So viel verdienen Schweizer Fachkräfte im Schnitt

Nirgends sonst in Europa werden so hohe Löhne bezahlt wie in der Schweiz. Dabei ist das Gehalt bei den meisten Arbeitnehmern nicht das Hauptkriterium bei der Stellenwahl.

Die Kaufkraft ist hierzulande am höchsten: Passanten an der Bahnhofstrasse in Zürich. (29. November 2015)

Die Kaufkraft ist hierzulande am höchsten: Passanten an der Bahnhofstrasse in Zürich. (29. November 2015) Bild: Keystone

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Schweizer Arbeitnehmer bekommen im europaweiten Vergleich die höchsten Löhne. Dies zeigt eine Studie des Finanzunternehmens Willis Towers Watson. Sowohl die Gehälter für Fachkräfte wie auch diejenigen der mittleren Führungsebene sind hierzulande am höchsten, heisst es in einer Mitteilung. Die Schweiz konnte somit ihre Spitzenposition behaupten.

Fachkräfte verdienen im Schnitt in der Schweiz 94'947 Franken pro Jahr. Das sind rund 36'000 Franken mehr als in Dänemark. Das Land belegt mit einem Medianlohn von 56'282 Franken in der Rangliste Platz zwei. Noch grösser ist der Unterschied bei den Löhnen auf der mittleren Führungsebene. Während in der Schweiz im Schnitt 162'343 Franken im Jahr bezahlt werden, sind es beim zweitplatzierten Luxemburg 111'823 Franken. Das ist ein Unterschied von über 50'000 Franken.

Höchste Kaufkraft

Diese Differenzen seien nicht nur bei den Kaderposition auszumachen, sie würden sich durch alle Hierarchiestufen ziehen. Laut der Studie beträgt der Unterschied jeweils über 30 Prozent. Damit sei die Kaufkraft in der Schweiz am höchsten, selbst wenn Lebenshaltungskosten oder Steuern mitberücksichtigt werden. Am wenigsten verdienen Fachkräfte in Italien (30'021 Franken), Mitarbeiter der mittleren Führungsebene werden in Spanien am schlechtesten bezahlt (68'487 Franken).

Wie Olaf Lang, Managing Director bei Willis Towers Watson, sagt, ist der Lohn für viele Schweizer aber nicht in erster Linie der ausschlaggebende Punkt für die Stellenwahl. Viel wichtiger sei eine herausfordernde Tätigkeit. Damit würden sie sich von ihren Kollegen im Ausland unterscheiden. Dort würden Gehalt und Jobsicherheit ganz oben auf der Prioritätenliste stehen. (dia)

(Erstellt: 15.02.2016, 15:01 Uhr)

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