (Brent) | 117.26 | -0.9% |
| Gold | 1717.50 | -0.5% |
Quelle: Thomson Reuters
Wichtige Ereignisse
| 09:00 | UK | Konsumentenpreise |
| 11:00 | DE | ZEW-Indikator |
| 11:00 | EU | Industrieproduktion |
| 11:00 | GR | BIP |
| 11:00 | PT | BIP |
| 14:30 | US | Umsatz Einzelhandel |
| 14:30 | US | Import- und Exportpreise |
| 16:00 | US | Lagerbestände |
Overnight
USA: Die Börse reagierte positiv auf die Verabschiedung des Sparpaketes durch das griechische Parlament. Finanz- und Industriewerte waren besonders gefragt. Bank of America stiegen 2,2% und Caterpillar 1,7%. Apple kletterten 1,9% und handelten damit zum ersten Mal über 500 $. Chesapeake Energy gewannen 2,4%; das Erdgasunternehmen will für 12 Mrd. $ Vermögenswerte verkaufen und Joint Ventures eingehen. Advanced Micro Devices (+3,4%) wurden von Sanford C. Bernstein hochgestuft. Regeneron Pharmaceuticals (+12%) hob seine Prognose für den Verkauf des Augenmedikaments Eyla an. First Solar (-5%) wurden von Brigantine Advisors auf „halten“ zurückgestuft. Der S&P E-Mini-Future ist bei 1346.50.
Asien: Die Börsen in Fernost neigten mehrheitlich zur Schwäche, nachdem Moody’s das Rating von sechs europäischen Staaten gesenkt hatte. Zudem wurde der Ausblick für das Vereinigte Königreich und Frankreich auf negativ gesetzt. Japans Börse tendierte gegen den Trend freundlich. Die Notenbank hatte angekündigt, das Kaufprogramm für Vermögenswerte auszuweiten. Exportwerte wie Sony (-1,5%) und Pioneer (-0,8%) konnten sich von den zuvor erreichten Tiefstständen lösen. Die Investoren rechnen mit einem schwächeren Yen. MS&AD Insurance fielen 2,8%. Japans grösster Sachversicherer kündigte für das Gesamtjahr einen Verlust an. Rohstoffwerte waren generell schwach. Sie reagierten auf tiefere Notierungen an den Rohwarenbörsen. Aluminium Corp. of China sanken 2,2%, Zijin Mining 1,7% und Jiangxi Copper 1,4%. In Australien sanken Macquarie 3,2%. Am Markt zirkulierten Berichte, wonach das Finanzinstitut 10% der Stellen im asiatischen Investment Banking gestrichen haben soll.
Devisen: Der Yen stand im Zentrum der Aktivitäten. Nachdem er zuerst von der Rückstufung der Ratings europäischer Staaten profitiert hatte, kam er unter Druck nach dem Entscheid der BoJ, das Kaufprogramm für Vermögenwerte auszuweiten. Die Handelsspanne relativ zum Dollar war 77.35 Yen/$ bis 77.96. Relativ zum Euro handelte er bei 102.49 Yen/€ nach 102.19. Der Euro sank gegenüber dem Dollar auf 1.3162 $/€. Am Vortag wurden noch Kurse bis 1.3285 bezahlt.
Erdöl für Lieferung März stieg 2.24 $ auf 100.91 $/Fass. Die Investoren fürchten die negativen Folgen der Sparmassnahmen Griechenlands. Zudem profitierte Erdöl von den steigenden politischen Spannungen im Mittleren Osten. Gold für Lieferung April schloss 4.90 $ tiefer bei 1720.10 $/Unze.
