Wirtschaft
Ein Währungspakt mit Folgen
Aktualisiert am 27.12.2011 20 Kommentare
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Schäubles Reaktion
Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble hat angesichts des Währungspaktes zwischen Japan und China die Bedeutung der europäischen Einigung betont. Diese überraschende Entwicklung in Asien zeige, dass es gut sei, ein gemeinsames Europa zu haben, sagte der CDU-Politiker im rbb-Inforadio.
«Gemeinsam ist Europa, alle zusammen, der stärkste Wirtschaftsraum der Welt, und wir haben damit gute Möglichkeiten, unsere Interessen zu vertreten, auch unsere Vorstellungen in der Welt durchzusetzen», sagte Schäuble. Die einzelnen Länder, auch Deutschland, seien hierzu «in der Welt der Globalisierung» nicht mehr in der Lage. «Deswegen ist die europäische Einigung, auch die gemeinsame Währung, der richtige Weg», sagte Schäuble. (dapd)
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Eine Nachricht der asiatischen Wirtschaftsmächte hat am Wochenende Europa und die USA überrascht. China und Japan wollen im bilateralen Handel die Verwendung ihrer eigenen Landeswährungen Renminbi und Yen fördern. Ausserdem soll der Verkauf von Staatsanleihen in chinesischen Yuan durch japanische Firmen unterstützt werden. Die Regierungen der beiden Länder verkündeten den Schritt am Sonntag während eines Besuches des japanischen Ministerpräsidenten Yoshihiko Noda in Peking.
Bisher wird der Grossteil des Handels zwischen China und Japan in Dollar abgewickelt. Die neue Finanzkooperation könnte deshalb die Dominanz des Dollars in Ostasien deutlich einschränken und somit die Rolle des US-Dollars weiter schwächen. Öffnet China den Markt für chinesische Staatsanleihen, hätte Japan eine Alternative zum Dollar.
Auch Euro betroffen
Doch nicht nur die USA, auch Europa wird von dem Pakt schmerzhaft getroffen. Auch die Eurostaaten hofften, die zweit- und die drittgrösste Wirtschaftsmacht würden im grossen Stil Staatsanleihen kaufen.
«Angesichts des schieren Handelsvolumens der beiden grössten asiatischen Volkswirtschaften untereinander ist dieses Abkommen weit wichtiger als alle anderen Währungsabkommen, die China in der Vergangenheit abgeschlossen hat», zitiert «Financial Times Deutschland» den Ökonomen Ren Xianfang, von IHS Global Insight in Peking.
Gespräche über Nordkorea
Zudem sprach Yoshihiko Noda in Peking mit Staats- und Parteichef Hu Jintao über die Rolle Nordkoreas nach dem Tod von Kim Jong-il. Sie werde im Mittelpunkt der Gespräche Nodas in Peking stehen, sagten chinesische und japanische Diplomaten. Es ist der erste offizielle Chinabesuch Nodas seit seiner Amtsübernahme Ende August. Noda will China gemäss der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo zu einer «Schlüsselrolle im Umgang mit Nordkorea» drängen. China gilt als Schutzmacht Nordkoreas.
Japans Regierungschef Noda will die Chinesen um Unterstützung für eine baldige Wiederaufnahme der Sechs-Parteiengespräche über Nordkoreas Atomprogramm bitten, meldete Kyodo. Die Gespräche über eine mögliche Beendung des Programms, an denen neben China und Japan auch Nordkorea, die USA, Südkorea und Russland beteiligt waren, ruhen seit 2008. Nun gibt es Hoffnungen, dass der neue Herrscher in Nordkorea, Kim Jong-un, zu einer Fortführung der Nukleargespräche bereit sein könnte.
(kle)
Erstellt: 27.12.2011, 10:32 Uhr
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20 Kommentare
Jetzt sehen die Euroländer wie 'Umverteilung' geht bzw. eben nicht geht .. wieso sollen die asiatischen Länder Ihr Geld in europäische Länder investieren, die damit nur Löcher stopfen wollen? Wieso soll ich mein Erspartes Geld jemandem geben, der seit Jahren wenig arbeitet und seinen Haushalt nicht im Griff hat? Wie kommen die Europäer dazu fremdes Geld zu erwarten für ihre Art zu wirtschaften? Antworten
Bin überhaupt nicht über diesen Schritt überrascht. War schon längst fällig. Nur hat im Westen und in den USA niemand geglaubt, dass China und Japan den Mut dazu haben. Die USA und Europa sind keine sicheren Währungen mehr. Schulden zahlen sich auf die lange Dauer nicht aus. Die Quittung ist nun erfolgt und wird noch weiter gehen. Wetten dass Antworten
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