Schweizer Börse schliesst mit starkem Minus

Die Börsenwoche geht mit einem weiteren Einbruch des Aktienmarkts zu Ende. Die Kurse der 30 wichtigsten Titel brachen ein.

Misslungener Start ins neue Jahr: Logo der Schweizer Börse SIX Swiss Exchange in Zürich. (Archivbild / 26.1.2015)

Misslungener Start ins neue Jahr: Logo der Schweizer Börse SIX Swiss Exchange in Zürich. (Archivbild / 26.1.2015) Bild: Steffen Schmidt/Keystone

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Der Schweizer Aktienmarkt hat am Freitag erneut markant nachgegeben, zum dritten Mal in Folge und zum vierten Mal an den bisherigen fünf Börsentagen des neuen Jahres. Der Start ins neue Jahr ist damit gründlich misslungen und die von vielen Prognostikern vorausgesagte hohe Volatilität ist früher und stärker eingetroffen als gedacht.

Geprägt war das Geschehen auch vor dem Wochenende vor allem vom weltweit turbulenten Börsenverlauf wegen der Verwerfungen in China. Am Markt herrsche deswegen vor allem Verunsicherung, sagte ein Händler in Zürich. Betroffen davon waren auch die ansonsten stabilen Schwergewichte. In China beruhigte sich das Geschehen zwar vorerst etwas, dies war aber vor allem Interventionen des Staates geschuldet.

Der Swiss Market Index (SMI) gab schliesslich 2,28 Prozent auf 8257,28 Punkte nach. Im Wochenvergleich ergab sich ein selten starkes Minus von 6,4 Prozent. Der breite Swiss Performance Index (SPI) büsste 2,10 Prozent ein auf 8527,36 Punkte. Von den 30 wichtigsten Titeln gingen alle im Minus aus dem Handel.

Einbussen für UBS und CS

Am Nachmittag hatte ein robuster und besser als erwartet ausgefallener Arbeitsmarktbericht in den USA die Aktien gestützt, allerdings nur für ganz kurze Zeit. Danach setzte sich der Abwärtstrend fort. Offenbar gewann die Meinung die Oberhand, dass starke Konjunkturzahlen den Zinserhöhungszyklus in den USA eher beschleunigen werden. Entsprechend gab auch der Dow Jones nach einem starken Start seine anfänglichen Gewinne zu einem guten Teil wieder preis.

Unter den Einzeltiteln bei den Blue Chips brachen die Titel des Ölbohrkonzerns Transocean (-7,5 Prozent) einmal mehr am deutlichsten ein: Hauptgrund ist hier der tiefe Ölpreis. Dahinter erlitten mit UBS (-5,5 Prozent) und CS (-3,7 Prozent) aber auch die Aktien der beiden Grossbanken empfindliche Einbussen. Die Credit Suisse hatte am Morgen rückwirkend revidierte Ergebniszahlen für die vergangenen fünf Jahre publiziert.

Hauptverantwortlich für den tiefroten Schluss des Gesamtmarktes waren aber vor allem die beiden Pharmaschwergewichte Novartis und Roche (je -2,6 Prozent). Am wenigsten unter Druck standen die Titel des Baustoffherstellers Sika (-0,7 Prozent), des Rückversicherers Swiss Re und des Hörgeräteherstellers Sonova (je -0,8 Prozent). (ij/sda)

(Erstellt: 08.01.2016, 18:32 Uhr)

Stichworte

Artikel zum Thema

Chinas Börsen atmen auf

Nach dem jüngsten Börsen-Beben hat China erstmals seit Tagen seine Währung nicht mehr weiter abgewertet. Die Massnahme sorgte für steigende Aktienkurse in Fernost. Mehr...

Kurssturz made in China

Die Aktienkurse im Reich der Mitte fallen – und reissen auch Europas Börsen in die Tiefe. Die wichtigsten Fragen und Antworten. Mehr...

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Werbung

Werbung

Kommentare

Sponsored Content

Heisse Karrierefrau sucht

Erfolgreiche Frauen suchen unverbindlichen, schnellen Spass.

Die Welt in Bildern

Geht in sich: Ein Sadhu, ein heiliger Mann des Hinduismus, betet vor der jährlichen Reise zur Pilgerstätte Amarnath im nordindischen Jammu. (30. Juni 2016)
(Bild: Mukesh Gupta) Mehr...