News Vorbörse Schweiz
Der Umsatz des Pharmaunternehmens Actelion ist im vergangenen Jahr 7% auf 1,8 Mrd. Fr. gesunken. Der Betriebsgewinn von 12,2 Mio. Fr. (457,3 Mio. Fr. im Vorjahr) übertraf die Erwartungen der Analysten, es war mit einem Verlust von 3,2 Mio. Fr. gerechnet worden. Unter dem Strich resultierte ein Verlust von 146,3 Mio. Fr. (390,6 Mio. Fr. Gewinn im Vorjahr). Das Ergebnis litt unter Rückstellungen für den Gerichtsfall um Fasudil (340,6 Mio. Fr.) sowie unter Rückstellungen auf Debitoren (43 Mio. Fr.).
Das Unternehmen bestätigte die früher abgegebene Prognose für 2012, wonach es einen Rückgang des Produktumsatzes im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich erwarte. Der Verwaltungsrat schlägt der Generalversammlung eine zum Vorjahr unveränderte Dividende von 0.80 Fr. vor.
Bobst: Der Umsatz des Verpackungsmaschinenherstellers fiel im vergangenen Jahr 0,8% auf 1270 Mio. Fr. (1280 Mio. im Vorjahr). Analysten prognostizierten im Schnitt einen Umsatz von 1251 Mio. Fr. Somit wurden die Erwartungen leicht übertroffen. Der negative Währungseinfluss von 9,3% werde sich auch auf das Ergebnis auswirken. Das konsolidierte Nettoergebnis werde knapp ausgeglichen sein, schätzt das Unternehmen. Die detaillierte Jahresrechnung wird am 28. März 2012 publiziert.
Der Komponentenhersteller Lem hat in den ersten neun Monaten (per Dezember 2011) einen Umsatz von 180,5 Mio. Fr. erwirtschaftet (218,8 Mio. Fr. im Vorjahr). Währungsbereinigt betrug der Rückgang 7,1%. Der Betriebsgewinn sank 43% auf 26,8 Mio. Fr. und der Reingewinn von 27,3 auf 20,7 Mio. Fr. Damit übertraf Lem die Erwartungen der Analysten. Zudem wurde die Umsatzprognose für das laufende Jahr leicht erhöht. Es werden 225 bis 235 Mio. Fr. erwartet statt zuvor 200 bis 230 Mio. Fr. Den Betriebsgewinn 2012 schätzt das Management auf rund 31 Mio. Fr.
Die Entwicklung des Tourismusortes Andermatt schreite zügig voran, meldet der Immobilienentwickler Orascom. 2011 wurden Verkaufs- und Reservierungsverträge in der Höhe von 103 Mio. Fr. abgeschlossen, 72 Mio. Fr. stammen aus Verkäufen, der Rest sind Reservierungen. 60% der Kunden kommen aus der Schweiz, 20% aus dem Nahen Osten und je 6% aus Grossbritannien und Deutschland. 2012 wurden bereits neue Reservierungsverträge über 22 Mio. Fr. abgeschlossen. Im laufenden Jahr sollen rund 115 Mio. Fr. investiert werden.
Gategroup: Das Cateringunternehmen hat die restlichen 26% der indischen India Hospitality (IHC) übernommen. Ende 2010 wurde eine Beteiligung von 74% an der indischen Cateringfirma bekannt gegeben. Das Einlösen der vollständigen Kaufoption wird die Erfolgsrechnung nicht beeinflussen, da die entsprechenden Verpflichtungen bereits in die Bücher aufgenommen wurden.
Newron hat die bereits angekündigte Lizenzvereinbarung mit der japanischen Meiji Seika Pharma unterzeichnet. Meiji Seika Pharma wird die Entwicklung und die allfällige spätere Vermarktung in Japan sowie in weiteren asiatischen Ländern für das in Phase III befindliche Parkinsonmittel Safinamide unterstützen. Die Vereinbarung tritt am 17. April 2012 in Kraft, wenn Merck Serono die weltweiten Rechte an Safinamide zurück gibt. Newron hat eine Abschlagszahlung von 5 Mio. € erhalten.
Der Finanzchef von Emmi, Reto Conrad, verlässt das Milchverarbeitungsunternehmen per Ende Mai 2012. Über Conrads Nachfolge wird zu gegebener Zeit kommuniziert.
Gegen den Bergbahnenbetreiber Titlis-Bahnen wurde wegen möglicher Verletzung der Vorschriften zur Offenlegung von Management-Transaktionen ein Verfahren eingeleitet. Die SIX Exchange Regulation eröffnete die Untersuchung im Zusammenhang mit Fragen zur organisatorischen Umsetzung der Meldepflichten. Zum laufenden Untersuchungsverfahren wurden keine weiteren Auskünfte erteilt.
Ratings und Kursziele
| EMS-Chemie: | UBS hebt das Kursziel von 138 auf 148 Fr. | |
Charttechnik
SMI
Durch die gestrige Bewegung befindet sich der SMI am oberen Rand der seit einer Woche bestehenden Seitwärtsrange. Das ermittelbare erste Ziel der am Freitag gestarteten Erholung ist erreicht. Die Handelsspanne könnte sich nun auf dem Rücken der kleinen Flaggenformation (gelb markiert, hier gibts mehr Infos dazu) etwas nach oben ausweiten, dürfte im Mehrtagesbereich aber weiterhin Bestand haben.
Aktien-Handelsideen finden Sie, ab sofort zweimal täglich aktualisiert, im invest.ch-Rooster.

Ausblick - hohe Erwartung für US-Industrie
Die Investoren sind optimistisch für die US-Wirtschaft. Das lässt sich nicht nur am kontinuierlichen Anstieg der US-Aktienindizes ablesen, sondern auch an den Erwartungen für die Konjunkturdaten. So rechnen die Investoren für die morgen anstehenden Zahlen für die Industrieproduktion im Januar mit einer Zunahme von 0,6% nach +0,4% im Vormonat.
Die Zuversicht ist durchaus begründet. Schliesslich sind die Auftragsbücher der Industrie wieder gut gefüllt. Mit 909.15 Mrd. $ ist der Auftragsbestand deutlich über dem Tief der Krise bei 797.63 Mrd. im November 2009. Auch relativ zum Spitzenwert vor der Krise im August 2008 (966.02 Mrd.) ist das erreichte Niveau respektabel.
Wichtig wäre nun, dass die US-Industrie den Schwung beibehält. Das dürfte zusehends schwierig werden. Europa droht in eine Rezession abzugleiten und Asien wächst nicht mehr so dynamisch wie auch schon. In den USA selbst sind zwei Risiken auszumachen. Das eine ist die noch wenig gefestigte Situation der Konsumenten. Die Lage am Arbeitsmarkt hellt sich auf, aber das hat noch nicht richtig auf die Geldbörsen der Bürger durchgeschlagen. Die andere Gefahr besteht darin, dass der monetäre Impuls an Wirkung verliert. Ab einem gewissen Zeitpunkt haben Unternehmen, aber auch die Bürger die Investitionen und Ausgaben vorgenommen, die ihnen aufgrund der vom Fed nach unten manipulierten Zinsen gerechtfertigt erscheinen. Der billige Konsumkredit wurde genutzt, das Eigenheim günstig refinanziert und der Unternehmer hat seine neuen Maschinen angeschafft. Nun müsste der nächste Impuls kommen.
USA – Industrieproduktion verliert an Schwung
Quelle: invest.ch / St. Louis Fed
Die letzten zwei Ausgaben des FuW-Reports:
Montag, 13. Februar 2012
Freitag, 10. Februar 2012
Disclaimer
Diese Publikation dient ausschliesslich der Information.
Copyright © Verlag Finanz und Wirtschaft AG Disclaimer
Redaktion: fuw-report@invest.ch - Verlag: report@fuw.ch
Wirtschaft
Umfrage
Gesetzt den Fall, Geld spielt für Sie eine untergeordnete Rolle. Würden Sie in Andermatt eine Ferienwohnung kaufen?

